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Der Herbst-Winter-Blues

10. Oktober 2011 Von: Barbara Leuschner Kategorie: Familienleben

Nachdem der Oktober zunächst mit Temperaturen über 25 Grad die Seele wärmte, ist dem Altweibersommer nun endgültig die Puste ausgegangen. Binnen weniger Tage schlägt das Wetter in der Republik um – und vielen Menschen in Deutschland auf das Gemüt. Anlässlich des heutigen Tags der seelischen Gesundheit hier einige Tipps der Techniker Krankenkasse gegen den Herbst-Winter-Blues.

 

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) 1001 Erwachsene in Deutschland danach, welchen Einfluss Wetter und Jahreszeit auf ihre Stimmung haben: Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) gab an, im Herbst und Winter schlechterer Stimmung zu sein. 17 Prozent antworteten, dass ihnen das Wetter nur dann auf’s Gemüt schlägt, wenn sie ohnehin gestresst sind, und immerhin jeder Zweite ist der Meinung, dass seine Stimmung generell wetterunabhängig sei.

Frauen sind dabei wetterfühliger als die Männer: Mehr als jede Vierte (26 Prozent) gab an, unter dem Herbst-Winter-Blues zu leiden, bei den Männern sind es nur 18 Prozent. Auch regional gibt es laut TK große Unterschiede. Während gut 30 Prozent der Bayern angaben, dass ihnen die Witterung die Laune verhagelt, sind es in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland gerade einmal zwölf Prozent.

Herbst-Winter-Blues – dieses jahreszeitlich bedingte Phänomen, das meist nur bei Erwachsenen und in der Mehrzahl bei Frauen auftritt, wird von Experten “Saisonal abhängige Depression” genannt – kurz: SAD. Dagegen helfen Licht, Luft und leuchtende Farben. Charakteristisch für den Herbst-Winter-Blues: Das alljährlich wiederkehrende triste Gefühl bringt vor allem ein übersteigertes Schlafbedürfnis mit sich. Laut Wissenschaft handelt es sich dabei um einen durchaus normalen Zustand, der dem Bedürfnis nach Winterschlaf gleichkommt. Weitere Begleitsymptome sind Heißhunger auf Süßigkeiten, ausgeprägte Lustlosigkeit, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsschwierigkeiten.

Lichtmangel bringt während der düsteren Jahreszeit immer auch hormonelle Veränderungen mit sich. Denn unter dem Einfluss von Licht produziert der Körper verstärkt Endorphine, so genannte körpereigene Hormone, die morphiumähnlich wirken und euphorisch stimmen. Außerdem wird bei Licht verstärkt der Nervenbotenstoff Serotonin ausgeschüttet, der die Stimmung aufhellt und glücklich und zufrieden macht. Fehlt uns Licht, verändert das den Haushalt der Botenstoffe Serotonin und Melatonin im Gehirn – und die Seele gerät leichter als sonst in Schieflage.

Tipps der TK gegen das Stimmungstief:
Wer alle zwei Tage etwa eine Viertelstunde rausgeht, bildet genug Vitamin in der Haut – egal, ob die Sonne scheint oder nicht. An bedeckten Tagen sollten Sie dabei am besten in den Himmel gucken, dann ist man auch besser gelaunt - und das allein durch das Licht, das direkt übers Auge zum Gehirn geleitet wird, mitten ins Zentrum der Gefühle.

Gehen Sie möglichst oft und bei jedem Wetter nach draußen. Je heller es draußen ist, desto besser. Denn die Nervenbahnen der Augen signalisieren bei Helligkeit der Zirbeldrüse, weniger Melatonin zu produzieren. Und das hilft garantiert gegen Wintermüdigkeit. Denn das Hormon Melatonin ist es, das müde und schlapp macht. Wenn Sie sich tagsüber viel drinnen aufhalten müssen, sollten Sie sich zumindest in möglichst hellen Räumen tummeln. Ein Platz am Fenster ist ideal – und sorgt dafür, dass Sie viel Licht abbekommen.

Sonne aus dem Solarium hat keinen therapeutischen Effekt bei einer Herbstdepression. Denn auf einer Sonnenbank kommt ausschließlich ultraviolettes Licht zur Anwendung, das über die Haut wirkt. In die Augen – und über die bewirkt Licht gute Laune – darf reine UV-Strahlung auf keinen Fall geraten. Daher müssen in Solarien auch Schutzbrillen getragen werden.

Essen Sie sich winterfit, denn der Mineralstoff Magnesium ist besonders wichtig für unser Wohlbefinden. Er spielt eine große Rolle bei der Reizübertragung von den Nerven zu den Muskeln. Konkret heißt das: Magnesium hilft dem vegetativen Nervensystem und ist ein Schutzfaktor gegen Stress.

Leuchtende Farben beleben das Gemüt. Schwarz und Grau sind zwar edle Modefarben, aber frisch und fröhlich sind diese Farben nicht gerade. Tragen Sie für die gute Laune einfach mal lebendige Farben: Grün, strahlendes Gelb und Blau sowie bestechendes Rot inspirieren Gefühl und Kreativität und heben garantiert die Laune.

Quelle: TK

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