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MERIDA – LEGENDE DER HIGHLANDS

MERIDA – LEGENDE DER HIGHLANDS

Ein weiteres Meisterwerk aus dem Hause Disney/Pixar: In den schottischen Highlands kämpft ein mutiges kleines Mädchen mit feuerroten Haaren in 3D um seine Freiheit. Meridas Waffen: Frechheit, Witz und Pfeil und Bogen (Kinostart: 2. August).

Mit dem 13. abendfüllenden Spielfilm aus den Hause Disney/Pixar begeben sich die Meister des Animationsfilms auf Neuland: „Merida“ ist der erste Disney/Pixar-Film mit einer weiblichen Heldin, der erste, der ein historisches Drama mit Fantasy-Elementen mischt und der erste, der ausschließlich in einer menschlichen Umgebung spielt. Diesmal geht es nicht um Spielzeuge, Tiere, Monster oder Autos, sondern um ein Mädchen, das vor dem größten Abenteuer seines Lebens steht.

Königstochter Merida (Stimme: Nora Tschirner) hat ihren ganz eigenen Kopf. Der rote Lockenkopf pfeift auf die Erwartungen seiner Eltern, die das Mädchen mit einem der Clan-Söhne verheiraten wollen, um so die Machtbalance in den schottischen Highlands zu sichern. Während König Fergus seiner Tochter so einiges durchgehen lässt, wacht Mutter Elinor scharf über Traditionen und Etikette.

Am liebsten sitzt Merida auf dem Rücken ihres Pferdes, prescht durch den Wald und übt sich im Bogenschießen. Damit wird Schluss sein, sobald sie unter der Haube ist. Bei den Highlandgames soll der Bräutigam gefunden werden – aber Merida trickst die tumben Brautwerber aus und handelt sich dafür einen Riesenkrach mit ihrer Mutter ein. Wutentbrannt flüchtet das Mädchen in den Wald – und macht dort die verhängnisvolle Bekanntschaft einer alten Hexe …

Die Pixar-Macher haben sich wieder einmal selbst übertroffen: Der Look des Films setzt Maßstäbe im Animationsbereich. Die rauen schottischen Landschaften, die Kostüme, Kulissen und auch kleinste Details sind fantastisch animiert. Die Landschafts-Panoramen – Wälder, Berge, Wasserfälle – wirken magisch und saugen den Zuschauer in das historische Abenteuer hinein. So unwiderstehlich wie die Optik ist auch die Heldin des Films. Mit der kleinen Merida haben die Pixar-Künstler eine moderne Pippi Langstrumpf erschaffen – ein wildes Ding mit Mut und Charme, das sofort alle Sympathien auf seiner Seite hat.

Die Geschichte ist so vielschichtig wie abwechslungsreich. Und sie ist nie langweilig, obwohl es gleich um mehrere Themen geht: um die Schwierigkeiten, erwachsen zu werden, einen Mutter-Tochter-Konflikt und ein märchenhaftes Königsdrama. Scheinbar mühelos gelingt es dem Film, all diese Ebenen miteinander zu verbinden – der Schlüssel zum Erfolg sind überzeugende Charakter und witzige Nebenfiguren wie die drei kleinen gewitzten Brüder der Königstochter, die für zusätzlichen Schwung sorgen.

Mitreißende Action, grandiose Gags und spritzige Wortgefechte machen „Merida“ zu einem Vergnügen für die ganze Familie. Besonders denkwürdig: eine wilde Bärenjagd durch das düstere Königsschloss – ohne einen einzigen echten Bären …

Wir legen uns mal fest: „Merida“ ist der beste Animationsfilm des Jahres, visuell und erzählerisch ein Triumph des modernen Kinos.

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Kinostart: 2. August; Regie: Mark Andrews, Brenda Chapman; FSK: ab 6; Länge: 100 Minuten; Verleih: Walt Disney, Link: www.disney.de/merida

 

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