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DIE MUPPETS

DIE MUPPETS

Applaus für das Comeback der Muppets! Die bunte Truppe schlägt sich in ihrem neuen Kinofilm besser denn je. Verantwortlich für den gelungenen Auftritt ist ein menschlich-tierisches Brüderpaar, das Kermit, Miss Piggy und Co. den Weg auf die Showbühne ebnet (Kinostart: 19. Januar).


Die Muppets waren eigentlich mausetot. Zumindest jüngere Kinozuschauer dürften mit dem Kult um die frechen Puppen aus der in den 70er- und 80er-Jahren ungemein erfolgreichen TV-Serie wenig anzufangen wissen. Die sieben vorangegangenen Leinwandausflüge der Rampensäue um Frosch Kermit und die Diva Miss Piggy waren stets eine Enttäuschung.

Dennoch wagte Disney, die bunte Truppe wiederzubeleben. Konnte eigentlich nur schiefgehen, oder? Das Gegenteil ist der Fall: „Die Muppets“ ist rundum gelungene Kinounterhaltung – witzig, musikalisch, verrückt. Schlüssel zum Comeback der Muppets ist ein genialer Kunstgriff, der sowohl alte Fans als auch ein unvorbereitetes Publikum begeistern wird.

Hinter dem Kniff steckt Hauptdarsteller und Drehbuchautor Jason Segel („Nie wieder Sex mit der Ex“). Er dachte sich die Geschichte um den größten Muppet-Fan aller Zeiten aus: Muppet Walter und sein menschlicher Bruder Gary (Jason Segel) sind unzertrennlich. Aber während Gary wächst und allmählich zum jungen Mann heranreift, bleibt Walter ziemlich klein. Walter ist eben ein wenig anders als die anderen.

Klar, dass die tierischen Stars der Muppet-Show seine absoluten Helden sind. Sein größter Traum: endlich mal Kermit, Piggy, Fozzie Bär und Co. leibhaftig begegnen. Seine Stunde schlägt, als Gary mit seiner Verlobten Mary einen Urlaub in Los Angeles plant. Walter muss mit, schließlich haben die Muppets ihr Studio in Hollywood! Vor Ort ist die Enttäuschung groß. Das Studio ist heruntergekommen, die Show schon lange abgesetzt.

Zufällig bekommt Walter mit, dass ein gieriger Investor das Gelände plattmachen will, um dort Öl zu fördern. Zwei Wochen bleiben den Muppets noch, zehn Millionen Dollar aufzutreiben und das Studio wieder aufzumöbeln, sonst rückt die Abrissbirne an. Walter handelt: Er versucht die Muppets zusammenzutrommeln, um die Show zu retten. Aber seine Helden sind in alle Himmelsrichtungen verstreut. Kermit hat sich in seiner Beverly-Hills-Villa verschanzt, Miss Piggy ist inzwischen Chefredakteurin der französischen Vogue und Gonzo betreibt einen Sanitärgroßhandel.

Vom ersten Moment an schließt man diesen kleinen Wicht Walter ins Herz. Schnell teilt man vom Kinosessel aus seine kindlich-naive Begeisterung für die Muppets. Und folgt ihm in eine der verrücktesten Ecken des Showgeschäfts. Der Film nimmt sich Zeit, die Helden von einst in gebührenden Soloauftritten treffend vorzustellen. Zum Beispiel den armen Fozzy Bär, der mit einer Muppets-Coverband in billigen Kneipen auftreten muss. Das Tier hat es noch schlimmer getroffen. Satt auf der Showbühne verbringt der Schlagzeuger seine Zeit mit einer – natürlich vollkommen sinnlosen – Therapie zur Aggressionsbewältigung. Die eigentliche Muppet-Show nimmt nur etwa das letzte Drittel des Films ein – und auch sie wartet mit allerlei Überraschungen und Verrücktheiten auf.

Eingestreut in die Handlung sind flotte Musicalnummern. Großartig choreografiert schaffen sie das Kunststück, die Geschichte voranzutreiben, ihren Helden Tiefe zu geben und auch noch musikalisch zu brillieren. Bestes Beispiel: Garys sehr persönlicher Song „Man or Muppet“.

So ernst es Walter mit den Muppets auch ist: Der Film ist voller Selbstironie und Leichtigkeit, voller Anspielungen auf die Muppet-Geschichte und das gnadenlose TV-Geschäft im Zeichen der Quote. Treffenderweise kommen die Muppets nur durch Zufall zu ihrem Comeback: Die Senderchefin gibt der Truppe nur eine Chance, weil eine andere Show kurzfristig abgesetzt werden muss. Und die Muppets nutzen ihre Chance…

Wie man es von den Muppets erwarten kann, hagelt es Gastauftritte prominenter Menschen-Kollegen. Diesmal steht Jack Black im Fokus – allerdings eher unfreiwillig, denn die Muppets müssen den widerspenstigen Star in ihre Show entführen. In weiteren Gastrollen sind Jack Galifianakis, Whoopi Goldberg und Selena Gomez zu sehen. Waldorf und Statler sind natürlich ebenfalls mit von der Partie.

Kinostart: 19. Januar; Regie: James Bobin; FSK: ab 0; Länge: 109 Minuten; Verleih: Walt Disney; Link: www.disney.de/muppets/

 

Kommentare anzeigen (6)

6 Comments

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  3. Marie Meer

    18. Juni 2012 in 20:47

    Ich fand die Muppets schon immer so witzig und toll! Ich muss den neuen Film einfach sehen.

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