Familienleben

Die guten Vorsätze für 2012

Die guten Vorsätze für 2012

Die Zeit der Jahreswende ist auch die Zeit der guten Vorsätze. Aber die zum Jahreswechsel gefassten Vorhaben tatsächlich einzuhalten, ist nicht immer einfach. Vielleicht ist das der Grund, weshalb die überwiegende Mehrheit der Deutschen zwar gute Vorsätze für das bevorstehende neue Jahr gefasst hat, aber weniger als die Hälfte mehr sparen oder Schulden und Ausgaben reduzieren möchte.


Der erste Vorsatz für das neue Jahr, der auch meist noch eingehalten wird, ist das Versenden von Neujahrskarten. Doch das Jahr hat noch viele weitere Tage, für die man sich eine Menge vornehmen kann. Oftmals werden diese Vorhaben jedoch noch bis in das nächste Jahr mit übernommen. Die Verschönerung der eigenen vier Wände steht in Deutschland ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze fürs kommende Jahr: Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Bosch Power Tools nimmt sich jeder Zweite (50 Prozent) für 2012 vor, am eigenen Zuhause, Balkon oder Garten Hand anzulegen. Auf den Plätzen zwei und drei des „Vorsatz-Checks 2012“ liegen „Mehr Sport treiben“ (45 Prozent) und „Mehr Zeit fürs Hobby nehmen“ (42 Prozent).

Jede vierte Frau (25 Prozent) möchte im kommenden Jahr eine Diät starten, unter den Männern nimmt sich das knapp jeder Zehnte vor (12 Prozent). Der feste Plan, 2012 mit dem Rauchen aufzuhören, ist vor allem in der Generation U30 (22 Prozent) verbreitet. Schlechte Erfahrung mit Vorsätzen haben möglicherweise 18 Prozent der Deutschen gemacht: Sie nehmen sich für das neue Jahr nichts explizit vor. Mit der Umfrage wollte Forsa ermitteln, welche sogenannten „gute Vorsätze“ für 2012 anstehen und bei welcher Art solcher Pläne es am leichtesten fällt, sie tatsächlich einzuhalten.

Vorhaben einhalten
Deshalb wollte Forsa auch wissen, welche Vorsätze die Befragten für tatsächlich realisierbar halten. Bei praktischen Plänen – wie zum Beispiel Reparaturen und Verschönerungen zu Hause – möchten vor allem Männer (33 Prozent) standhaft bleiben. Gut ein Drittel der Frauen (36 Prozent) dagegen ist sich sicher, zwischenmenschliche Vorsätze einhalten zu können, wie zum Beispiel mehr Zeit mit Freunden verbringen. An die tatsächliche Umsetzung von ideellen Vorsätzen – wie etwas Gutes zu tun – glauben 16 Prozent der Bevölkerung.

Bei der Einhaltung von beruflichen Plänen scheiden sich die Geister: Während jeder Dritte der Generation unter 30 Jahren glaubt, 2012 beruflich voranzukommen und Karriere machen zu können, ist die Gruppe Ü30 hier weit vorsichtiger (9 Prozent) und setzt vorwiegend andere Prioritäten.

Liste der beliebtesten Do-It-Yourself-Projekte für 2012
Besonders beliebte Do-it-yourself-Projekte für 2012 sind nach dem „Vorsatz-Check 2012“ von Forsa die Verschönerung von Balkon, Garten oder Terrasse (53 Prozent) sowie der Wände (48 Prozent). Dem Projekt „Bilder aufhängen“ möchten sich 32 Prozent der Deutschen widmen. Hingegen planen 26 Prozent der Befragten neue Möbel aufzubauen, und noch jeder Fünte (19 Prozent) will sich der Reparatur oder Restauration von vorhandenen Möbeln annehmen.

Internationale Studie: 71 Prozent der Deutschen haben gute Vorsätze für 2012, aber nur 42 Prozent in finanzieller Hinsicht
Die überwiegende Mehrheit der Deutschen hat gute Vorsätze für das bevorstehende neue Jahr gefasst, aber weniger als die Hälfte möchte mehr sparen oder Schulden und Ausgaben reduzieren. Nur bei Briten und Holländern sind finanzielle Vorsätze noch unbeliebter. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Marktforschungsunternehmens TNS für die Direktbank ING-DiBa hervor, die zeitgleich in 16 weiteren Ländern durchgeführt wurde.

Zwar haben sich 23 Prozent der Deutschen vorgenommen 2012 mehr zu sparen – 17 Prozent möchten ihre Schulden verringern und zwölf Prozent der deutschen Bevölkerung haben sich vorgenommen, besser mit ihrem Geld hauszuhalten. Ein Bankwechsel zum Kostensparen wird jedoch lediglich von drei Prozent als Neujahrsvorsatz in Betracht gezogen. 68 Prozent der Befragten gaben an, keine finanziellen Vorsätze oder generell keine Vorsätze für das neue Jahr gefasst zu haben.

Sparvorsätze nehmen mit zunehmendem Alter ab
Insbesondere Frauen und die Altersgruppe der 18- bis 34-jährigen haben sich vorgenommen, künftig mehr zu sparen: Während 27 Prozent der Frauen gute Sparabsichten bekundeten, nehmen sich nur 19 Prozent der Männer vor, im neuen Jahr mehr zu sparen. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der 18- bis 24-jährigen nimmt sich dies ebenfalls vor, bei den 25- bis 34-jährigen sind es noch 37 Prozent.

Die Sparvorsätze nehmen mit zunehmendem Alter weiter ab. Bei den über 55-jährigen sind es nur noch 15 Prozent. Auch die finanziellen Vorsätze einer besseren Ausgabenkontrolle (sieben Prozent) und eines Bankwechsels (ein Prozent) sind in dieser Altersgruppe am schwächsten ausgeprägt.

Im internationalen Vergleich bildet Deutschland (42 Prozent der Befragten) bei den guten finanziellen Vorsätzen zusammen mit den Niederlanden und Großbritannien das Schlusslicht. Nur 41 Prozent der Holländer und 40 Prozent der Briten haben für das neue Jahr finanzielle Vorsätze gefasst. Spitzenreiter sind die Rumänen mit 91 Prozent, Türken mit 89 Prozent und Inder mit 86 Prozent der Bevölkerung, die 2012 finanzielle Ziele erreichen wollen.

Während Inder im Vergleich der 17 Nationen am häufigsten sparen wollen (64 Prozent der Bevölkerung), planen die Rumänen mit 49 Prozent am häufigsten ihre Ausgaben im Griff zu behalten. Die Türken gaben mit 39 Prozent der Befragten im Nationenvergleich am häufigsten an, Schulden abbauen zu wollen. Die unzufriedensten Bankkunden scheinen in Tschechien, Polen und Indien zu leben. In diesen Ländern gaben sieben Prozent der Befragten an, einen Bankwechsel im neuen Jahr angehen zu wollen.

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