LOL
Demi Moore und Miley Cyrus im Rausch der Gefühle: In der Neuverfilmung der französischen Komödie machen die beiden US-Stars als Mutter und Tochter eine hübsche Figur – wenn auch der Humor dabei etwas auf der Strecke bleibt (Kinostart: 31. Mai).
Wie im Original plagt sich die alleinerziehende Anna (Demi Moore) mit der Aufzucht ihrer drei Kinder. Vor allem ihre Älteste Lola (Miley Cyrus) bereitet ihr zunehmend Kopfzerbrechen. Die 16-Jährige ist dabei, sich in ihren “besten Freund” Kyle (Douglas Booth) zu verlieben. Der hat angeblich “das erste Mal” schon hinter sich, und so legt es Jungfrau Lola darauf an, ebenfalls endlich sexuelle Erfahrungen zu sammeln. Anne hat zunächst keine Ahnung von den Pubertätsnöten ihrer Tochter und ist zugleich hin- und hergerissen zwischen ihrem Ex, mit dem sie gelegentlich ins Bett steigt, und einem netten (jüngeren) Cop, der ihr heftig den Hof macht. Zwei Frauen im Rausch der Hormone – das führt unweigerlich zu Missverständnissen und Peinlichkeiten…
Diese Remake-Rechnung könnte aufgehen: Schließlich versammelt “LOL” jede Menge hübsche Jungstars vor der Kamera und liefert damit gleich eine ganze Schulkasse von Identifikationsfiguren für ein schwärmerisches Teenagerpublikum. Auch die Chemie zwischen Demi Moore und Miley Cyrus stimmt. Obwohl die beiden Stars vom Typ her kaum unterschiedlicher sein könnten, harmonieren sie prächtig miteinander und geben jederzeit ein überzeugendes Mutter-Tochter-Pärchen ab. Kleine Überraschung am Rande: Miley Cyrus entwickelt schauspielerische Qualitäten jenseits von Schmollmund und Püppchengesicht.
Neben den Stars sorgen auch die Nebendarsteller für gelungene Momente. Allen voran der schnuckelige und auch musikalisch versierte Brite Douglas Booth, der Mädchenherzen höher schlagen lassen dürfte, und die niedliche Ashley Hinshaw als Emily, die sich rettungslos in ihren Mathelehrer verknallt und für urkomische Einlagen sorgt.
Ansonsten hält sich die Gagdichte in “LOL” eher in Grenzen. Für eine Komödie gibt es recht wenig zu lachen, allenfalls ein paar Schmunzler sind drin. Ein Fehlgriff ist die Klassenreise nach Paris, die Lola endlich zur Frau machen soll: Hier wimmelt es von Klischees, die nicht nur peinlich, sondern verstörend sind. Verschrobene französische Gasteltern, die ihre debilen Kinder mit Schnecken, Kalbshirn und Wein füttern, machen einfach keinen Spaß. Es bleibt ein Geheimnis der französischen Regisseurin, warum sie ihr Land so deprimierend präsentiert.
Kinostart: 31. Mai; Regie: Lisa Azuelos, FSK: k.A.; Länge: 98 Minuten; Verleih: Constantin Film, Link: www.lol-movie.de