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WER’S GLAUBT WIRD SELIG

WER’S GLAUBT WIRD SELIG

Wenn ein Hamburger der Hummersuppe wegen nach Bayern zieht, der Papst in der Dorfkneipe Lebensweisheiten verbreitet, die böse Schwiegermutter posthum den Frieden des Ortes wieder herstellt und die harten Männer im Dorf plötzlich an Wunder glauben, dann kann es sich eigentlich nur um den neuen Kinofilm von Regisseur Marcus H. Rosenmüller handeln – ab 16. August im Kino.


Der Liebe wegen ist Georg (Christian Ulmen) von Hamburg in einen kleinen Skiort in den Bayerischen Alpen gezogen. Mittlerweile ist der Skiort aufgrund mangelnden Schneefalls kein Skiort mehr, Georg und seine Emilie (Marie Leuenberger) haben zwei Töchter und Touristen glänzen mit Abwesenheit. Die Skialm, die Emilie mit ihrer Familie betrieben hat, ist inzwischen wie ausgestorben. Auch die Dorfbewohner verlassen das Örtchen langsam, aber sicher.

Zu allem Überfluss wird Georg auch noch durch seine tiefreligiöse Schwiegermutter Daisy (Hannelore Elsner) geplagt, die Tag und Nacht in ihrem einem Schrein gleichenden Zimmer zum lieben Gott betet. Eines Nachts segnet die anstrengende Dame das Zeitliche und Georg kommt die rettende Idee: Wenn Daisy heilig gesprochen würde, könnte das Dorf ein wohl besuchter Wallfahrtsort werden.

Ohne das Wissen seiner Frau stellt Georg einen Antrag im Vatikan und heckt mit seinen Kumpels einen Plan aus, der den vom heiligen Vater geschickten Prüfer davon überzeugen soll, dass Daisy tatsächlich eine Heilige war. Die Männer veranstalten ein überzogenes Laientheater, um dem Pater aus Rom (Fahri Yardim) die drei benötigten Wunder auf dem Silbertablett zu präsentieren.

Regisseur und Drehbuchautor Marcus H. Rosenmüller liefert mit „Wer’s glaubt wird selig“ nur eine mäßig ansprechende Komödie. Während die reine Story schon etwas sperrig klingt, gelingt es scheinbar nicht, den Witz in potenziell lustigen Szenen so recht ins Rollen zu bringen. Auch fragt man sich, was mit diesem Film nun eigentlich bezweckt werden soll. Geht es hier um eine Parodie auf die katholischen Kirche? Um das Thema Tod? Oder sollen die Zuschauer einfach nur rund anderthalb Stunden lang unterhalten werden? Dem Streifen will nichts davon so richtig gelingen. Das mag an der Besetzung liegen – glänzen kann hier nur der in einer Doppelrolle auftretende Fahri Yardim („Almanya„, „Männerherzen“) – ist aber möglicherweise auch der schnell erzählten Story und der unaufgeregten Kulisse geschuldet.

Fans von Christian Ulmen sollten diesen Film nicht verpassen, alle anderen können sich das Geld jedoch guten Gewissens sparen.

Kinostart: 16. August; Regie: Marcus H. Rosenmüller; FSK: ab 6; Länge: 105 Minuten; Verleih: Constantin Film, Link: wers-glaubt-wird-selig-film.de

 

 

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