Cyber-Mobbing an Schulen: Wissenschaft will Fakten

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Soziale Netzwerke wie Facebook und SchülerVZ dienen nicht nur dem Informationsaustausch unter Freunden, sie werden auch gezielt als Mobbing-Plattform genutzt. Viel Eltern und Lehrer reden drüber, aber kaum jemand weiß, was in den digitalen Welten der Kinder und Schüler wirklich passiert. Eine wissenschaftliche Untersuchung zum Thema Cyber-Mobbing an Schulen will jetzt Spekulationen durch harte Fakten ersetzen.

An mehreren Dutzend Stuttgarter Schulen werden die Forscher des Fachgebiets Kommunikationswissenschaft der Universität Hohenheim demnächst drei Jahre lang anonyme Befragungen durchführen. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, Strategien im Kampf gegen Cyber-Mobbing für die Schul- und Jugendarbeit zu entwickeln. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit 250.000 Euro.

Studienleiter Thorsten Quant bemängelt, dass s bisher kaum gesicherte Erkenntnisse zum Thema gebe: “Die öffentliche Diskussion über Cybber-Mobbing ist geprägt von Stereotypen und vorschnellen Urteilen.” Auch die Forschung hat laut Quant das Thema bislang übersehen.

Bereits die kleine Vorstudie verdeutlichte, dass das Phänomen Cyber-Mobbing bei weitem keine Seltenheit mehr ist. Über ein Fünftel der 409 befragten Schüler an zwei Schulen im Großraum Stuttgart gaben an, schon einmal persönliche Erfahrungen mit den digitalen Angriffen gemacht zu haben. Besonders häufig gemobbt werden Mädchen und Schüler unterer Klassenstufen, die Verursacher sind dagegen häufig gut integrierte Kinder aus der Mitte der Klasse, ergab die Voruntersuchung.

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Über Thomas Meins

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