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GEFÄHRTEN

GEFÄHRTEN

Eine originelle Art der Erzählung von Kriegsgeschichte: Ein Pferd verbindet Schicksale von Männern und Nationen. In Steven Spielbergs mehrfach für den Oscar nominiertem Drama „Gefährten“ gibt es viele Eindrücke aus der Sicht unterschiedlicher Figuren zu bestaunen – ab 16. Februar im Kino.

Europa steht kurz vor dem Ersten Weltkrieg, als der Engländer Ted Narracot (Peter Mullan) bei einer Auktion einen jungen Hengst ersteht. Seiner Frau Rosie (Emily Watson) sagt das neue Familienmitglied gar nicht zu. Zum einen, weil die Bauernfamilie gar kein Geld für ein solches Pferd hat, zum anderen, da der feurige Hengst zu ungestüm ist, um einen Pflug zu ziehen. Doch Albert (Jeremy Irvine), der Sohn der Familie, freundet sich sofort mit „Joey“ an. Der Bursche macht sich an die Arbeit und trainiert das unerfahrene Pferd. Denn wenn die Investition kein Geld einbringt, muss sie logischerweise wieder verkauft werden. Tatsächlich gelingt es Albert, den Hengst zum Pflügen zu bringen. Er darf seinen neu gewonnenen Freund behalten.

Bis der Krieg ausbricht. Alle gesunden Männer werden eingezogen, die Pferde werden von der Armee aufgekauft. Die beiden Freunde müssen sich trennen. Damit beginnt Joeys Odyssee durch den Weltkrieg.

Zunächst als tapferer Begleiter eines englischen Kavallerieoffiziers, der sofort von dem kräftigen Pferd beeindruckt ist. Als der Offizier fällt, sucht Joey das Weite. Und findet die deutschen Truppen. Hier dient er einem jungen Soldaten als Gefährte. Doch auch dieser gerät vor einen Gewehrlauf, weil er desertiert. So landet der mittlerweile vom Krieg gezeichnete Hengst bei einem französischen Mädchen, das durch das wundersame Pferd ihren Lebenswillen zurückerlangt. Schließlich wird das kostbare Pferd wieder von den deutschen Truppen entdeckt.

Inzwischen tritt Albert seinen Dienst an. Er hofft darauf, seinen alten Freund wiederzufinden. Doch an der Front angekommen, gerät er unter Beschuss. Es beginnt ein erbitterter Überlebenskampf. Auch für Joey, der nun als Nutztier der Deutschen sehr viel ertragen muss.

Der auf dem Roman „Schicksalsgefährten“ von Michael Morpurgo basierende Film ist großes Gefühlskino aus der Hand eines Meisterregisseurs. Steven Spielberg zeigt sich auf der Höhe seines Könnens: Actionszenen, stille Momente, kleine Beobachtungen und große Dramen verschmilzt er zu einem überwältigenden Bilder-Fluss. Ein visuelles und dramaturgisches Glanzstück, das weder Emotionen noch Grausamkeiten scheut.

Grandiose Bilder eines Pferdes, das über Schlachtfelder eilt, durch Wälder galoppiert sowie einem Artilleriebeschuss auf spektakuläre Weise entkommt, bringen den Zuschauer zum Staunen. Zwischenmenschliche Tragödien, Erfolge und Niederlagen auf dem Schlachtfeld und großartige Schauspieler lassen das Publikum mitfühlen und reißen es mit.

Steven Spielberg wird seinem Ruf als Kinomagier auch bei diesem Projekt gerecht. An den überwältigenden Eindrücken dieses Films kann man sich kaum sattsehen. Ein echter Hingucker, zu Recht nominiert für sechs Oscars.

Kinostart: 16. Februar; Regie: Steven Spielberg; FSK: ab 12; Länge: 140 Minuten; Verleih: Walt Disney; Link: www.gefährten-derfilm.de

 

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