Jugend und Internet: Die Sorgen der Eltern

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Eltern sind in ständiger Sorge um ihre Kinder – auch beim Umgang des Nachwuchses mit den Medien. Vater und Mutter wittern überall Gefahren und Risiken, ob real oder nicht. Laut einer aktuellen Studie des ZDF legen mehr als zwei Drittel aller Eltern Werzt auf einen wirkungsvollen Jugendmedienschutz.

Wie sollte ein wirksamer Jugendmedienschutz überhaupt aussehen? Darüber gibt die Studie des ZDF, die in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Hans-Bredow-Institut entstand, keine Auskunft. Befragt wurden 750 Eltern mit Kindern im Alter von drei bis 17 Jahren. Festgestellt haben die Medienexperten dabei zunächst mal Folgendes: 79 Prozent der befragten Eltern sind der Meinung, dass Angebote, die auf Kinder und Jugendliche eine beeinträchtigende Wirkung haben können, nicht frei verfügbar sein sollten. Noch häufiger vertreten sie die Auffassung, dass der Jugendmedienschutz vorgeht, auch wenn dies für erwachsene Nutzer unbequem ist. Aber auch der Medienkompetenz der Heranwachsenden weisen Eltern eine hohe Bedeutung zu: Drei Viertel sind überzeugt, dass Kinder und Jugendliche im Umgang mit Medien am besten geschützt sind, wenn sie ausreichend informiert sind und wissen, wie sie sich vorsehen können.

Die größte Gefahr für ihre Kinder sehen die Eltern in Bezug auf das Internet. Drei Viertel der Eltern äußern hier Sorgen, wobei sich 27 Prozent “sehr” sorgen – bei den Eltern der 12- bis 13-Jährigen sind die Sorgen mit fast 90 Prozent am stärksten ausgeprägt. Dabei wittern die Eltern Ungemach bei den Themen Abzocke oder Betrug, Weitergabe von persönlichen Daten und deren Missbrauch, Gewaltdarstellungen sowie sexuelle Belästigung und Pornografie.

Das alte Medium Fernsehen kommt in der ZDF-Studie vergleichsweise gut weg. Hier machen sich 10 Prozent “sehr” und 43 Prozent “ein wenig” Sorgen über mögliche negative Erfahrungen. Ob das in einigen Jahren beim Thema Internet ähnlich sein wird? Dann wird die Generation Kinder kriegen, die mit dem Internet groß geworden ist. Eine Generation, die wahrscheinlich weniger an Gefahren und Risiken als an Chancen und Nutzen denkt, wenn sie surft.

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Über Thomas Meins

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