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ICE AGE 4: VOLL VERSCHOBEN – 3D

ICE AGE 4: VOLL VERSCHOBEN – 3D

Faultier Sid, Mammut Diego und Säbelzahntiger Diego erleiden in ihrem vierten Abenteuer Schiffbruch: Auf einer Eisscholle treibend fallen sie tierisch wilden Piraten in die Hände (Kinostart: 2. Juli).

Bereits zum vierten Mal muss sich die krasseste Herde der Filmgeschichte in einem mindestens ebenso krassen Abenteuer bewähren. Auch diesmal bekommen Sid, Manni und Diego Unterstützung durch weitere Urviecher, und auch im vierten Teil der Erfolgsreihe spielt Hörnchen Scrat eine kleine, aber wichtige Rolle: Sein unbändiger Appetit auf Eicheln löst eine globale Katastrophe aus.

Zunächst herrscht eitel Sonnenschein bei den Eiszeit-Freunden. Sid bekommt überraschend Besuch von seiner Oma, Manni und Ellie umsorgen ihre pubertierende Tochter Peaches und Sid gefällt sich als Beschützer der Bande. Bis eine Eichel die Erdkruste aufspaltet und den Urkontinent in mehrere Teile zerbrechen lässt. Manni, Diego, Sid und seine pflegebedürftige Oma driften vom Rest der Familie weg. Die vier treiben auf einer Eisscholle über den Ozean und erleben eine wahre Odyssee, während Ellie und Peaches verzweifelt auf dem Rest-Festland zurückbleiben…

Je länger die „Ice Age“-Reihe andauert, desto lausiger werden die Geschichten, die die Filmemacher um die Helden herum stricken. Schon Teil 3 war in dieser Hinsicht eine Enttäuschung, der vierte Teil bemüht sich den Mangel an erzählerischen Ideen durch überbordende Effekte und krachende Actionsequenzen auszugleichen. Das gelingt sogar gelegentlich: Das Auseinanderbrechen der Welt zu Beginn des Films ist eindrucksvoll animiert, ebenso wartet die Schlusssequenz mit hübschen optischen Einfällen auf.

Dennoch verliert man als Zuschauer schon mal den Überblick: Der Film versucht zwei Handlungsstränge miteinander zu verweben, stellt am laufenden Band neue Figuren vor und bedient sich hemmungslos an einer anderen erfolgreichen Kino-Saga. Die Eiszeit-Helden bekommen es nämlich mit einer Bande von Piraten zu tun, die fast ebenso düster und gewalttätig unterwegs sind wie Käpt’n Barbossa in „Fluch der Karibik“. Zu brutal für die jüngsten Kinobesucher.

Dick aufgetragen haben die Filmemacher auch bei den 3-D-Effekten. Alles, was irgendwie für einen optischen Kick sorgen kann, wird per Animation in den Zuschauerraum geschleudert, ob es Waffen, Schnauzen oder Eisbrocken sind. Oberflächenreize, die der Story nur selten nützen.

Eine echte Bereicherung ist dagegen die Faultier-Oma. Die komische Alte, zunächst als Pflegefall bei Sid deponiert, hält die Herde auf Trab und sorgt mit ihrer ungebrochenen Lebenslust für haarsträubende Zwischenfälle – und wird schließlich perfekt in die Herde integriert. In diesen Momenten kommt „Ice Age 4“ seinem Kernthema endlich wieder ganz nahe: Familie.

Kinostart: 2. Juli; Regie: Michael Thurmeier, Steve Martino, FSK: ab 0; Länge: 94 Minuten; Verleih: Twentieth Century Fox, Link: www.iceagemovie.com

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