Rund 25 Prozent der deutschen Jugendlichen machen aktiv Musik. Im Bereich der non-medialen Freizeitaktivitäten ist aktives Musizieren für junge Menschen interessanter als Einkaufsbummel, Partys und der Besuch einer Disco.
Das teilte der Branchenverband der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche SOMM – Society Of Music Merchants e. V. auf Basis einer repräsentativen Studie des mpfs im Rahmen der Frankfurter Musikmesse mit. Laut aktueller Jim-Studie 2011 (Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest, mpfs) macht jeder vierte Jugendliche (24%) selber Musik, sei es durch das Spielen eines Instruments oder die Mitwirkung in einem Chor.
“Vergleicht man die aktuellen Werte mit denen der JIM-Studie aus 2005, haben die Werte wie Ausruhen, Familienunternehmungen und selbst Musik machen trotz steigender Internetnutzung um ein Viertel zugenommen. Diese Entwicklung stimmt uns positiv, obwohl die Situation von ausfallendem oder fachfremd erteiltem Musikunterricht an deutschen Schulen besorgniserregend ist. Der Grundstein für ein Musikinteresse und/oder eine Musikerkarriere wird in der Grundschule gelegt. Der Einfluss in der Schule ist meistens erheblich größer als der Einfluss direkter familiärer Bezugspersonen” sagte Daniel Knöll, SOMM-Geschäftsführer in Frankfurt.
Aktives Musizieren platziert sich im Ranking der non-medialen Freizeitaktivitäten auf dem fünften Platz nach den Aktivitäten “Mit Freuden Treffen”, “Sport” “Ausruhen, nichts tun”, “Familienunternehmungen” aber vor “Malen, Basteln”, “Sportveranstaltungen besuchen”, “Partys” und “Disco”.
Jedoch nehmen mit zunehmendem Alter das eigene musikalische Engagement sowie Familienunternehmungen ab. Auf Basis dieser Erkenntnis hat der Branchenverband eine aktuelle Kampagne “Tu es, bevor es zu spät ist” ins Leben gerufen.