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WIE BEIM ERSTEN MAL

WIE BEIM ERSTEN MAL

In der herzerwärmenden und bewegenden Komödie von Regisseur David Frankel („Der Teufel trägt Prada“) über eine Liebe, in der das Feuer nach 30 Jahren Ehe erloschen ist, glänzet das neue Leinwand-Traumpaar Meryl Streep und Tommy Lee Jones nicht nur durch gefühlsstarke Darstellung, sondern sorgt auch mit Pointenreichtum für perfekte Kinounterhaltung – ab 27. September im Kino.

 

 
Nach 30 Jahren Eheleben ist die Beziehung von Kay (Meryl Streep) und Arnold Soames (Tommy Lee Jones) in freundlicher Langeweile erstarrt. Tag für Tag folgt das Paar der festgefahrenen Routine seines Alltags. Arnold scheint sich damit arrangiert und sein Glück im Golfspiel gefunden zu haben, doch Kay sehnt sich heimlich nach Zärtlichkeit und Leidenschaft. Sie kommt sich immer mehr vor wie ein unbeachtetes Möbelstück. Vielleicht könnte sie noch darüber hinwegsehen, dass Arnold jeden Morgen sein ewig gleiches – aber von ihr immer noch mit Hingabe – bereitetes Frühstück selbstvergessen Zeitung lesend in sich hinein schaufelt. Oder sie nur abwesend auf die Wange küsst, bevor er zur Arbeit fährt.

Auch dass sie sich zum 31. Hochzeitstag wenig romantisch ein Pay-TV-Abo geschenkt haben, verteidigt sie gegenüber ihren erwachsenen Kindern noch als ideales Geschenk. Letztendlich könnte Kay wohl auch die getrennten Schlafzimmer akzeptieren, wenn ihr Ehemann nicht selbst zarteste Annäherungsversuche mit Unverständnis und Unbehagen quittieren würde. Doch Kay möchte sich nicht damit abfinden, dass ihre Ehe eingeschlafen ist.

Sie sucht Rat in einer Buchhandlung und findet sich schnell vor einem gut gefüllten Regal mit Beziehungsratgebern wieder. Allerdings haben die meisten Bücher dubiose Titel wie „Retten Sie Ihr Sexualleben, indem Sie mit anderen schlafen“ – das geht Kay dann doch ein wenig zu weit. Schließlich fällt ihr ein Buch in die Hände, das sie nicht sofort abstößt: „Sie können die Ehe führen, die Sie haben wollen“ von Dr. Bernard Feld (Steve Carell). „Sie glauben, gute Ehen wären nur etwas für andere Leute? Entdecken Sie ihr gemeinsames, aufregendes Leben“, liest Kay elektrisiert.

Einige Tage später nötigt sie den störrischen Arnold zu einer Reise in das romantische Städtchen Hope Springs, um sich in die Hände des berühmten Eheberaters zu begeben… Ihren Mann überhaupt dorthin zu bekommen, war schon schwer genug, doch als es darum geht, die festgefahrene Ehe-Routine und sogar die eingeschlafenen und noch nie besonders experimentierfreudigen Schlafzimmergewohnheiten auf den Kopf zu stellen, um den gewissen Funken in ihrer Ehe wieder zu entfachen, beginnt für Kay und Arnold das eigentliche Abenteuer.

Die dreifache Oscar-Preisträgerin Meryl Streep empfiehlt sich mit ihrer gefühlsstarken Darstellung einer einfachen Ehefrau mit ganz alltäglichen Wünschen und Bedürfnissen für ihren nächsten Oscar. An ihrer Seite brilliert Oscar-Gewinner Tommy Lee Jones in einer aufsehenerregenden schauspielerischen Leistung voller kleiner Gesten und Blicke, die Bände sprechen. Dem damit wohl überraschendsten Leinwand-Traumpaar dieses Kinojahres steht schließlich als allwissender Ehe-Berater Dr. Bernard Feld kein geringerer als Comedy-Star Steve Carell gegenüber.

Meryl Streep und Tommy Lee Jones über…

… Langeweile in einer Beziehung:
Streep: “Wenn man sich mit jemandem langweilt, dann oft deshalb, weil man sich mit sich selbst langweilt. Wenn Du ein Problem mit jemanden hast, dann liegt der Grund häufig bei Dir.”
Jones: “Ich habe meinen Kindern immer gesagt, wenn sie gequengelt haben: nur die Langweiligen langweilen sich.”

… die Leidenschaft im Alter:
Streep: “Je älter ich werde, desto intensiver wird meine Lust zu leben und desto mehr schätze ich das Leben… Dir wird bewusst, dass das Leben viel zu kurz ist.”
Jones: “Ich mache nichts mehr, das mir keinen Spaß bereitet. Da bin ich Hedonist.”

… die Herausforderung einer Ehe:
Streep: “Man durchlebt alle möglichen Phasen, wenn man lange verheiratet ist: echte Höhen und Tiefen, und Momente, die die Beziehung belasten – aber auch festigen.”

… ihre Generation:
Streep: “Ich glaube, dass es Menschen in meinem Alter genauso geht wie mir. Ich sehe überall gelangweilte 20-Jährige, aber keine gelangweilten 60-Jährigen…”

… den Reiz an „Wie beim ersten Mal“:
Streep: “Ich mag es, wenn etwas wirklich komisches passiert, das aber einen starken Bezug zum wahren Leben hat.”
Jones: “Endlich bekam ich die Chance, mit Meryl zu arbeiten. Ich habe keine Sekunde gezögert.”

… ihre beeindruckenden Karrieren:
Streep: “Ich glaube nicht daran, dass Schauspieler ein Verfallsdatum haben. Aber man versteht mit den Jahren, wie viel Unvorhergesehenes passiert und dass der Zufall eine große Rolle spielt.”
Jones: “Ich hatte viel Glück und ich bin zufrieden. Ich habe ein paar wirklich schlechte Filme gedreht. Aber selbst bei denen hatte ich Spaß!”

… ihre Kinder, die auch Schauspieler sind:
Streep: “Es freut mich, dass wir uns austauschen können und dass ich ein paar Erfahrungen gesammelt habe, die meiner Tochter helfen werden.”
Jones: “Es ist ein gutes Gefühl, wenn Deine Kinder sich für den gleichen Beruf entscheiden wie man selbst – auch wenn sie manchmal nach Hause kommen, und sich darüber beschweren.” 

… ihre Leidenschaften:
Streep: “Ich habe viel Spaß an so vielem. Es gibt kaum etwas, das ich ungern tue. Was leider auch bedeutet, dass ich mich leicht ablenken lasse.”
Jones: “Ich habe Spaß am Regie führen, und ich werde wahrscheinlich nie aufhören, als Schauspieler zu arbeiten.”
(Auszüge aus AARP The Magazine, August / September 2012)

Kinostart: 27. September; Regie: David Frankel; FSK: ab 6; Länge: 100 Minuten; Verleih: Wild Bunch; Link: wiebeimerstenmal.de

 

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