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ROLLER GIRL

ROLLER GIRL

Bliss stammt aus einem kleinen Kaff in Texas. Als sie einen Ausflug nach Austin macht, trifft sie auf Rollergirls und ist sofort fasziniert. Heimlich schließt sie sich einer Rollschuhmannschaft an. Drew Barrymores Regiedebüt ist ab 1. September im Kino zu sehen.

Da, wo Bliss Cavendar (Ellen Page) herkommt, gibt es nicht viel. In dem kleinen texanischen Kaff Bodeen stehen ein paar Häuser, eine Schule und ab und zu findet ein Schönheitswettbewerb statt. Zu diesen schleppt Bliss‘ ehrgeizige Mutter (Marcia Gay Harden) ihre Tochter regelmäßig, obwohl das so gar nicht die Welt der individuellen Teenagerin ist. Ganz anders ihre kleine Schwester Shania (Eulala Scheel): die hätte nichts gegen einen „Miss“-Titel einzuwenden.

Bliss jobbt neben der Schule mit ihrer besten Freundin Pash (Alia Shawkat) im Diner des Ortes. Dort passiert allerdings nicht mehr als im Rest von Bodeen, und das Trinkgeld ist auch lausig.
Eines Tages fährt Mrs Cavendar mit ihren beiden Töchtern in die Stadt nach Austin, um ein paar neue Kleider zu kaufen. In einem Second-Hand-Shop fällt Bliss ein Flyer zu einem Rollerderby in die Hände. Die Schülerin ist sofort brennend interessiert und will unbedingt zu dem Derby. Ihr ist jedoch klar, dass ihre Eltern ihr das auf keinen Fall erlauben würden. Also überredet sie Pash, in ihrem Auto unter einem Vorwand nach Austin zu fahren. Der Plan geht auf. Und wie es der Zufall so will, wird Bliss zu einem Probetraining bei den „Hurl Scouts“ eingeladen, denn die Mannschaft sucht neue Mitglieder.

Bliss ist feuer und flamme und übt täglich auf ihren alten Barbie-Rollschuhen. Schließlich schafft sie es sogar durch das Probetraining und ist von nun an Mitglied der „Hurl Scouts“. Dass sie erst 17 ist und nicht über 21, was eigentlich zur Mitgliedschaft erforderlich ist, verschweigt Bliss ihrem Team. Stattdessen erzählt sie, sie sei 23 und wird für ihren Ehrgeiz mit dem Kampfnamen „Babe Ruthless“ betitelt. Dabei macht sie sich nicht nur Freunde: Iron Maven (Juliette Lewis), eine Fahrerin der konkurrierenden Mannschaft „Holy Rollers“ scheint es auf die abgesehen zu haben.

Abseits des Rollschuhfeldes trifft Bliss auf den gutaussehenden Musiker Oliver (Landon Pigg). Schnell entwickelt sich eine Romanze zwischen den beiden, die jedoch auf die Probe gestellt wird, als Oliver mit seiner Band auf Tour geht.

Rollschuhlaufen ist nicht jedermanns Sache und das „Roller Derby“ (zumindest hierzulande) nicht allzu populär. Doch in Drew Barrymores Regiedebüt geht es um weit mehr als nur Rollschuhe. Es geht um die Entwicklung eines jungen Mädchens, um die erste Liebe, um Freundschaft, um Familie.

Auch wenn bei der Darstellung der Cavendars mit vielen Klischees gespielt wird, wirkt die Geschichte niemals abgedroschen. Oscar-Preisträgerin Marcia Gay Harden schafft es, die Emotionen unter der Fassade der ehrgeizigen Mutter treffend darzustellen. Hinzu kommt der sympathische, humorvolle Charakter von Bliss‘ Vater.

Ellen Page ist durch ihre Rolle der Juno im gleichnamigen Oscar-prämierten Film und aus „Inception“ bereits für ihr schauspielerisches Talent bekannt. In „Roller Girl“ knüpft sie an diese Leistung an.

Neben Drew Barrymore selbst treten unter der Rollergirls einige weitere Stars auf, darunter Juliette Lewis als „die Böse“ und Kristen Wiig („Brautalarm“) als Bliss‘ Mutterfigur im Team.

„Roller Girl“ ist nicht nur was für Rollschuhfans, beansprucht aber den Charakter eines Independent-Films, was nicht jedermanns Sache ist. Drew Barrymores Regiedebüt kann sich dennoch sehen lassen.

Kinostart: 1. September; Regie: Drew Barrymore; FSK: ab 12; Länge: 111 Minuten; Verleih: Senator; Link: rollergirl.senator.de/

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