Familienleben

Kinderspiel des Jahres 2011

Kinderspiel des Jahres 2011

Heute wurde in Hamburg das „Kinderspiel des Jahres 2011“ gekürt. Die Auszeichnung ist mittlerweile genauso populär wie ihr großer Bruder „Spiel des Jahres“. Drei innovative Spiele für Kinder zwischen vier und acht Jahren wurden von einer unabhängigen Jury aus Fachjournalisten nominiert. Wer hatte die Nase vorn?

„2011 ist ein guter Spielejahrgang, der vor allem für den Altersbereich der 4 bis 5-jährigen Kinder lobende Spielideen bietet. Memo-, Geschicklichkeits- oder kooperative Spiele – bei den insgesamt 15 Empfehlungen ist für jeden Geschmack das passende Spiel dabei. Und das Schöne ist: Alle Spiele zeichnen sich durch einen hohen Wiederspielwert aus“, so Sabine Koppelberg, Koordinatorin der Jury „Kinderspiel des Jahres“. Seit 2010 steht das „Kinderspiel des Jahres“ unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

Die Jury beurteilte und wählte die Spiele nach folgenden Kriterien:
1. Spielidee (Spielspaß, Originalität, Spielwert)
2. Regelgestaltung (Aufbau, Übersichtlichkeit, Verständlichkeit)
3. Design (Funktionalität, Verarbeitung)
4. Layout (Karton, Spielplan, Regel)

Für das Wahlverfahren wurden alle Neuerscheinungen im Bereich der Kinderspiele des laufenden und des vorangegangenen Kalenderjahres berücksichtigt. Auf einer mehrtägigen Klausurtagung erarbeitete die Jury die Nominierungsliste für das „Kinderspiel des Jahres“, die in diesem Jahr drei Titel umfasste.

„Insbesondere bei den drei nominierten Spielen haben die Autoren und Verlage auf vorbildliche Weise jene Kriterien umgesetzt, auf welche die Kinderspieljury besonders achtet: Eine innovative originelle Spielidee mit hohem Spielreiz, verständliche Regeln und eine stabile, kindgerechte Gestaltung des Spielmaterials. Würmer graben sich möglichst schnell durch die Erde, teamfähige Monsterfänger lassen unter Zeitdruck möglichst viele Gruselgestalten verschwinden und tollpatschige Zauberlehrlinge brauen mit Geschick und Geduld ihre Zaubertränke“, erklärt Sabine Koppelberg.

Jury Kinderspiel des Jahres 2011
Zielsetzung des Vereins Spiel des Jahres e.V. ist es, die Verbreitung des Kulturgutes Spiel in Familie und Gesellschaft zu fördern. Dazu vergibt er für den deutschsprachigen Raum seit 1979 die Auszeichnung „Spiel des Jahres“, seit 2001 die Auszeichnung „Kinderspiel des Jahres“ und seit 2011 auch die Auszeichnung „Kennerspiel des Jahres“. Stimmberechtigt sind ausschließlich unabhängige Fachjournalisten, die in die Jury berufen werden und sich strikt am Verbraucher orientieren. Für das „Kinderspiel des Jahres 2011“ waren Frank Riemenschneider, Harald Schrapers, Sabine Koppelberg, Tina Kraft, Sandra Lemberger und Stefan Gohlisch stimmberechtigt.

