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RUBBELDIEKATZ

RUBBELDIEKATZ

Gleich zwei Filme mit Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle gehen dieses Jahr ins Rennen: Nach „What a Man“ spielt der Blondschopf diesmal in „Rubbeldiekatz“ einen erfolglosen Schauspieler, der sich als SchauspielerIN ausgibt, um eine Rolle zu ergattern. Die Story sorgt für viele Lacher und überzeugt von Schweighöfers Talent, sich auf High Heels durchs Leben zu bewegen – ab 15 Dezember im Kino.

Alexander Honk (Matthias Schweighöfer) fristet sein Dasein als erfolgloser Schauspieler. Wie alle seiner Kollegen träumt er von Hollywood, doch in der Realität schlägt er sich mit kleinen Theaterrollen durch. Unterstützt und gemanaged wird er dabei von seinen Brüdern, den „Honks“. Da Alex im Theater eine Frau verkörpert, hält ihn ein amerikanischer Produzent für eine weibliche Darstellerin und engagiert ihn für seinen neuesten Nazi-Streifen à la Hollywood. Um seiner Karriere einen kräftigen Aufschwung zu verpassen, sagt der Jungschauspieler zu und kippt fast aus den High Heels, als er auf die Hauptdarstellerin des Films trifft. Superstar Sarah Voss (Alexandra Maria Lara) ist zufällig ein und dieselbe Frau, mit der er vor kurzem eine Nacht verbracht hat.

Nun steht Alex vor einem Dilemma: Wenn er sich als Mann zu erkennen gibt, verliert er seine Rolle und sieht einer saftigen Vertragsstrafe entgegen. Wenn er weiter die Frau gibt, wird er für Sarah nie mehr als die beste Freundin sein.

Die Geschichte hinter „Rubbeldiekatz“ ist schnell erzählt: Mann trifft Frau, es funkt, die beiden verlieben sich – kein Happy End ohne Hindernisse. Regisseur Detlev Buck, der mit Filmen wie „Same Same But Different“ bisher nicht so sanfte Töne anschlug, verwebt diesen eingängigen Stoff zu einer liebenswerten Komödie und wird dabei von einer ganzen Armee bekannter deutscher Darsteller unterstützt. Neben Matthias Schweighöfer und Alexandra Maria Lara geben sich auch Denis Moschitto („Almanya – Willkommen in Deutschland„), Josefine Preuß („Türkisch für Anfänger„) und Maximilian Brückner („Resturlaub“) die Ehre. Auch Buck selbst ließ es sich nicht nehmen, als einer der Honk-Brüder selbst vor die Kamera zu treten.

Die Geheimwaffe des Films ist aber Max Giermann, der sonst durch sein komödiantisches Talent in der ProSieben-Serie „Switch Reloaded“ von sich Reden macht. In „Rubbeldiekatz“ spielt er den Hitlerdarsteller und hat damit die Lacher auf seiner Seite.

Hier und da wird der Eindruck erweckt, die Story käme nicht so recht ins Rollen. An einigen Stellen erwischt man sich bei dem Gedanken „Jetzt aber! Jetzt kommt das große Happy End“, doch dann nimmt die Geschichte wieder eine neue Wendung und das Warten hat nicht allzu schnell ein Ende. Trotz der 113 Minuten ist der Inhalt scheinbar dann doch nicht schnell erzählt. Zäh wie Kaugummi ist der Film nun nicht, aber eine Prise mehr Dynamik hätte sicher nicht geschadet.

Der etwas verwunderliche Titel des Films ist wohl dem Lieblingsausruf der Honks geschuldet. Anders ist nicht zu erklären, dass die Wahl auf das Sprichwort „Rubbel die Katz“ fiel. Dieses hat nämlich eine ganze Menge Bedeutungen, die jedoch alle nicht so recht auf die Story passen wollen.
Nichtsdestotrotz ergibt sich daraus eine durchaus sehenswerte Geschlechtertausch-Komödie à la „Manche mögens heiß“. Denn unterhaltsam ist sie in jedem Fall.

Kinostart: 15. Dezember 2011; Regie: Detlev Buck; FSK: ab 12 Jahren; Länge: ca. 113 Minuten; Verleih: Universal; Link: rubbeldiekatz-film.de

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