IM REICH DER RAUBKATZEN

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Familie und Freundschaft, Rivalität und Revierkämpfe, majestätische Löwen und pfeilschnelle Geparden: Vor der atemberaubenden Kulisse der afrikanischen Savanne fängt die am 19. April in den Kinos startende Naturdokumentation von Disneynature den aufregenden Alltag ihrer großen und kleinen Helden ein – und ihren täglichen Kampf ums Überleben.


Inmitten der Dürre des afrikanischen Kontinents liegt ein verborgenes Paradies. Hier leben mehr Tiere in freier Wildbahn als irgendwo sonst auf unserem Planeten. In diesem Reich herrschen die Raubkatzen, und sie verteidigen ihre Angehörigen mit Zähnen und Klauen. In dieser Welt Kinder großzuziehen – in einem gnadenlosen Lebensraum, ständig bedroht von mächtigen Feinden – ist kein leichtes Unterfangen. Hier gilt das Gesetz des Stärkeren.

Disneynature zeigt in diesem Abenteuer aus dem wahren Leben, das in mehr als zwei Jahren Drehzeit unter der Regie von Keith Scholey und Alastair Fothergill (“Unsere Erde”) entstanden ist, das Reich der großen Raubkatzen, wie man es noch nie zuvor gesehen hat.

In “Im Reich derRaubkatzen” stehen Familienbande im Mittelpunkt. Auch wenn die Lebensumstände in der Savanne außergewöhnlich sind, finden Mütter und Töchter, Väter und Brüder doch den Weg zueinander. Und ihre Geschichte – echte Dramatik, große Gefühle – könnte nicht mitreißender sein: “Ein guter Film braucht starke Figuren”, findet Regisseur Keith Scholey. “Raubkatzen sind lebhafte, einzigartige Protagonisten, die ein unglaublich aufregendes Leben führen: die geborenen Filmstars. Das war unsere Chance, einen ‘König der Löwen’ aus dem wirklichen Leben zu drehen, der Hollywood-Produktionen in puncto Gefühl, Witz und Action in nichts nachsteht.”

Das sind die Stars des Films:
Mara
ist ein neugieriges, sechs Monate altes Löwenjunges, das sehr an seiner Mutter Layla hängt. Am liebsten kuschelt und spielt es mit seiner Mutter, seinen Tanten und Cousinen, den “Powerfrauen” des Flussrudels. Layla ist eine stolze, kraftvolle Löwin, und Mara eifert ihrer Mutter nach. Doch sie muss möglichst schnell selbstständig werden: Eine Verletzung macht Layla schwer zu schaffen und sie droht buchstäblich den Anschluss zu verlieren. Wenn Mara sich nicht von ihrer Mutter löst, setzt sie ihre Zukunft aufs Spiel: “Vom Rudel zurückgelassen und isoliert zu werden, ist das Schlimmste für ein Löwenjunges”, weiß Keith Scholey. “Gleichzeitig ist die Mutter aber Maras stärkste Verbündete und Beschützerin – eine schreckliche Zwickmühle.”

Layla war die erfahrenste Jägerin unter den Löwinnen ihres Rudels, doch eine Verletzung hat sie ihrer Gewandtheit beraubt. Immer öfter hinkt sie dem Rudel hinterher. Doch sie bleibt eine Kämpfernatur. Ihre größte Sorge gilt ihrer Tochter Mara, und Layla wird alles tun, um der Kleinen einen festen Platz im Rudel zu sichern – und sie damit vor Kali und seinen Söhnen zu schützen.

“Ein typisches Löwenrudel besteht normalerweise aus drei bis vier Weibchen”, erklärt Scholey. “Wir haben festgestellt, dass jedes sein eigenes Temperament besitzt: Eine Löwin mag besonders kräftig und mutig sein, eine andere ängstlich, eine starke Jägerin oder eine gute Kindergärtnerin. Ist eine Löwin jedoch verwundet, kann sie ihre Aufgabe in der Gemeinschaft nicht mehr erfüllen.”

Fang ist der Anführer des Flussrudels. Sein kaputter Zahn ist nicht sein größtes Problem: Kali und seine Söhne warten nur auf eine günstige Gelegenheit, ihn vom Thron zu stoßen. Fang mag der Herr des Rudels sein, doch die Weibchen sind die wahre Stärke des Rudels. Verletzt und angeschlagen überlässt Fang seinem tapferen Team die Jagd und den Schutz der Gruppe. Doch obwohl die Löwinnen ihr Bestes geben, stellt der geschwächte Fang eine Gefahr für das ganze Rudel dar.

“Es ist immer ein kritischer Moment für das Rudel, wenn der alte König abgesetzt wird”, erläutert Scholey. “Das kommt nicht oft vor, aber wenn, dann geschieht es plötzlich und führt zu Aufruhr. Wir waren live dabei, als Kali gegen Fang antrat, und das war wirklich dramatisch.”

