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PARIS MANHATTAN

PARIS MANHATTAN

„Das Schwierige im Leben“, hat Woody Allen einmal gesagt, „ist es, Herz und Kopf zur Zusammenarbeit zu bringen.“ Davon kann Alice, die hinreißend neurotische Heldin der am 4. Oktober in den deutschen Kinos startenden Komödie „Paris Manhattan“, ein Lied singen. Denn statt sich dem Leben zu stellen, flüchtet sie sich in die Filme ihres Lieblingsregisseurs Woody Allen – und vermasselt jede Beziehung. Eine ebenso elegant wie federleicht inszenierte Reflexion über das Leben, die Liebe und natürlich „diesen widerstandsfähigen kleinen Muskel“, wie Allen das Herz einmal nannte.

Mit 15 hat Alice (Alice Taglioni) ihren ersten Woody Allen Film gesehen. Seitdem ist der Regisseur nicht mehr aus dem Leben der hübschen Pariserin wegzudenken. Wann immer Alice Probleme oder Zweifel hat, setzt sie sich ihrem Woody Allen Poster gegenüber und unterhält sich mit ihrem Idol.

Inzwischen ist Alice schon Mitte 30 und zum Leidwesen ihres Vaters (Michael Aumont) immer noch Single. Nach der Hochzeit ihrer Schwester erhöht sich der Druck auf Alice – ein Mann soll her, je schneller desto besser. Doch die junge Frau lässt das kalt, sie hat ja ihren Woody Allen. Zudem führt sie auch die von ihrem Vater aufgebaute, gut gehende, Apotheke und gibt ihren Kunden neben Pillen und Hustensaft immer einen Klassiker ihres Lieblingsregisseurs mit.

Auf einer Party lernt Alice Victor (Patrick Bruel) kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich sogleich eine hitzige Diskussion – Victor hat noch nie einen Film von Woody Allen gesehen, und hat auch kein gesteigertes Interesse daran, diesen Sachverhalt zu ändern. Für Alice unbegreiflich!
Dennoch: Die Chemie zwischen den beiden stimmt. Das spürt auch Alices Vater und nun taucht Victor immer wieder auf der Bildfläche auf – in der Apotheke, beim Abendessen mit der Familie…
Zwischen den beiden beginnt es zu funken, doch für Alice ist Woody Allen das Nonplusultra. Fraglich, ob Victor da eine reelle Chance hat…

„Paris Manhattan“ gehört zu den Filmen, die einmal mehr beweisen, dass die französische Komödie auf dem Vormarsch ist. Vorbei sind die Zeiten, in denen „französische Komödie“ bedeutete, dass hier nur lachen wird, wer zuvor anderthalb Stunden lang ordentlich seinen Grips anstrengte. Die humorvolle Story wird vor allem getragen von der charmant-sympathischen Art von Patrick Bruel („Der Vorname„).

Der Film ist eine sanfte Liebeskomödie, die es im Gegensatz zu amerikanischen RomComs schafft, ganz ohne Oberflächlichkeiten auszukommen. Rund wird die Sache durch die eingespielten Originalzitate von Woody Allen, die den Regisseur im Zwiegespräch auf Alices Fragen antworten lassen. Und schließlich gibt sich der große Meister noch die Ehre für einen kleinen Gastauftritt…

Kinostart: 4. Oktober; Regie: Sophie Lellouche; FSK: ab 0; Länge: 77 Minuten; Verleih: Senator; Link: filmverleih.senator.de/paris_manhattan/

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