Berechtigte Sorge oder übertriebene Angst? Noch immer sind viele Eltern der Meinung, sie müssten ihre Kinder nicht gegen Kinderkrankheiten wie Masern impfen. Dabei gelten die Standardimpfungen als sicher.
Obwohl die von der ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen für Kinder als sehr sicher gelten, sind in Deutschland noch immer zahlreiche Eltern gegen einen solchen Schutz für ihren Nachwuchs. Laut einer repräsentativen Umfrage unter über 500 Müttern und Vätern minderjähriger Kinder ist rund jeder siebte Elternteil der Meinung, man sollte bei Kindern möglichst auf Impfungen verzichten und sie die sogenannten Kinderkrankheiten lieber “durchleben” lassen.
Zehn Prozent der befragten Eltern gaben an, ihr Kind/ihre Kinder sei auch nicht gegen Masern geimpft. Vertreter der STIKO halten das für bedenklich. Die Experten betonen, die Risiken der Impfstoffe seien ungleich kleiner als die Risiken einer Erkrankung. In Deutschland können Masernfälle Warnungen der STIKO zufolge noch immer tödlich verlaufen – bei Kindern wie bei Erwachsenen.
Zu den empfohlenen Standardimpfungen gehört beispielsweise die kombinierte Impfung gegen Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus, Kinderlähmung, Gelbsucht und Haemophilus Influenza, bei der Kinder ab einem Alter von drei Monaten mit einem Piks geschützt werden.
Zwischen dem 12. und 15 Lebensmonat sollte dann die erste Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln folgen.