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MEIN FREUND, DER DELFIN

MEIN FREUND, DER DELFIN

Ein jugendlicher Einzelgänger und ein verletzter Delfin freunden sich an und zeigen der Welt, dass der Wille manchmal auch die größten Wunden heilen kann. Der gefühlvolle Familienfilm startet am 15. Dezember in den Kinos.

Spätestens seit ein Meeressäuger namens Flipper seine Bahnen durch die gleichnamige TV-Serie aus den 60er-Jahren zog, gehören Delfine zum festen Repertoire des Tierfilms made in Hollywood. Wie sein Urahn schwimmt auch der tierische Held aus „Mein Freund, der Delfin“ durch die Küstengewässer Floridas. So seicht wie das Meer ist auch die Story des Films, die allerdings auf der wahren Geschichte eines von Menschen vor dem sicheren Tod bewahrten Delfins beruht.

Der elfjährige Sawyer (Nathan Gamble) findet am Strand einen hilflosen Delfin. Das Tier hat sich in einer Krebsreuse verfangen und ist schwer verletzt. Dr. Clay Haskett (Harry Connick jr.) und sein Team vom Clearwater Marine Hospital retten den Delfin vorerst und taufen ihn auf den Namen Winter. Winter scheint allerdings keinerlei Überlebenschance zu haben, denn die Schwanzflosse muss amputiert werden. Sawyer und Hasketts Tochter Hazel (Cozi Zuehlsdorff) kümmern sich aufopferungsvoll um das Tier.

Der verschlossene Junge blüht zur Freude seiner Mutter (Ashley Judd) im Marine Hospital förmlich auf – und er hat auch die rettende Idee für seinen Freund aus dem Meer. Sein Cousin Kyle (Austin Stowell) liegt schwer verletzt im Militärkrankenhaus, hadert mit seiner Behinderung. Dort macht Sawyer die Bekanntschaft von Dr. Ken McCarthy (Morgan Freeman), genialer Experte für Prothesen. McCarthy versucht das Unmögliche: einen Ersatz für Winters Flosse zu konstruieren…

Der Film erzählt behutsam und in ruhigen Bilden die Geschichte einer wundersamen Rettung. Dabei geht es betont gefühlvoll zu, dennoch ertrinkt die Geschichte nicht im überzogenen Pathos. Gerettet wird nicht nur der Delfin. Außenseiter Sawyer wächst als Delfin-Flüsterer über sich hinaus und gewinnt nicht nur einen tierischen Freund, sondern eine neue Perspektive für sein etwas eintöniges Leben und den Respekt der Erwachsenenwelt. Der Delfin therapiert den Jungen, der Junge rettet das Tier.

Klare Botschaft des Films: Was immer du für eine Behinderung hast, gib niemals auf. Auch mit Handicap bist du ein ganzer Kerl! Das klingt etwas bemüht pädagogisch und ist dazu moralisch blitzsauber in Szene gesetzt. Dass die Message nicht allzu plakativ daherkommt, ist ein Verdienst der hervorragenden Darsteller. Insbesondere die jungen Nachwuchskräfte Nathan Gamble und die kleine Cozi Zuehlsdorff machen ihre Sache ausnehmend gut: glaubwürdig, souverän und bei Bedarf mit einem Schuss Frechheit. Auch der tierische Hauptdarsteller Winter (der Delfin spielt sich selbst) wird sich schnell in die Herzen eines jungen Publikums schnattern und schwimmen.

Die prominente Besetzung der Nebenrollen ist ein gelungener Coup, wenn auch den erwachsenen Darstellern keine Höchstleistungen abverlangt werden. Insbesondere Ex-Superstar Kris Kristofferson macht als weiser Großvater eine immer noch gute Figur.

Fazit: „Mein Freund, der Delfin“ ist ein harmonischer und sonniger Familienfilm, der an einem verregneten Winternachmittag solide unterhält und bei kleinen und großen Zuschauern, die nahe am Wasser gebaut sind, Herz und Seele erwärmt.

Kinostart: 15. Dezember; Regie: Charles Martin Smith; FSK: ab 0; Länge: 113 Minuten; Verleih: Warner Bros. GmbH; Link: wwws.warnerbros.de/dolphintale/index.html

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