DAS HAUS DER KROKODILE

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Ein dunkles Herrenhaus, rätselhafte Spuren, ein spannendes Abenteuer und eine ordentliche Portion Gänsehaut: Ob Buch oder Serie – “Das Haus der Krokodile” war nicht nur “Hitchcock für Kinder”, sondern zählt für viele Erwachsene zu den prägendsten Geschichten ihrer Jugend. Der am 22. März in den Kinos startende Film “Das Haus der Krokodile” ist eine sehr gelungene Hommage an dieses Werk. Logisch, dass der frühere Hauptdarsteller Thomas Ohrner nicht fehlen darf – diesmal in der kurzen Gastrolle als Viktors Vater.

Viktor Laroche (Kristo Ferkic) ist mit seiner Familie gerade erst in das Haus seines alten Onkels (Dieter Schaad) gezogen, der nun in einem Altersheim lebt. Ausgerechnet jetzt lassen ihn sein Vater (Thomas Ohrner) und seine Mutter (Katja Weitzenböck) mit den beiden älteren Schwestern alleine: Louise (Vijessna Ferkic), die Älteste, findet der elfjährige Viktor noch ganz okay. Da sie aber ständig im Krankenhaus arbeitet, hat sie kaum Zeit für ihn. Cora (Joanna Ferkic) hätten die Eltern seines Erachtens allerdings gern mitnehmen können, denn von ihr ist Viktor nur genervt.

Viktor bleibt sich also mehr oder weniger selbst überlassen. Sehnsüchtig schaut er anderen Kindern beim Spielen zu, traut sich aber nicht, sie anzusprechen. Stattdessen verbringt er seine Zeit in dem alten geheimnisvollen Haus: Die Wohnung ist zum großen Teil noch mit Onkel Gustavs Sachen eingerichtet. Mit wachsendem Interesse wandert er durch die Räume, die mit afrikanischen Artefakten, düsteren Masken, ausgestopften Tieren, antiken Waffen und Fotos von der Großwildjagd in Afrika dekoriert sind. Viktor stöbert durch die schaurig-schönen Dinge aus einer anderen Welt und entdeckt zwischen verstaubten Umzugskartons ein kleines, ausgestopftes Krokodil mit leeren Augenhöhlen.

Plötzlich erstarrt Viktor mit schreckgeweiteten Augen vor einem großen Spiegel: Hinter ihm huscht eine dunkle Gestalt durch die Wohnung. Ein Einbrecher, ein Geist? Viktor beginnt panisch nach ihm zu suchen. Dabei stößt er im “verbotenen Zimmer”, dem ehemaligen Arbeitszimmer des Onkels, auf das Tagebuch von Cäcilie (Elena Oechsner). Sie war die Tochter des Onkels, die als Kind bei einem mysteriösen Sturz ums Leben kam. Fasziniert blättert Viktor durch das Buch und folgt Cäcilies rätselhaften Hinweisen durch die Villa. Für ihn ist klar: Hinter Cäcilies Tod steckt ein Geheimnis und er wird dieses düstere Rätsel lösen.

Dabei macht ihm die seltsame Frau Debisch (Gudrun Ritter) von nebenan mit ihrem Sohn Friedrich (Christoph Maria Herbst) ständig einen Strich durch die Rechnung. Und auch der zwielichtige Nachbar Strichninsky (Waldemar Kobus) benimmt sich merkwürdig. Haben sie etwas mit Cäcilies Tod zu tun? Und was hat es mit den Erzählungen von Onkel Gustavs Freund Herrn Opitz (Uwe Friedrichsen) über die aufregenden Zeiten in Afrika mit gefährlichen Schmuggelgeschäften auf sich?

Regie bei dem spannenden Kinder-Krimi führte das bewährte Regie-Duo Cyrill Boss und Philipp Stennert (“Neues vom Wixxer”). Die jugendlichen Hauptrollen in der Verfilmung der legendären 70er-Jahre-TV-Serie “Das Haus der Krokodile”, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Helmut Ballot (erschienen im Vandenberg Verlag), sind mit tatsächlichen Geschwistern besetzt: Kristo Ferkic (“Henry IV”) als Viktor sowie Joanna und Vijessna Ferkic (“Die Pfefferkörner”, “Krimi.de”) als Cora und Louise. In weiteren Hauptrollen spielen u.a. Gudrun Ritter (“Boxhagener Platz”), Uwe Friedrichsen (“Schuld und Unschuld”), Waldemar Kobus (“Wickie auf großer Fahrt“) und ein zwielichtiger und gar nicht so komödiantischer toller Christoph Maria Herbst (“Stromberg”).

Als Viktor in der ARD-Serie “Das Haus der Krokodile” gilt Thomas Ohrner als großer Serien-Held der 1970er Jahre. Pünktlich zum Sendebeginn vom Spielen wieder zuhause zu sein – das war für viele Kinder ein Muss und die erste Begegnung mit dem Unheimlichen. Als Aushängeschild und Gesicht der Serie verband man mit Thomas Ohrner den heimlichen Wunsch, als Kind einem echten Verbrechen auf die Spur zu kommen. So wird die Besetzung Thomas Ohrners in der Rolle von Viktors Vater nicht nur die Erinnerung an die damalige Serie wieder hervorrufen, sondern auch alte Sentimentalitäten an eine Zeit wecken, wo Kinderfernsehen fast ausschließlich mit echten Schauspielern gemacht wurde. 

Kristo Ferkic gilt als neues Ausnahmetalent unter den Kinderstars. Der 1998 geborene Hamburger trat im Vergleich zu Thomas Ohrner zwar erst mit sechs Jahren in der TV-Serie “Die Rettungsflieger” zum ersten Mal vor die Kamera,  muss sich aber vor diesem Vorbild nicht verstecken. Ob in der tierischen Serie “Unser Charly”, dem Fernsehfilm “Die Kinder von Blankenese” oder in der internationalen Produktion “Henri IV” – Kristo Ferkic überzeugt die Branche derzeit mit kindlich-natürlicher Spielweise fern jeder Allüren und Berührungsängste. So auch Regisseur Philipp Stennert und Produzent Christian Becker, die Kristo Ferkic beim Casting aus 250 Jungen für die Hauptrolle in “Das Haus der Krokodile” wählten.

Kinostart: 22. März; Regie: Cyrill Boss, Philipp Stennert; FSK: ab 6 Jahren; Länge: 90 Minuten; Verleih: Constantin; Link: dashausderkrokodile.de


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