PROJECT X
Drei Loser schmieden einen Plan, der sie zu den Stars der High School machen soll: Sie schmeißen die größte Party des Jahres. Alles mögliche und unmögliche, was bei so einer Party schief gehen kann, zeigt sich in “Project X” – Kinostart am 3. Mai.
Thomas (Thomas Mann), J.B. (Jonathan Daniel Brown) und Costa (Oliver Cooper) sind nicht gerade beliebt an ihrer High School. Zu Thomas’ Geburtstag beschließt Costa, die Party des Jahrhunderts zu schmeißen.
Sturmfrei hat das Geburtstagskind schonmal – jetzt muss nur noch die ganze Schule eingeladen werden. Dazu noch ein DJ, ein paar Jungs für die Security, etwas zu trinken und zu rauchen und schon kann’s losgehen.
Die Kumpel können ihr Glück kaum fassen, als am Abend dann tatsächlich nach und nach die gesamte Schule eintrudelt. Ausgelassen wird gefeiert – im Pool, im Haus, im Garten. Es kommt, wie es kommen muss und die Party läuft aus dem Ruder. Da landet Papas Mercedes im Pool, die Nachbarn rufen die Polizei und die Mädels laufen so gut wie nackt durch den Garten. Und das dicke Ende kommt erst noch.
“Project X” ist zweifellos kein anspruchsvoller Film. Schon nach der Eröffnungssequenz wird klar, was der Film am Ende bereithält. Dennoch muss in den folgenden anderthalb Stunden niemand einschlafen. Die Besucherzahlen am Startwochenende in den USA geben dem recht: Der Streifen landete trotz mieser Kritiken prompt auf Platz 2 der Kinocharts.
“Hangover”-Produzent Todd Phillips bleibt seinem Credo treu: Ein paar Kerle, die feiern bis zum umfallen – das ist Entertainment. Zwar reicht der neue Film nicht an die beiden “Hangover”-Kinoerfolge heran, doch wem die Thematik gefällt, der sollte “Project X” keineswegs auslassen.
Bemerkenswert ist die Kameratechnik, die über den gesamten Film eingesetzt wurde: Am Puls der Zeit und der “Youtube”-Generation erlebt der Kinozuschauer die Sause aus der Perspektive eines Freundes mit, der die ganze Story filmt. Inklusive Wacklern und heimlichem Filmen durch die Schlafzimmertür, versteht sich. Dass einem dabei manchmal etwas schwindelig wird auf der großen Leinwand, ist wohl nicht zu verhindern – that’s “Found Footage”.
Tatsächlich hat sich Regisseur Nima Nourizadeh bei diesem Projekt von einem wahren Ereignis inspirieren lassen. 2008 ließ es ein Teenager in Australien so heftig krachen, dass schließlich Polizeihubschrauber über seinem Elternhaus kreisten. Damit wurde der junge Mann zum Star auf Youtube.
Angeblich wird auch schon fleißig an einer Fortsetzung für “Project X” geschrieben. Was da noch so alles passieren soll, ist uns allerdings schleierhaft. In puncto “Feiern bis der Arzt kommt” und “ohne Rücksicht auf Verluste” lässt dieser Film nämlich nichts aus.
Kinostart: 3. Mai; Regie: Nima Nourizadeh; FSK: ab 16; Länge: 88 Minuten; Verleih: Warner Bros., Link: facebook.com/projectx.de