Kindergeld und Familienpflegezeit: Das ändert sich für Familien 2012

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2012 wird ein schwieriges Jahr, prophezeit unsere Bundeskanzlerin. 2012 werden einige Dinge aber auch einfacher – zum Beispiel der Bezug von Kindergeld, die Behandlung der Kinderfreibeträge in der Steuererklärung und die Pflege von Familienangehörigen.

Kindergeld und Kinderfreibetrag

Das Finanzamt kann das Leben auch leichter machen. Beim Kindergeld und Kinderfreibetrag gelten ab 2012 vereinfachte Regelungen. Bisher erhalten Eltern nur steuerliche Vorteile, wenn der Nachwuchs in Ausbildung maximal 8.004 Euro im Jahr verdient. Künftig spielen die Einkünfte der Kinder keine Rolle mehr, sofern es sich um die erste Ausbildung handelt. Auszubildende dürfen so viel hinzuverdienen, wie sie möchten, ohne dass der Ausbildungsfreibetrag, von dem Eltern bei der Steuererklärung profitieren, gekürzt wird. Eltern können nun in der Steuererklärung zusätzlich 924 Euro absetzen, wenn ihr Nachwuchs nicht mehr zu Hause wohnt. Einzige Bedingung: Das Kind darf nicht mehr als 20 Wochenstunden arbeiten. Bei Aufnahme einer zweiten Ausbildung gelten aber weiterhin gewisse Einschränkungen.

Auch Eltern, deren Kinder einen Bundesfreiwilligendienst oder einen Internationalen Freiwilligendienst leisten, erhalten Kindergeld. Diese Neuregelung von Kindergeld und Kinderfreibetrag gilt rückwirkend greift rückwirkend zum 1. Januar 2011, macht sich also schon bei der nächsten Steuererklärung bemerkbar.

Kinderbetreuungskosten

Ab 2012 können außerdem alle Eltern zwei Drittel ihrer Kinderbetreuungskosten – pro Kind bis zu 4.000 Euro jährlich – als Sonderausgaben absetzen. Bislang war es nur möglich, erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten geltend zu machen. Nun sind auch nicht erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten absetzbar. Diese Regelung gilt für Kinder bis zum 14. Lebensjahr.

Diese Änderungen sich eher technischer Natur und keine wesentliche Neuerungen. Neu dagegen ist die sogenannte Familienpflegezeit. Die Bundesfamilienministerin verkauft die Pflegezeit als großen sozialpolitische Wurf. Es bleibt abzuwarten, wem die neue Regelung wirklich nützt und wer sie überhaupt in Anspruch nimmt.

Familienpflegezeit

Mit der Zustimmung ihres Arbeitgebers können Beschäftigte von diesem Jahr an ihre Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 15 Stunden reduzieren. Die entstehenden Gehaltseinbußen fängt dabei eine Lohnaufstockung auf. Würden Beschäftigte ihre Arbeitszeit beispielsweise um die Hälfte reduzieren, stünden ihnen noch immer 75 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens zur Verfügung. Nach dem Wiedereinstieg in die Vollzeitbeschäftigung müssten sie für diesen Anteil solange mehr arbeiten, bis der Gehaltsvorschuss ausgeglichen ist. Ein Rechtsanspruch auf die Pflegezeit besteht nicht. es hängt allein vom Arbeitgeber ab, ob der pflegewillige Arbeitnehmer sie gewährt bekommt.

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Über Thomas Meins

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