Ganztagsschule: Weit verbreitet, aber nicht immer gut

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Früher umstritten, heute schon fast Standard: Mehr als jede zweite deutsche Schule nennt sich Ganztagsschule und bietet damit auch am Nachmittag Betreuung der Schulkinder an. Auf höchst unterschiedlichem Niveau, wie eine Studie ermittelte.

Mehr als 50 Prozent Ganztagsschulen im Land – das ist eine durchaus beeindruckende Bilanz. Das Deutsche Jugendinstitut ermittelte in einer Studie den Zustand und die Verbreitung der Ganztagsschulen in Deutschland.

Im Schuljahr 2010/11 gab es knapp 14 500 Ganztagsschulen in Deutschland. Verteilt sind sie sehr unterschiedlich: Während in Sachsen fast jede Schule Ganztagsbetreuung anbietet, sind in Baden-Württemberg nur 25 Prozent der Schulen Ganztagseinrichtungen. In Sachsen nutzen drei von vier Schülern das Nachmittagsangebot, in Bayern dagegen nur jeder zehnte Schüler.

Unterschiedlich ist auch die Qualität der Betreuungsangebote. Während vielerorts schon das bloße Verwahren der Kinder auf Schulhof und in Kantinen als Ganztagsschule verkauft wird, sind Nachmittagsunterricht und individuelle Betreuung für die Schüler nach wie vor eher die Ausnahme.

Drei Faktoren machen laut Studie eine gute Ganztagsschule aus: Dass die Schüler regelmäßig teilnehmen, dass das Lernangebot ansprechend und anspruchsvoll ist und dass die Schulen mit kommunalen Anbietern wie Musikschulen und Sportvereinen zusammenarbeiten.

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Über Thomas Meins

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