Kali ist ein kräftiger, angriffslustiger Löwe, der das Rudel am nördlichen Flussufer anführt. Kali und seine Söhne sind es leid, sich auf ein fest abgestecktes Revier zu beschränken, und suchen das Flussrudel immer wieder heim, um sich mit Fang zu messen und eines Tages seine Stelle einzunehmen. Mara, Layla und auch Sita müssen es mit Kali aufnehmen, um ihre Familien zu retten.

“Kali ist der Schurke in ‘Im Reich der Raubkatzen'”, sagt Keith Scholey. “Er ist ein majestätischer Löwe mit schwarzer Mähne, der Maras Rudel übernehmen will. Ein wunderschönes Tier – unser sexy Bad Boy sozusagen. Aber er hat keine guten Absichten. Für Mara und Sita ist er der Feind.”

Sita ist eine robuste, ausgewachsene Gepardin. Als alleinerziehende Mutter wird sie alles tun, um ihre neugeborenen Jungen zu beschützen. Das stellt sie vor ein echtes Dilemma: Einerseits muss sie ihre Jungen regelmäßig allein lassen, um auf die Jagd zu gehen. Andererseits müsste sie stets zur Stelle sein, um Löwen, Hyänen oder auch Gepardenmännchen abzuwehren. Jeden Tag legt sie viele Kilometer zurück und kehrt erst bei Sonnenuntergang zurück, um ihre Jungen zu säugen. Die Beutesuche wird Sita und ihre Familie schließlich aus ihrer Höhle treiben und auf den gefährlichen Weg durch Kalis Revier führen.

“Für die Tiere in unserem Film geht es jeden Tag um Leben und Tod”, betont Scholey. “Sie müssen so viele Hindernisse bewältigen. Ein Gepard ist schnell, aber nicht besonders stark. Doch Sita sieht sich mit anderen Großkatzen wie Löwen oder Hyänen konfrontiert. Eine einzige Hyäne wiegt dreimal so viel wie ein Gepard. Noch dazu rotten sie sich zu Meuten von einem Dutzend oder noch mehr Exemplaren zusammen. Gerade angesichts solcher Bedrohungen kann man beachtliche Courage, unglaubliche Widerstandsfähigkeit und Willenskraft beobachten. Sitas Geschichte erzählt von großem Mut im täglichen Kampf ums Überleben.”

Sitas Junge sind goldige, verspielte Kätzchen, die noch nichts ahnen von den vielen Gefahren, die sie umgeben. Als sie größer werden, wird schnell klar, dass sie den Mumm ihrer tapferen Mutter geerbt haben. Sich mit einer ausgewachsenen Gepardin anzulegen, ist allerdings nicht ratsam.

Das “Casting” gestaltete sich recht kompliziert, zumal die Regisseure weder Einfluss auf die Handlung noch auf ihre Helden nehmen konnten. Die Filmemacher mussten auf ihr fundiertes Fachwissen über Afrika, seine Spezies und ihren Lebensraum bauen, um ihre “Stars” zu finden. “Wir wollten die spannendsten Geschichten verfolgen”, erzählt Regisseur Alastair Fothergill. “Die Tiere für den Film auszuwählen, war unsere schwierigste Aufgabe. Denn sobald wir uns auf ein Muttertier festgelegt hatten, mussten wir natürlich für die Dauer der gesamten Dreharbeiten an ihm dranbleiben. Unsere Gepardin zum Beispiel musste reif, aber auch beherzt sein, damit ihre Jungen überhaupt eine Überlebenschance haben. Im Fall der Löwen suchten wir ein Rudel, das sich gerade im Umbruch befindet”, fährt Scholey fort. “So würde sich von ganz allein eine spannende Geschichte ergeben. Das Flussrudel erfüllte alle Anforderungen.”

In spektakulären, nie gesehenen Bildern zeigt “Im Reich der Raubkatzen” ein episches Abenteuer aus dem wilden Herzen Kenias – eine ungezähmte Welt und ein bedrohtes Paradies. In der deutschen Fassung übernimmt Schauspieler und Synchronsprecher Thomas Fritsch den Part des Erzählers. Ob es an den Vorgaben des Originals mit Samuel L. Jackson als Sprecher liegt, oder ob es der Tatsache geschuldet ist, dass hier ein Film auch für die kleinsten unter den Zuschauern entstehen sollte, ist fraglich – die getragene Art, mit der Fritsch diesen Film in Worten begleitet, ist leider streckenweise so einschläfernd, dass der Zuschauer sich vorkommt, wie in einem Film, der in einem Deutschkurs für Anfänger gezeigt wird. Da könnten auch die Kleinen ein wenig mehr Temperament vertragen.

Kinostart: 19. April; Regie: Alastair Fothergill, Keith Scholey; FSK: ab 6 Jahren; Länge: ca. 93 Minuten; Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany; Link: disney.de/disneynature/filme/raubkatzen  

© Disney Enterprises

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