Familienleben

Familienmonitor 2012: Flexiblere Arbeitszeiten stehen ganz oben auf der Wunschliste

Familienmonitor 2012: Flexiblere Arbeitszeiten stehen ganz oben auf der Wunschliste

Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mehr Kindergartenplätze wünschen sich die Deutschen laut dem Familienmonitor 2012. Die Förderung junger Familien ist ihnen sogar wichtiger als der Atomausstieg, behauptet die Studie, die im Auftrag der Bundesregierung angefertigt wurde.

Das haben wir doch alles schon dutzendfach gehört: Regelmäßig werden Studien wie der Familienmonitor veröffentlicht, die feststellen, dass sich viele Deutsche eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie wünschen – also mehr Zeit für die Kinder und eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung. Man kann’s schon fast nicht mehr hören.

Auch der Familienmonitor 2012, den Bundesfamilienministerin Schröder vom Allensbach-Institut produzieren ließ, bietet da nichts Neues. Er wiederholt, was auch schon im letzten und vorletzten Jahr im Bericht stand. Für jeden zweiten Deutschen gehört die stärkere Unterstützung von Familien zu den wichtigsten Aufgaben des Staates – noch vor Themen wie Gesundheitsreform und Atomausstieg. 74 Prozent plädierten für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

89 Prozent wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten, um den Bedürfnissen der Familie besser gerecht zu werden. Knapp zwei Drittel fordern mehr Sonderurlaub für den Fall, dass das eigene Kind krank wird. Drei Viertel der Eltern von Kindern unter 16 Jahren wünschen sich generell mehr Zeit für die Familie. Dafür würde sogar die Hälfte der Väter weniger arbeiten (also auch weniger verdienen), während sich die Mütter mehr Entlastung im Haushalt wünschen.

61 Prozent treten für den Ausbau von mehr Betriebskindergärten ein – wohl weil sie ahnen, dass der Staat auch in diesem Punkt seinen Versprechen nicht nachkommt. Denn knapp 60 Prozent der befragten Deutschen zweifeln daran, dass der Ausbau der Kitaplätze vorankommt, so dass ab August 2013 alle Eltern von Kindern bis zu drei Jahren einen Betreuungsplatz erhalten und damit ihren Rechtsanspruch einlösen können.

Es gäbe also viel zu tun für die Bundesregierung, nähme sie ihre eigenen Studien ernst: Arbeitszeitregelungen für Mütter und Väter und mehr Betreuungsplätze schaffen zum Beispiel. Stattdessen aber streitet sie seit Monaten erbittert über Unsinnigkeiten wie Betreuungsgeld und eine Frauenquote für Aufsichtsräte. Wir können also sicher sein, dass auch im nächsten Familienmonitor wieder stehen wird, was schon im letzten stand.

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