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Elternratgeber: Wenn Kinder nur noch online leben

Elternratgeber: Wenn Kinder nur noch online leben

Sie daddeln, surfen, chatten und mailen stundenlang, verschanzen sich hinter ihrem PC und sind kaum noch ansprechbar: Viele Eltern machen sich Sorgen über die intensive Computer- und Internetnutzunmg ihrer Kinder. Eine Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt Tipps und Informationen zum Thema.

 

Computer und Internet gehören längst zum Alltag von Jugendlichen. Neun von zehn Teenagern zwischen 12 und 19 Jahren sind Studien zufolge täglich oder mehrmals wöchentlich online. Über die Hälfte ihrer Web-Zeit verbringen sie in sozialen Netzwerken, sie chatten und mailen, mehr als jeder dritte Jugendliche spielt mehrmals wöchentlich Computerspiele.

 

Für Eltern ist es nicht immer leicht zu beurteilen, ob die Computer- und Onlinenutzung ihrer Kinder übertrieben ist oder gar ungesunde Ausmaße annimmt. Auch wenn man die Zahlen mit Vorsicht genießen sollte und manches, was junge Menschen am und um den Rechner herum tun, vielen Älteren sowieso unverständlich erscheint: Experten gehen davon aus, dass 2 bis 7 Prozent aller regelmäßigen Internetnutzer einen problematischen bis pathologischen Umgang mit dem Medium entwickeln. Dabei handelt es sich überwiegend um männliche Jugendliche und junge Erwachsene.

 

Praktische Hinweise dazu sowie grundlegende Informationen zu Computerspielen und sozialen Netzwerken und deren mögliche Gefahren erhalten Eltern in der neuen Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „Online sein mit Maß und Spaß“. Die Broschüre enthält eine Liste von Kriterien, die Eltern bei einer ersten Einschätzung der Computernutzung ihres Kindes helfen.

Problematisch wird es etwa, wenn der Computer die Freizeitgestaltung weitestgehend bestimmt, Schule und Freunde zugunsten des PCs vernachlässigt werden, soziale Kontakte verloren gehen oder die Jugendlichen keine Kontrolle mehr über Beginn und Ende der Computernutzung haben.

Es muss ja nicht gleich der Gang zum Therapeuten sein, der die surfenden Kids in die reale Welt zurückholt. Vielleicht hilft auch ein familiäres Gespräch, vielleicht lassen sich auch Regeln definieren, wie lange die Jugendlichen täglich online sein und Computerspiele spielen dürfen.

 

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