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YOUNG ADULT

YOUNG ADULT

Mavis Gary hat es aus der Provinz in die Großstadt geschafft. Als Jugendbuchautorin ist sie mehr oder weniger erfolgreich, der richtige Mann an ihrer Seite fehlt jedoch seit ihrer Scheidung. Als sie erfährt, dass ihre Highschool-Liebe sein erstes Kind bekommen hat, macht sie sich auf in die alte Heimat, um den Ex mit allen Mitteln zurückzuerobern – ab 23. Februar im Kino.

Mavis Gary (Charlize Theron) schreibt als Ghostwriter in der Jugendbuchreihe „Young Adult“ aus der Perspektive des beliebtesten Mädchens der Highschool – denn das Wesen dieses Charakters kann die hübsche Blondine nur zu gut nachvollziehen. War sie doch zu ihren Schulzeiten selbst der Mittelpunkt auf dem Pausenhof. Dabei immer an ihrer Seite war – wie sollte es anders sein – Schönling und Football-Spieler Buddy Slade (Patrick Wilson).

Als Mavis, die nach der Highschool im Gegensatz zu ihren Mitschülern den Sprung in die Großstadt geschafft hat, von Buddys erstem Baby erfährt, ist sie plötzlich wie besessen. Besessen von der Idee, ihren ach so perfekten Ex zurückzuerobern – koste es, was es wolle.

Gesagt, getan: die neurotische Alkoholliebhaberin klemmt sich hinters Steuer und fährt aufs Land, in die Kleinstadt, in der sie aufgewachsen ist. Dort angekommen, ruft sie sofort ihre alte Flamme an und schmeißt sich ordentlich in Schale, um dem Familienvater zu zeigen, was er verpasst hat.

In einer Bar begegnet sie auf ihrem Feldzug ihrem ehemaligen Mitschüler Matt Freehauf (Patton Oswalt). Doch wie das so ist mit den beliebten Mädchen, erinnert sich Mavis zunächst rein gar nicht an den pummeligen Ex-Kameraden. Doch irgendwann dämmert ihr, wer der wenig attraktive Außenseiter ist, und nach etlichen Drinks weiht sie ihn in ihre Eroberungspläne ein. Der hält das Ganze für eine Schnapsidee, bleibt aber an Mavis dran – man(n) weiß ja nie, was dabei für einen abfallen könnte.

Es kommt wie es kommen muss und Mavis begegnet Buddys aalglatter Ehefrau Beth (Elizabeth Reaser), die für die Großstadt-Blondine nur Mitleid übrig hat. Mavis muss erkennen, dass man mit zunehmendem Alter, einem coolen Job und einer Wohnung in der Großstadt nicht unbedingt erwachsener wird als ein stinknormaler Kleinstadtbürger.

Was „Young Adult“ uns sagen will, ist ein großes Rätsel. Zunächst scheint es sich um eine nette Komödie zu handeln. Frau, attraktiv, erfolgreich, in der Midlife-Crisis, wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und trauert ihrer Highschool-Zeit nach. Aber Mavis Gary scheint mehr als nur das naive Blondchen zu sein. Ihre Zwangsneurosen, ihr übermäßiger Alkoholkonsum, ihre düsteren Momente – all das lässt darauf hoffen, dass sich da irgendwo noch ein starker, interessanter Charakter versteckt. Zumal Mavis hier immerhin von Oscar-Preisträgerin Charlize Theron dargestellt wird, die eher für Charakterrollen als Chick Flicks bekannt ist.
Doch die Hoffnung ist vergebens. Es wird zwar immer wieder an der Oberfläche von Mavis‘ scheinbar sehr komplexer Psyche gekratzt, doch was darunter liegt, werden wir wohl niemals erfahren.

Der Film ist weder wirklich lustig, noch wirklich tiefgründig und dramatisch. Regisseur Jason Reitman, der für Filme wie „Juno“ oder „Up in the air“ bekannt ist, hat sich hier wohl an ein Experiment herangewagt. So bleibt es mehr oder weniger dem Zuschauer überlassen, ob er sich mit der Geschichte über eine Frau zufrieden gibt, die emotional immer noch nicht erwachsen ist und ihrer Jugend nachhängt – der glücklichsten Zeit ihres Lebens.

Kinostart: 23. Februar; Regie: Jason Reitman; FSK: noch nicht bekannt; Länge: 94 Minuten; Verleih: Paramount; Link: youngadult-derfilm.de

 

Kommentare anzeigen (4)

4 Comments

  1. Luluprima

    5. März 2012 in 11:14

    Es gibt solche Menschen wirklich, aber die ich kenne sind eher männlich…große Jungen halt!!

  2. Martina

    5. März 2012 in 14:09

    Ja, ich kenne auch eher männliche, die so sind.

  3. Pummelweib

    5. März 2012 in 17:45

    Männer sind eindeutig die „größeren“ Kinder und benehmen sich teilweise auch so *grins*.

  4. Pingback: Gewinnspiel: "Young Adult" auf DVD | Absolut Familie

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