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Geld macht keine Kinder

03. Juli 2012 Von: Thomas Meins Kategorie: Familienpolitik

Die Geburtenrate sinkt, die Familienpolitik ist gescheitert. Statt sich um dringende Probleme wie den Kita-Ausbau zu kümmern, streitet die Regierung um Albernheiten wie das Betreuungsgeld.

Geld macht keine Kinder – das weiß eigentlich jede Mutter und jeder Vater. Dennoch versuchte die deutsche Familienpolitik der letzten Jahre genau das. Mit dem sogenannten Elterngeld und demnächst noch dem umstrittenen Betreuungsgeld wollte die Politik die bundesdeutsche Bevölkerung dazu animieren, mehr Kinder zu machen, um der drohenden Überalterung der Gesellschaft zu begegnen.

Dieses Vorhaben ist nun krachend gescheitert. Die Geburtenzahlen stiegen zwar in den Jahren nach der Einführung des Elterngeldes, aber der Zuwachs fiel minimal aus. Deutschland blieb in puncto Kinderkriegen das Schlusslicht in Europa.

Seit gestern weiß man endgültig, dass die Kinder-Unlust im Lande nicht mit Geld zu bekämpfen ist. Die Zahl der Geburten sank im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit Bestehen der Republik. 2011 kamen noch 663 000 Kinder zur Welt und damit 15 000 oder 2,2 Prozent weniger als 2010.

Ob jetzt die Bundesregierung endlich aufwacht und ihre Familienpolitik überdenkt? Eher unwahrscheinlich, ein Jahr vor den Wahlen wirkt eine Kurskorrektur wie ein öffentliches Eingeständnis des Versagens. Dass das Familiengeld seinen Zweck nicht erfüllt, weiß man aber inzwischen auch in der CDU – schon stellt der erste C-Politiker das Elterngeld infrage.

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