Familienleben

Arbeitsstress plagt Junge mehr als Alte

Arbeitsstress plagt Junge mehr als Alte

Junge Arbeitnehmer leiden am meisten am hohen Tempo der Arbeitswelt. Zumindest fehlen sie im Job viel eher wegen Stress, Müdigkeit oder Erschöpfung als ältere Kollegen. Bewältigen die älteren Kollegen den Druck besser?

Die veröffentlichte Studie eines Vitaminpillen-Erzeugers, für die 3.000 Engländer befragt wurden, kommt zu dem Ergebnis: Junge sind zwar insgesamt deutlich seltener krank als Ältere, kommen jedoch mit dem Arbeitsdruck schlechter zurecht als diese.

Unter 30-jährige Arbeitnehmer gehen doppelt so häufig wegen Erkältung in Krankenstand als über 55-Jährige, so eines der Ergebnisse. Mehr als zwei Drittel von ihnen haben im Jahr vor der Befragung einmal oder öfter wegen Verkühlung, grippalem Infekt, Allergien oder Intoleranz gefehlt. Jeder Fünfte blieb schon einmal zu Hause, da er „zu erschöpft fürs Arbeiten“ war, teils auch wegen Verstopfung oder Übelkeit beim Autofahren.

Die älteren Kollegen werten hingegen viele dieser Krankheitsgründe nicht als Anlass für die Krankmeldung. 85 Prozent von ihnen würden diesen Schritt nicht tun, solange sie nicht das Bett hüten müssen. „Der heutige Berufsalltag setzt den Jungen mehr zu als den Älteren – auch, da sie mehr von Arbeitsdruck, Geld- und Beziehungssorgen geplagt sind. Sie sollten mehr auf ausgeglichenen Lebensstil achten“, schlussfolgert Studien-Auftraggeber Peter Morton.

Ungesunder Lebensstil
Dass sich junge Menschen eher leichtsinnig krank melden, glaubt Sabine Seyfriedsberger von der Gesellschaft für Arbeitsmedizin nicht. „Durchaus plausibel ist jedoch, dass Ältere besser mit Arbeitsstress umgehen als Junge. Fragt man Erwachsene nach den Wochenend-Aktivitäten, suchen sie eher Erholung und pflegen soziale Kontakte, während junge Erwachsene oft zuhause vor Fernseher und Internet verbringen“, so die Medizinerin.

Insgesamt gehen aber alte Arbeitnehmer aufgrund der steigenden chronischen Beschwerden deutlich mehr Tage pro Jahr in den Krankenstand als junge, betont Frank Meiners, Sprecher der Deutschen Angestellten-Krankenkasse. „Junge fehlen öfters, aber dafür viel kürzer.“ Dies sei jedoch kein Zeichen für höheres Gesundheitsbewusstsein. „Prävention ist im Jugendalter viel schwerer, was etwa Sport und gesunde Ernährung betrifft. Ältere mit Gesundheitsproblemen sind hier besser ansprechbar.“

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