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STARBUCK

STARBUCK

David Wozniak, ein ewiger Teenager im Alter von 42 Jahren, entschließt sich, endlich sein Leben in den Griff zu kriegen. Doch genau in dem Moment entdeckt er, dass er der biologische Vater von 533 Kindern ist. Und auf einmal gestaltet sich sein Dasein viel komplizierter als erwartet – ab 16. August startet die kanadische Komödie im Kino.


Mit 42 hat es David Wozniak (Patrick Huard) nicht weiter gebracht als zum Ausfahrer für die väterliche Metzgerei. Und selbst diesen Job erledigt er mehr schlecht als recht. Dummerweise schuldet er ein paar Gangstern auch noch 80.000 Dollar. Sein Versuch, mit einer kleinen Marihuana-Plantage Geld zu verdienen, scheitert kläglich. Bei seiner Unzuverlässigkeit ist es kein Wunder, dass sich seine Freundin Valérie (Julie Le Breton) von ihm trennen will. Und das, obwohl sie ein Kind von ihm erwartet! Das sei ohne Vater besser aufgehoben, meint sie. Da kann er noch so lange beteuern, er wolle sich ändern. Davids einzige Talente scheinen darin zu bestehen, regelmäßig seine Motiv-T-Shirts zu wechseln. Und immerhin – beim Feierabendkick mit Papa (Igor Ovadis) und Brüdern (Dominic Philie, Marc Bélanger) trifft er gelegentlich das Tor. Aber es kann immer noch schlimmer kommen…

Eines Tages steht ein schmieriger Anwalt in seiner Wohnung, der ihn an eine längst verdrängte Episode seiner Vergangenheit erinnert. Zwischen 1990 und 1992 spendete David mehrfach Sperma – für 35 Dollar pro Dosis. Aufgrund eines Fehlers verwendete die Klinik ausschließlich das Ergebnis seiner Handarbeit – das Resultat: 533 Kinder. Zwar ist der anonyme Vater noch von dem Pseudonym „Starbuck“ – nach dem gleichnamig-legendären Zuchtbullen – geschützt, aber 142 seiner Sprösslinge haben eine Sammelklage angestrengt, um seine wahre Identität zu erfahren.

Wenigstens muss er nicht lange nach einem Anwalt suchen. Sein bester Freund (Antoine Bertrand), selbst mit vier Kindern gesegnet-gestraft, ist verkrachter Jurist. Der freut sich schon auf den Fall seines Lebens, aber dann beginnt David, ganz ungeahnte Gefühle zu entwickeln. In weiser Voraussicht hat ihm die Gegenseite Informationen zu den 142 Klage-Kindern zukommen lassen. Erst will er keinen Blick darauf werfen – bis die Neugier siegt. Und der erste Kandidat ist ein Volltreffer: ein Fußballstar! Der Regler für Vaterstolz geht von 0 auf 100.

Von diesem Resultat ermutigt, nimmt sich der Superpapa seinen nächsten Sprössling vor: den hoffnungsvollen Schauspieler Étienne (Patrick Martin), der wegen seines Jobs als Kellner das Vorsprechen seines Lebens zu verpassen droht. Das kann nicht angehen. David springt spontan als Ersatz ein, gibt ihm die Schlüssel zu seinem Auto und drängt ihn, zum Vorsprechen zu fahren. Das kostet zwar seinen Sohn die Stelle – aber dafür bekommt er die Rolle.

Kritischer sieht es bei Julie (Sarah-Jeanne Labrosse) aus, einer Drogenabhängigen, die sich gerade den „goldenen Schuss“ setzt, als David – verkleidet als Pizzabote – in ihre Wohnung kommt. Er rettet ihr das Leben und bringt sie ins Krankenhaus, wo sie ihn prompt als ihren Vater ausgibt. Denn er soll ihre Entlassungspapiere unterschreiben, damit sie morgen ihre lang ersehnte Arbeitsstelle antreten kann, anstatt ins Methadon-Programm zu gehen. Nur so könne sie von ihrer Sucht loskommen. Seinen Gefühlen vertrauend, lässt er sich dazu überreden. Und Julie rechtfertigt sein Vertrauen: Am nächsten Morgen erscheint sie pünktlich zu ihrem Job.

Solche Erfolge verleihen Flügel: David avanciert zum Schutzengel, der immer mehr in das Leben seiner Riesenfamilie eingreift. Er wird zum Fan eines Straßenmusiker-Sohns und zum Stammkunden einer Maniküristinnen-Tochter; der denkbar unbegabte Wassersportler geht sogar regelmäßig ins Schwimmbad, wo ein weiterer Filius als Bademeister arbeitet und ihm dann schließlich das Leben retten darf. Selbst zu seinem schwerstbehinderten Sohn Rafael, der einsam in einem Heim vor sich hindämmert, baut er Kontakt auf.

Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis er sich allen als Vater offenbart. Aber das Schicksal will es anders. Denn Fotos eines Familientreffens landen in den Zeitungen…

Statement von Regisseur Ken Scott:
„Ursprünglich wollten mein Koautor Martin Petit und ich von einem Mann erzählen, der viele Kinder hat. Wir planten, eine Komödie zum Thema Vaterschaft zu schreiben, und so entschieden wir uns für einen Plot, den wir für extrem hielten: ein Samenspender mit 150 Kindern. Weil die Zahl so unglaublich hoch war, glaubten wir, dass sich daraus eine gute Komödie ergeben sollte. Allerdings waren wir unsicher, ob das nicht die Glaubwürdigkeit der Geschichte beeinträchtigen würde. Doch einen Monat, nachdem wir das Projekt angestoßen hatten, zirkulierte in allen Medien die Meldung von einem Samenspender, der 500 Kinder gezeugt hatte. Wir waren sprachlos. Unsere bescheidenen 150 waren nichts im Vergleich zur Realität. Hier ist also die überaus glaubhafte Geschichte eines Mannes, der herausfindet, dass er 533 Kinder hat.“

Kinostart: 16. August; Regie: Ken Scott; FSK: ab 12; Länge: 109 Minuten; Verleih: Ascot Elite, Link: starbuck-derfilm.de

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