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SCHATZRITTER

SCHATZRITTER

Das Drehbuch zu dem am 30. August in den Kinos startenden Abenteuerfilm basiert auf der Vorlage der europäischen Melusinensage sowie der Gründungssage Luxemburgs. Die Geschichte verspricht eine turbulente Schatzjagd mit Alexandra Neldel als sagenumwobene Melusina, die filmische Umsetzung vermag aber leider nicht zu überzeugen.


Endlich Sommerferien! Jeff (Anton Glas) kann es kaum erwarten, dass seine besten Freunde Julia (Lana Welter) und Leo (Thierry Koob) mit ihren Eltern auf dem benachbarten Campingplatz ankommen. Die Drei sind eine eingeschworene Gemeinschaft und die Zeit mit ihnen ist für Jeff eine willkommene Abwechslung zu dem eintönigen Alltag mit seinem mürrischen, überfürsorglichen Vater (Luc Feit). Seit Jeffs Mutter gestorben ist, leben die beiden allein am Fuße einer alten Burg, die an den unheimlichen Duc de Barry (Clemens Schick) verkauft werden soll. 

Doch nicht nur der bevorstehende Einzug des neuen Burgherren wirbelt dieses Jahr einiges in Jeffs Leben durcheinander. Die geheimnisvolle Legende um den Fluch der Melusina, einer wunderschönen Meerjungfrau, verwickelt ihn und seine Freunde auf der Suche nach einem verborgenen Schatz in ein spannendes Abenteuer. Mit von der Partie ist der kleine Jean-Baptiste alias „Killer“ (Tun Schon), der ebenfalls mit seiner Mutter auf dem Campingplatz Urlaub macht.

Auf den Spuren der sagenumwobenen „Schatzritter“ beginnt für die Kinder ein riskanter Wettlauf gegen die Zeit, der sie durch Kathedralen, Museen, Flüsse, Wälder und Schlösser führt.  Auch Duc de Barry und seine finsteren Schergen haben die Fährte aufgenommen. Werden Jeff und seine Freunde es schaffen, den Schatz zu finden und Melusina von ihrem Fluch zu befreien?

Eine Story, wie sie spannender nicht sein könnte! Die kindgerechte Mischung aus Action und kniffligen Rätseln kombiniert mit einer gehörigen Portion an Geschichtswissen machen einen guten Kinderkrimi aus. Wenn man das Ganze dann noch mit einer Legende paart und somit der Geschichte etwas Mystisches verleiht, hat man schon fast einen kleinen Harry Potter-Verschnitt! Dass jedoch eine gute Story allein nicht ausreicht, macht dieser Film allzu schmerzlich bewusst – und das liegt nicht nur am scheinbar sehr geringen Budget.

Denn wenn ein Bösewicht nichts weiter zu bieten hat als die absurde Maske eines Christopher Lee, und seine „gefürchteten“ Gehilfen tölpelhafter und vor allem langsamer agieren als Pausenclowns, dann wird wohl auch – oder gerade – bei Kindern keine richtige Spannung aufkommen. Überhaupt scheinen die Darsteller in Bezug aufs Timing ein wenig zu sehr sich selbst überlassen gewesen zu sein – ob das nun dem Drehbuch oder der Regie zu Lasten gelegt werden kann, bleibt dahin gestellt.

Fazit: Eine wundervolle Geschichte mit tollen Kinderdarstellern, die leider dramaturgisch äußerst schwach umgesetzt wurde.

Kinostart: 30. August; Regie: Laura Schroeder; FSK: ab 6; Länge: 104 Minuten; Verleih: Farbfilm; Link: schatzritter.de

 

 

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