Familienleben

Hilfe, wir machen einen Osterspaziergang!

Hilfe, wir machen einen Osterspaziergang!

Es ist Ostern, die Familie ist mehr oder weniger ausgeschlafen am Frühstückstisch vereint und draußen scheint – wider Erwarten – die Sonne. Was liegt da näher als nach einem ausgedehnten Osterfrühstück auf Ostereiersuche zu gehen? Natürlich halten sich die lieben Kleinen dafür schon viel zu erwachsen – so lässt man es halt in eine Ostereierschnitzeljagd ausarten!


Auf den elterlichen Vorschlag, nach dem Osterfrühstück den traditionellen Osterspaziergang anzutreten, folgt selbstverständlich nur mitleidiges Lächeln. Rumhängen – chillen – oder ähnliche bewegungsfeindliche Aktivitäten sind da viel angesagter. Bevor das Osterfest also zu einer Fressarie à la Weihnachten verkommt, ergreift die Mutter den Korb mit den Schokoladeneiern, erwirkt sich durch den Überraschungsmoment „Ich gehe jetzt los, und ihr müsst mich finden! Folgt der Eierspur!“ einen zeitlichen Vorsprung – und hofft bald inständig, dass sich das Ganze nicht zur größten Blamage in ihrem Leben entwickelt.

Denn es erfordert schon etwas Mut, allein mit einem Korb bunter Eier im muffigen Hasenkostüm durch einen bewohnten Stadtteil zu strolchen. Und was ist, wenn die sorgsam platzierten „Gelege“ von anderen frei herum laufenden Kindern aufgestöbert werden? Oder sich gar ein Hund der Früchte dieses heidnischen Brauches erfreut?

Aber wofür hat man schließlich ein Handy! Ein kurzer Anruf genügt und schon sitzt die Familie in der S-Bahn zu den ländlich idyllischen Randgemeinden der Stadt – spätestens jetzt haben sowieso alle Mitleid mit der etwas überspannten Mutter und wollen sie einfangen, bevor es die Herren mit den weißen Kitteln tun.

Die „Osterhasen-Mama“ hat derweil mit einer geglückten Mischung aus sichtbar platzierten Eiern und einem gewissen Anspruch ans Handycap zu kämpfen – schließlich sind die Kinder schon größer und brauchen die Herausforderung. Leider kann der schon etwas marode Körper der Mutter dem nicht ohne körperliches Leid gerecht werden. Das wird aber sogleich entschädigt durch den Anblick des wahren Osterhasen, der sich auf einer Waldlichtung einem kurzen Sonnenbade widmet – allerdings nur bis zu jenem Moment, da sich die laut plappernde Familie dort einfindet.

Und – oh Wunder – sie haben den etwas anderen Osterspaziergang genossen und erzählen nun auf dem Rückweg Schokolade kauend von ihren Erlebnissen – der Weg ist eben das Ziel! Auch wenn die Mutter nun gestützt werden muss und sich dank Hexenschuss in den kommenden zwei Tagen nicht mehr rühren kann:

FROHE OSTERN!


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