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OUR IDIOT BROTHER

OUR IDIOT BROTHER

Was passiert, wenn ein liebenswerter Spät-Hippie mit kindlicher Arglosigkeit das scheinbar geordnete Leben seiner drei Schwestern ins Chaos stürzt? Die Antwort gibt es ab 17. Mai, wenn Jesse Peretz nachdenkliche Familienkomödie „Our Idiot Brother“ in den deutschen Kinos startet.


Hippie Ned Rochlin (Paul Rudd) ist einfach zu gut für diese Welt. Da verkauft er aus lauter Menschenliebe einem uniformierten Polizisten Gras – und was ist der Dank? Er landet im Knast.

Dank seines sonnigen Gemüts wird Ned vorzeitig entlassen und kehrt gutgelaunt auf den gemeinsamen Bauernhof zu seiner Freundin Janet (Kathryn Hahn) zurück. Der Empfang ist unterkühlt: Janet hat sich in der Zwischenzeit einen neuen Lover angeschafft und fertigt den völlig perplexen Ned vor der Tür ab. Als Ned wenigstens seinen geliebten Golden Retriever Willie Nelson mitnehmen möchte, wird ihm das von Janet verwehrt.

Ned ist am Boden zerstört, packt seinen Rucksack und trottet in Bermuda-Shorts und rosa Crogs traurig davon. Bei seiner Mutter Ilene (Shirley Knight), auf Long Island, findet der Mittdreißiger erst einmal Unterschlupf. Sie ist überglücklich ihn wieder bei sich zu haben. Leider ändert es nichts daran, dass sie gern an ihm herumnörgelt. Beim wöchentlichen Dinner zu dem die ganze Rochlin-Sippe aus New York City anreist, sind alle von Neds Geschichte geschockt und bringen sehr viel Mitgefühl auf.

Die Geschwister machen aber auch ebenso viele Witze über ihren trotteligen Bruder. Selbst Übermutter Liz (Emily Mortimer) kann es sich nicht verkneifen. Sie ist mit ihrem Mann Dylan (Steve Coogan), einem versnobten Dokumentarfilmer mit großem Geltungsbewusstsein, ihrem siebenjährigen Sohn River (Matthew Mindler) und dessen kleiner Schwester Echo zu Gast.

Die zweite Schwester Miranda (Elizabeth Banks), eine ebenso ehrgeizige wie verspannte Redakteurin bei Vanity Fair, hat auch ihren ständigen Begleiter dabei: ihren Blackberry. Und die unkonventionelle Schwester Nr. 3 Natalie (Zooey Deschanel) hat ihre Freundin Cindy (Rashida Jones), eine bodenständige Anwältin, mitgebracht. Alle Geschwister bieten Ned ihre Hilfe an und machen ihm Vorschläge, wie er wieder auf die Beine kommt und vor allem seinen Hund wiedersehen kann. Kaum ist das Essen jedoch vorbei, rauschen sie zurück nach New York und überlassen Ned seinem Schicksal.

Der Spaß hat aber ein Ende, als Ned bei seinen Schwestern vor der Tür steht. Bei Liz löst er eine Ehekrise aus und auch das scheinbar geordnete Leben von Miranda und Natalie stellt er total auf den Kopf. Die drei Schwestern sind richtig genervt. So viel Arglosigkeit und bedingungslose Ehrlichkeit vertragen ihre Beziehungen und Freundschaften nicht. Der Bruder wird von Liz über Miranda an Natalie weitergereicht und stürzt ihr Leben wieder und wieder ins Chaos. Und ist natürlich, ganz klar, an allem schuld…

Die Familie – die Quelle für große Dramen, große Komödien und sehr vieler Filme. „Our Idiot Brother“ erzählt von drei hektischen Schwestern und ihrem gutgläubigen Bruder, der ungewollt ihr Leben ins Chaos stürzt. Die Komödie wurde von Regisseur Jesse Peretz in Zusammenarbeit mit seiner Schwester Evgenia Peretz, die als Redakteurin für Vanity Fair arbeitet sowie deren Mann, dem Dokumentarfilmer David Schisgall realisiert.

„Our Idiot Brother“ verbindet haarsträubende, aber trotzdem realistische Situationen mit spielerischen Beobachtungen über das moderne urbane Leben. „Wir fanden es toll, einen Film über erwachsene Geschwister machen“, erklärt Evgenia Peretz. „Und wir wollten einen Film drehen, der von Leuten in unserem Alter handelt, die in New York leben. Der Kern der Idee war, was passieren würde, wenn ein sehr offener, lockerer Typ in das Leben seiner drei Schwestern platzt, die auf ihre Art alle Alpha-Wesen sind.“

Aus dieser Kernidee entwickelte sich die Geschichte der Rochlin-Geschwister: Liz, Miranda, Natalie und Ned, der einzige Junge in der Familie. Die Schwestern haben alle das Elternhaus auf Long Island verlassen und verfolgen in New York City ihre Ziele: sei es eine Familie zu gründen, eine hochdotierte Karriere einzuschlagen oder den eigenen künstlerischen Ausdruck zu finden.

Paul Rudd („Dinner für Spinner“) verbindet wie kaum ein anderer Schauspieler jungenhaften Charme mit Slapstick-Komik und aufrichtigen Gefühlen. In den Rollen der drei ungleichen Schwestern überzeugen Emily Mortimer („Shutter Island“) als New Yorker Übermutter, Elizabeth Banks („72 Stunden – The Next Three Days“) als gefrustete Karrierefrau und Zoey Deschanel („500 Days of Summer“) als verwirrte Lebenskünstlerin. Die junge kalifornische Schauspielerin Zooey Deschanel erobert in Deutschland gerade mit der TV-Serie „New Girl“ die Herzen der Fernsehzuschauer. Produziert wurde die schräge Familienkomödie von Anthony Bregman und dem Erfolgsduo Peter Saraf und Marc Turtletaub („Little Miss Sunshine“).

Kinostart: 17. Mai 2012; Regie: Jesse Peretz; FSK: ohne; Länge: 90 Minuten; Verleih: Senator, Link: ouridiotbrother.senator.de

 

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