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Kinder brauchen Hilfe im digitalen Alltag

Kinder brauchen Hilfe im digitalen Alltag

Digitale Medien sind aktuell ein Brennpunkt. Das Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen verlagert sich zunehmend in soziale Netzwerke. Dort sind die Konsequenzen des Handelns viel weitreichender als früher auf dem Schulhof. Da bleibt für die Schule dann natürlich weniger Zeit. Die Lehrer müssen versuchen, die Begeisterung ins Klassenzimmer zu übertragen.

Die Aktionsplattform „Arge Digikids“ hat über die neuesten Erkenntnisse über das Verhältnis von Kindern und digitalen Medien informiert. Mithilfe von Studien, Workshops und Gesprächen versucht die Arge Digikids die Probleme zu eruieren und Lösungen zu erarbeiten.

Digitale Jugend
„Digitale Medien sind aktuell ein Brennpunkt. Das Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen verlagert sich zunehmend in soziale Netzwerke. Dort sind die Konsequenzen des Handelns viel weitreichender als früher auf dem Schulhof“, sagt Gundl Kutschera vom Institut Kutschera. Die Entwicklung, dass Kinder ihre Freizeit vermehrt mit digitalen Medien verbringen, ist inzwischen nicht mehr aufzuhalten. „Ich spiele pro Woche etwa 20 Stunden Playstation 3“, erklärt Alen Ganic, ein Schüler der Polytechnischen Schule. Andere Jugendliche wenden teilweise noch mehr Zeit für elektronischen Spaß auf.

„Da bleibt für die Schule dann natürlich weniger Zeit. Die Lehrer müssen versuchen, die Begeisterung ins Klassenzimmer zu übertragen. Jedes Fach kann ein Computerspiel sein, dann macht Lernen auch Spaß. Das soziale Miteinander müssen die Schüler aber auf klassische Art lernen. Hier könnten Pensionisten, die Zeit haben, vielleicht wertvolle Dienste leisten“, so Kuschera. Grundvoraussetzung für eine Verbesserung der Situation der Jugend ist größeres Verständnis vonseiten der Erwachsenen. Auch von der Politik wünschen sich Jugendliche angeblich mehr Online-Engagement und zwar ehrlich, nicht peinlich.

Essenzielle Fähigkeiten
„Die Kinder sind in die Technik hineingeboren. Sie wollen ihre Lebensart auch von Erwachsenen respektiert sehen und ihre Kompetenzen auch in der Schule nutzen. Dazu müssen Erwachsenen ihre Scheu vor der Technik ablegen und den Umgang damit erlernen. Auf Augenhöhe nehmen Jugendliche auch Rat an“, erklärt Digikids-Sprecherin Carina Felzmann von Cox Orange. In einigen Schulen wird schon versucht, diesen Wünschen Rechnung zu tragen. „Die technische Ausstattung bei uns ist gut, es gibt Lehrer, die sich auskennen“, erklärt etwa Felix Österreicher, Schüler des Wiener Goethe Gymnasiums.

Soziale Kompetenz ist im Umgang mit digitalen Medien essenziell. „Die Jugendlichen tragen das Offline-Verhalten ins Netz. Jugendliche aus bildungsfernen Schichten haben es deshalb schwerer“, so Felzmann. Um den Jugendlichen in den Schulen entsprechendes Wissen vermitteln zu können, befindet sich Digikids auch in einem Dialog mit der Pädagogischen Hochschule Wien, wo die Ausbildung künftiger Lehrer bereits auf die Herausforderungen der Zukunft zugeschnitten wird. Für ältere Lehrer und Eltern hilft nur der Wille, sich mit neuer Technologie zu beschäftigen.

„Dass die Bildung der Jugend sich den neuen Möglichkeiten und Herausforderungen der digitalen Welt anpasst, ist ein absolutes Muss. Wir müssen die nötigen Ressourcen jetzt investieren, oder die junge Generation wird morgen nicht mehr konkurrenzfähig sein. Unsere Aufgabe als Techniker ist vor allem, die Bedürfnisse der Nutzer zu berücksichtigen. Technik braucht die richtigen Rahmenbedingungen“, erklärt Helmut Leopold vom Austrian Institute of Technology.

Quelle: pressetext.com

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