Familienleben

Tipps rund ums Rodeln: Mit Kindern sicher im Schnee

Tipps rund ums Rodeln: Mit Kindern sicher im Schnee

Rodeln bringt viel Spaß – solange alles gut geht. Laut der österreichischen Organisation „Große schützen Kleine“ stehen Rodelverletzungen an dritter Stelle aller Sportunfälle im Kindesalter. Die DVAG gibt Tipps, worauf Eltern für einen unbeschwerten Schlittenspaß achten sollten. Und es gibt – passend zur Urlaubszeit – eine Übersicht der besten Rodelbahnen Europas.

Jeder dritte Sportunfall bei Kindern passiert beim Rodeln. Die DVAG gibt Versicherungs- und Service-Tipps für unbeschwerten Schlittenspaß:

Rodeln bringt riesig viel Spaß – solange alles gut geht. Und dafür sind nicht zuletzt die Erwachsenen verantwortlich. Die Organisation „Große schützen Kleine“ hat die Folgen von Rodelunfällen untersucht: Betrachtet nach der Unfallschwere stehen Rodelverletzungen an dritter Stelle aller Sportunfälle im Kindesalter.

Darum rät die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) Eltern dazu, ihre Kinder für alle Arten von Verletzungen und Unfällen auf der Rodelbahn ausreichend zu versichern und sie in punkto Ausrüstung und Verhaltensregeln verantwortungsbewusst zu begleiten. „Eine Fehleinschätzung der Geschwindigkeit, übersehene Hindernisse und Kontrollverlust können zu schwerwiegenden – auch irreversiblen – Verletzungen führen und sogar weitere Personen folgenschwer in den Unfall verwickeln“, warnen die Finanzberater. Die Tipps der DVAG helfen Eltern, die richtige Vorsorge zu treffen.

Unfallversicherung
Verletzen sich die Kinder beim Rodeln, greift in der Regel nicht die gesetzliche Unfallversicherung; Freizeitunfälle sind darüber nicht abgesichert. „Die gesetzliche Unfallversicherung haftet nur, wenn den Kindern auf ihrem direkten Schulweg etwas zustößt“, so die Vermögensberater der DVAG. Damit die Kinder in jeder Situation – und
nicht nur auf dem Schulweg – geschützt sind, übernimmt beispielsweise eine private Unfallversicherung der Eltern, die den Schutz für die gesamte Familie einschließen kann, die Kosten.

Noch umfassender sind die Kinder allerdings über eine private Kinderinvaliditätsversicherung geschützt. Hierbei ist das Kind nicht nur abgesichert, wenn eine Invalidität durch einen Unfall, sondern auch wenn sie durch eine Krankheit verursacht würde. „Man möchte es sich eigentlich gar nicht vorstellen – aber wird das eigene Kind unerwartet invalid, ändert sich das Leben für die ganze Familie von einem Tag auf den anderen. Für den Fall ist es gut, wenn ausreichend Geld vorhanden ist, um die entsprechenden Maßnahmen zu finanzieren“, sagen die Vermögensberater der DVAG.

Haftpflichtversicherung
Wenn Kinder den Berg runterrodeln und andere dabei verletzen, greift die Haftpflicht der Eltern. „Die private Haftpflichtversicherung zählt grundsätzlich zu den wichtigsten Versicherungen. Sie trägt die Kosten, wenn ein Versicherungsnehmer einer anderen Person Schaden zufügt“, sagen die Experten der DVAG. Besteht kein privater Haftpflichtschutz, kann es für den Verursacher schnell sehr kostspielig werden und mitunter auch den finanziellen Ruin bedeuten – wenn zum Beispiel der Betroffene gesundheitlich dauerhaft beeinträchtigt ist.
Achtung: Kinder unter sieben Jahren haften grundsätzlich nicht für Schäden, die sie anderen zufügen. In diesem Fall haften die Eltern, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

Auslandsreisekrankenversicherung
Wer in ein Wintersportgebiet außerhalb Deutschlands reist, sollte eine Auslandsreisekrankenversicherung haben: Auch wenn in anderen EU-Ländern über die gesetzliche Versicherung der Schutz greift und die Behandlungskosten übernommen werden, sind die ärztlichen Leistungen nur beschränkt. „Kommt es auf der Rodelbahn zu einem schwereren Unfall, sind zum Beispiel die Kosten für die Bergung an dem Unfallort sowie die entsprechende ärztliche Behandlung durch die private Auslandsreisekrankenversicherung abgedeckt“, so die Vermögensberater der DVAG. „Die anfallenden Kosten für einen Rücktransport in die Heimat beispielsweise müssten ansonsten aus eigener Tasche bezahlt werden.“

Detaillierte Informationen zu diesen und weiteren Rodelbahnen finden Sie hier
Infokästen: DVAG und ADAC

Kommentare anzeigen (1)

1 Kommentar

  1. LeonieM

    3. Juni 2013 in 14:01

    Ein sehr schöner Artikel. Oftmals ist nämlich genau das das Problem. Der Großteil der Eltern denken, dass die meisten Unfälle in der Schule oder in der Kindertagesstätte passieren und somit eine gesetzliche Unfallversicherung Kinder ausreicht. Dem ist jedoch leider nicht so. Sei es im Sportverein, beim Spielen auf dem Spielplatz oder wie hier bereits beschrieben, beim Rodeln. Rund 70 Prozent der Kinderunfälle geschehen in der Freizeit. Da hier die gesetzliche Kinderunfallversicherung nicht mehr haftet, ist es oft von großem Nutzen eine private Unfallversicherung für sein Kind abgeschlossen zu haben.

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