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Fernsehen sorgt für dicke Kinder

18. Juli 2012 Von: Thomas Meins Kategorie: Familienleben

Zu viel Fernsehen macht dick – das haben wir schon immer geahnt, jetzt haben wir es schriftlich: Kanadische Forscher fanden heraus, dass vermehrter TV-Konsum Kindern auf den Magen schlägt. Jede zusätzliche Stunde, die Kinder regelmäßig vor der Glotze verbringen, lässt die Taille um einen halben Millimeter anschwellen.

Forscher der Universität Montreal untersuchten in einer Langzeitstudie über 1300 Kinder. Zu Beginn der Studie, im Alter von zweieinhalb Jahren, sahen sie durchschnittlich 8,8 Stunden pro Woche fern. Zwei Jahre später waren es im Schnitt bereits 14,8 Stunden (126 Minuten/Tag), wobei 15 Prozent der Kinder in diesem Alter sogar mehr als 18 Stunden vor dem Fernseher verbrachten. 18 Stunden TV pro Woche führten laut Studie in diesem Alter zu einem um 7,6 Millimeter größeren Bauchumfang mit zehn Jahren. Oder ausgedrückt: Pro TV-Stunde wurden die Kinder um einen halben Millimeter dicker.

Der TV-Konsum beeinträchtigt laut Studie auch die Beweglichkeit der Kids – Fernsehen wirkt wie Blei in den Knochen bzw. Pudding in den Muskeln. Die Wissenschaftler ließen die Kinder einen Standweitsprung ausführen. Ergebnis: Eine zusätzliche Stunde Fernsehen pro Woche kann die Weite des Sprungs, zu dem ein Kind in der Lage ist, um 0,36 Zentimeter verringern. Nicht viel, aber für die Olympische Spiele kann man sich damit jedenfalls nicht qualifizieren.

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