Familienleben

Kinderbetreuung: Weniger Plätze im Norden, weniger Betreuer im Osten

Kinderbetreuung: Weniger Plätze im Norden, weniger Betreuer im Osten

Fast 90 Prozent der Dreijährigen besuchten 2010 einen Kindergarten. Während im Norden der Republik deutlich weniger Kinder betreut werden, müssen die Kids in einigen Ost-Ländern mit weniger Betreuern auskommen.

Der Anteil der Dreijährigen, die einen Kindergarten oder eine vergleichbare Einrichtung des Elementarbereichs besuchen, lag in Deutschland im Jahr 2010 bei 89 Prozent. Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes gab es in Thüringen (96 %), Rheinland-Pfalz (95 %) sowie Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt (jeweils 94 %) die höchsten Betreuungsquoten.

Dagegen fielen die Anteile in nahezu allen nördlichen Bundesländern deutlich geringer aus: Hamburg und Schleswig-Holstein mit jeweils 80 Prozent, Bremen mit 81 Prozent sowie Niedersachsen mit 82 Prozent betreuten weniger Dreijährige als im bundesweiten Schnitt.

Bei den vierjährigen Kindern erreichte die Betreuungsquote 96 Prozent. Die Werte für die Bundesländer bewegten sich zwischen 88 Prozent in Hamburg und 99 Prozent in Baden-Württemberg. Bei den Fünfjährigen schwankten die Anteile lediglich zwischen 93 Prozent (Berlin und Schleswig-Holstein) und 98 Prozent (Rheinland-Pfalz).

Aufschlussreich ist das Verhältnis zwischen Kindern und Betreuern. Auf eine Betreuerin/einen Betreuer kamen in Deutschland zehn Kinder, vergleichbare Industrienationen kamen im Schnitt auf zwölf Kids. Während in Bremen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz knapp neun Kinder von einer Person betreut wurden, mussten sich in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zwölf Kinder eine Betreuerin/einen Betreuer teilen.

Mit anderen Worten: Das größere Kita-Platzangebot im Osten wird erkauft durch eine geringere Personalausstattung der Kindergärten und Horte. Was natürlich keine Entschuldigung für den schleppenden Ausbau der Kitaplätze in Westländern wie NRW sein darf.

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1 Kommentar

  1. Betreuer Jens

    19. November 2012 in 17:02

    Interessante Zahlen, vor allem der Vergleich, wie viele Kinder auf eine /n Betreuer /in kommen. Da wird wieder einmal deutlich, dass man bei Statistiken genau hinschauen muss und das „größere Kitaplatz-Angebot“ seinen Grund hat.

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