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MAGIC MIKE

MAGIC MIKE

Jede Menge nackte Kerle, Spaß und Geld: Matthew McConaughey und seine Stripper-Truppe machen die Frauen verrückt. Schwüle Tragikomödie mit Sexappeal von Steven Soderbergh (Kinostart: 16. August).

Vom Tellerwäscher zum Millionär – seit Generationen träumen Amerikaner diesen Traum. Uns seit Jahrzehnten liefert dieser kollektive Traum von Geld, Glück und Erfolg den Stoff für Hollywood-Filme. Steven Soderbergh („Erin Brockovich“) steuert mit Magic Mike eine höchst originelle Variante dieses Traums bei. Sein Film, eine gut gewürzte Mischung aus Komödie, Drama und Gangsterfilm, spielt im Milieu der Stripperszene in Florida.

Kinobesucherinnen werden begeistert sein, denn „Magic Mike“ geizt nicht mit starken Kerlen, stählernen Muskeln und männlichen Knackpos. Aber wie die Jungs ihre Hüllen fallenlassen und was sie sich einfallen lassen, um ihre entfesselten weiblichen Fans in Ekstase zu versetzen, ist so amüsant und kernig in Szene gesetzt, dass auch Männer ihren Spaß im Kino haben werden.

Zwei Kerle stehen dabei im Rampenlicht. Der eine ist der Star des Xquisite, eines schwülen Stripschuppens in Tampa. Mike (Channing Tatum) hat sich nach oben gestrippt, geht jeden Abend mit Bündeln von Dollarscheinen nach Hause, bewohnt ein schickes Apartment am Strand und vernascht dort reihenweise junge hübsche Frauen. Der andere ist der blasse Adam (Alex Pettyfer), der nach einem erfolglosen Versuch als Dachdecker im Xquisite als Mädchen für alles strandet. Dort nimmt ihn Mike unter seine Fittiche. Quasi über Nacht wird Adam zum Zugpferd der Show, kräftig gefördert von Clubbesitzer Dallas (Matthew McConaughey).

Während der Neuling scheinbar unaufhaltsam an seinem Aufstieg zum Star-Stripper arbeitet, denkt  Mike an einen Ausstieg aus der Szene, denn eigentlich will er sich als Möbeldesigner selbstständig machen. Beiden kommt etwas in die Quere: Mike die Liebe zu Adams Schwester Brooke, Adam der Umgang mit Drogen.

Die Attraktion des Films ist nicht die raffinierte Story, denn die gibt es hier nicht. Die Attraktion sind ganz klar die Jungs, die sich auf der Bühne des Xquisite ihrer Kostüme entledigen und hinter der Bühne eine mehr oder weniger verschworene Gemeinschaft bilden. Auch wenn es viel nackte Haut zu sehen gibt, geht es bei „Magic Mike“ weniger um Voyeurismus. Die Jungs geben alles – aber das tun sie in gut choreografiertenTanznummern, verrückten Verkleidungen und mit einem Augenzwinkern. Die Darsteller, unter anderem die TV-Stars Adam Rodriguez („CSI: Miami“) und Matt Bomer („White Collar“), hatten ersichtlich einen Riesenspaß an der lasziven Show. Ob unterm Regenschirm zu „It’s Raining Men“, als Tarzan am Seil oder  Cowboy mit dem Schießeisen – diese „Cock-rocking Kings of Tampa“ geben eine verdammt gute Figur ab.

Als Hahn im Korb besticht Matthew McConaughey mit einer vor Testosteron und Gemeinheit dampfenden Vorstellung als Chef der Truppe. Der ewige Schönling kann hier endlich mal die Sau rauslassen und mit knappen Outfits und derben Sprüchen ohne Umschweife die Frauen verrückt machen. Und seine dunkle Seite zeigen: Denn Dallas ist nicht nur der perfekte Anheizer auf der Bühne, sondern auch das kaputte Arschloch hinter der Bühne.

Nach einer guten Stunde driftet „Magic Mike“ in ein zunehmend düsteres Sittengemälde zwischen Melodram und Gangsterdrama ab. Die an sich wenig überraschende Wendung der Story wird in die Länge gezogen und trübt den Filmspaß etwas ein. „Magic Mike“ ist dennoch prima Unterhaltung, wirft einen Blick hinter die Kulissen eines schillernden Geschäfts und hätte, kompakter und kürzer, ein richtig toller Film der Sorte „schnell und schmutzig“ sein können.

Kinostart: 16. August; Regie: Steve Soderbergh; FSK: ab 12; Länge: 110 Minuten; Verleih: Concorde Filmverleih; Link: www.magicmike-derfilm.de

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