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CAPTAIN AMERICA – THE FIRST AVENGER

CAPTAIN AMERICA – THE FIRST AVENGER

Diesen Sommer schickt Marvel einen weiteren Superhelden auf die große Leinwand. „Captain America – The First Avenger“ versetzt den Zuschauer zurück ins Amerika des zweiten Weltkrieges. Dort versucht sich der junge Steve Rogers als Soldat und scheitert – doch dann soll aus ihm der stärkste von allen werden: Captain America. Ab 18. August in 3D im Kino.

In Europa tobt der zweite Weltkrieg, als die USA beginnen, Soldaten für den Einsatz zu rekrutieren. Zahlreiche junge Männer melden sich freiwillig zum Dienst, unter ihnen der schmächtige Steve Rogers (Chris Evans). Dieser wird allerdings aufgrund seiner nicht geeigneten körperlichen Verfassung ausgemustert.

Steve, der seinem Land unbedingt dienen möchte, gibt sich mit einem „Nein“ nicht zufrieden und meldet sich in weiteren Rekrutierungslagern unter falschen Namen, jedoch erfolglos. Durch seinen Betrug fällt er dem äußerst sympathischen Dr. Abraham Erskine (Stanley Tucci) auf, der ihm wider Erwarten  die Rekrutierung in Aussicht stellt. Noch weiß der zukünftige Captain America nicht, warum gerade er für ein geheimes Projekt in die engere Auswahl geraten ist.

In einem Beobachtungscamp profiliert er sich durch seinen Scharfsinn und seine Aufopferungsbereitschaft und wird trotz seiner körperlichen Defizite für das „Rebirth“-Programm auserwählt. Hier lernt er auch die bezaubernde und selbstbewusste Peggy Carter (Hayley Atwell) kennen, die sein wahres Potenzial sehr früh erkennt.

Sogar der anfangs skeptische General Chester Phillips (Tommy Lee Jones) ist von dem Mut des jungen Mannes beeindruckt. Zur Geheimwaffe der Amerikaner fehlt also nur noch das Wundermittel, durch das ein Loser zu einem Superhelden wird.

Durch ein blaues Serum, welches die guten Eigenschaften eines Menschen verbessert und moralisch schlechte verschlimmert, und einen kurzen Aufenthalt in einer Dampfkapsel, wächst Steve um knapp 50 cm und wird zum Muskelprotz. Kurz bevor Dr. Abraham Erskine, welcher übrigens ein geflohener deutscher Wissenschaftler ist, von einem Spion der Nazis erschossen wird, rät er Steve, verantwortungsvoll mit seiner Kraft umzugehen. Der geniale Erfinder offenbart seinem Schützling den Grund, warum seine Wahl gerade auf ihn fiel: Steve sei ein Mann reinen Herzens und werde die neu gewonnene Macht eben wegen seiner ehemaligen körperlichen Nachteile zu schätzen wissen.

Völlig unvermittelt landet Steve nun jedoch nicht auf dem Schlachtfeld, sondern bewirbt die amerikanische Rüstungsindustrie im Stars-and-Stripes-Dress als Captain America und reist mit seiner Gesangs- und Tanzgruppe quer durch die USA. Nach einiger Zeit in dieser eher ruhmlosen Rolle wird er zur Motivation der dort stationierten Truppen nach Italien geschickt. Hier hat er nun endlich die Chance, sich beweisen zu können, nachdem über 200 Soldaten durch die Organisation „Hydra“der Nationalsozialisten besiegt und gefangengenommen werden.

Captain America nimmt nun das Zepter in die Hand und startet eine turbulente Befreiungsaktion. Hierbei wird er von seiner angebeteten Peggy Carter und seinem Freund Bucky (Sebastian Stan) unterstützt. Es gelingt ihm, alle Soldaten zu befreien und den Stützpunkt der Hydra dem Erdboden gleichzumachen. Doch der Anführer der Organisation, Johann Schmidt alias Red Skull (Hugo Weaving), entkommt. Mit einem von Howard Stark (Dominic Cooper), seines Zeichens Waffenentwickler und Vater vom „Iron Man“ Tony Stark, entwickelten Schild macht er sich mit einigen erfahrenen Soldaten auf die Jagd…

„Captain America – The First Avenger“ kann mit spektakulären Actionszenen und dadurch, dass er nach den ersten 20 Minuten alles andere als langweilig ist, punkten. Die Spannung wird zwar stets aufrechterhalten, doch leider kommt dabei vieles zu kurz. Es spielen viele Leinwandgrößen mit, die aber alle eher wenig zur Handlung beitragen. Man muss hier und da schmunzeln, mehr aber auch nicht. In den Actionszenen kommt die 3D-Technik zur Geltung, aber auch hiervon gibt es schlicht zu wenig. Zudem wird der zweite Weltkrieg zu sehr ins lächerliche gezogen: Zum einen durch die Organisation „Hydra“, welche aus leblosen High-Tech Soldaten besteht, zum anderen durch vermeintliche Fakten über den Krieg. Sicherlich erfreut sich der ein oder andere Amerikaner an der Vorstellung, die USA wären damals das einzige klar denkende Land gewesen und feiert sich selbst, doch wird sich diesseits des großen Teiches wohl so mancher über diese selbstgerechte Darstellung ärgern. Insgesamt wirkt der Film wie ein Prolog zu einem weiteren „Captain America“-Streifen, der dann erst richtig interessant wird.

Sicherlich ein Film für echte „Captain America“-Fans und einen zünftigen Männerabend. Wer allerdings ein anspruchsvoller Kinobesucher  ist, kann sich den Eintritt sparen.

Text: Halit Tas

Kinostart: 18. August; Regie: Joe Johnston; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 123 Minuten; Verleih: Paramount Pictures; Link: captainamerica.marvel.de


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