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Eltern gefordert: Kids suchen Schutz vor dem Web

Eltern gefordert: Kids suchen Schutz vor dem Web

Panik ist bei Eltern angesichts der zunehmenden Web-Nutzung ihrer Kids nicht angebracht, denn Jugendliche online gewissenhafter unterwegs als angenommen. Ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit verlangen die Digital Natives ihren Erziehungsberechtigten allerdings doch ab – und das sogar bewusst.

Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren fordern klare und auch zeitliche Grenzen von ihren Eltern, um den Internetkonsum nicht ausufern zu lassen, stellt das Zentrum für Technologiefolgenabschätzung (TA-SWISS) fest. Der Nachwuchs zeigt sich im Umgang mit Online-Medien somit gewissenhafter und weniger naiv als häufig angenommen.

Einige Gefahren im Web sind den Teenagern durchaus bekannt, insbesondere in Zusammenhang mit bedenklichen Inhalten oder potenziell gefährlichen Online-Kontakten. Nach eigener Einschätzung wissen sie viel darüber. Ihre Eltern sehen das freilich anders. „Die Risiken im Internet und den Umgang damit beurteilen die zwei Generationen klar unterschiedlich“, schlussfolgert das TA-SWISS. Auf einigen relevanten Anwendungsgebieten zeigt der Nachwuchs tatsächlich erhebliche Wissenslücken.

Mit Daten unvorsichtig
Neben den Vorzügen von Internet, Digitalisierung und neuen Medien für die Digital Natives erkennen die Jüngeren sowie ihre Vorgängergeneration darin auch Mängel, Sicherheitsrisiken und mögliche Nachteile. Trotz der intensiven Nutzung insbesondere der sozialen Medien sind die Jugendlichen etwa im Umgang mit ihren Daten aber nach wie vor unvorsichtig. Zwar scheuen sie laut TA-SWISS das Bezahlen im Internet. Die möglichen Folgen verfänglicher Fotos im Web unterschätzen sie hingegen noch immer.

Dass ihre Online-Datenspuren gezielt vermarktet werden und hinter Gratis-Diensten sowie sozialen Netzwerken milliardenschwere Businessmodelle stecken, ist den Jugendlichen den Angaben nach nicht bewusst. Dabei verbringen sie damit viel Zeit und stellen abgesehen von Social Media und YouTube nur wenige Inhalte ins Netz. Sie sind somit Teil eines hart umkämpften Marktes. „Hinter die Nutzeroberfläche zu sehen, interessiert aber die wenigsten“, urteilen die Experten.

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