Sabine Koppelberg: „Das ‚Kinderspiel des Jahres‘ feierte im vergangenen Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. In den vergangenen Jahren ist der Markt für Kinderspiele rasant gewachsen. Parallel dazu ist auch die Bedeutung des Kritikerpreises ‚Kinderspiel des Jahres‘ gestiegen. Exzellente Spielideen, die sich in den Nominierten und Empfehlungen der Jury widerspiegeln, haben den Preis gestärkt. Kinder und Erwachsene vertrauen unserem Urteil. Die hohe Akzeptanz von ‚Kinderspiel des Jahres‘ ist allerdings nur möglich, weil Autoren und Verlage uns immer wieder mit innovativen und qualitativ hochwertigen Spielumsetzungen überraschen und überzeugen, so auch in diesem Jahr.“


Nominiert zum „Kinderspiel des Jahres 2011“:

Die kleinen Zauberlehrlinge
von Thomas Daum und Violetta Leitner

Unter dem Boden der Zauberküche verbirgt sich mehr, als man sieht. Magnetische Stolperfallen machen den Zauberlehrlingen das Leben schwer. Diese sollen verschiedene Zutaten, die sie auf dem Kopf balancieren, in farblich passende Kochtöpfe bugsieren. Die Spieler dürfen die Figuren dabei nur mit einem kleinen Holzstab über das Spielfeld schieben.

In jeder Spielrunde woanders positioniert, sorgen die Fallen dafür, dass die Zauberlehrlinge plötzlich stolpern. Dann kippt die Figur nach vorne und verliert ihre Zutat. Um die gefährlichen Stellen im nächsten Zug zu meiden, braucht man ein gutes Auge und Merkfähigkeit. Es gewinnt, wer alle Zutaten abgeliefert hat und das Feuer unterm Kessel entfacht. Ein wunderbar ausgestattetes Magnetspiel, bei dem auch Fingerspitzengefühl gefragt ist.

Begründung der Jury:
Kaum ist der dreidimensionale Spielplan aufgebaut, eröffnet sich eine zauberhafte Spielatmosphäre mit hohem Aufforderungscharakter. Und gerät die Figur wie von Zauberhand ins Stolpern, ist die Überraschung bei den Kindern groß, denn erst ein Blick unter das Spielbrett offenbart die Ursache.

Wieder einmal ist es der Marke Drei Magier Spiele auf fantasievolle Weise gelungen, die Magie der Magnete kindgerecht mit Geschicklichkeits- und Memo-Elementen zu kombinieren.

 

Verlag: Schmidt Spiele / Marke Drei Magier Spiele
für 2-4 Spieler ab 5 Jahren
Spieldauer ca. 20 Minuten
Preis ca. 36 Euro
 

Monster-Falle
von Inka und Markus Brand

Lustige Monster toben in der alten Villa herum. Doch plötzlich steht die Oma vor der Tür – sie würde vor diesen Gruselgestalten fürchterlich erschrecken. Deshalb müssen die Spieler möglichst schnell viele Monster durch die Gänge der Villa schieben und durch ein Loch im Keller in die Monsterfalle schubsen.

Dazu darf man allerdings nur vier Schieber benutzen, die über dem Spielplan angebracht sind. Diese richtig zu bedienen, ist gar nicht so einfach. Hier sind genaues Hinschauen und Konzentration gefragt. Im Spiel zu dritt oder viert muss man das auch noch gemeinsam mit verschiedenen Spielpartnern schaffen. Am Ende verrät der Blick auf die Sanduhr, ob man noch ein weiteres Monster fangen kann. Geschicklichkeit und Teamfähigkeit sorgen bei diesem rasanten Schiebespaß für lebhafte Spielrunden.

Begründung der Jury:
„Monster-Falle“ besticht durch seine gelungene innovative Spielidee, gemeinsam möglichst schnell, nur mit vier Schiebern bewaffnet, freche Monster über den Spielplan zu bugsieren und im Schachtelboden in die Monsterfalle verschwinden zu lassen – und das zu zweit, mit jeweils wechselnden Spielpartnern.

Neben Geschicklichkeit können Kinder hier vor allem ihren Teamgeist trainieren. Das gemeinsame aktionsgeladene Agieren auf Zeit sowie das außergewöhnliche Spielmaterial sorgen für hohen Spielwert – nicht nur bei Kindern.

 

Verlag: Kosmos
für 2-4 Spieler ab 6 Jahren
Spieldauer ca. 20 Minuten
Preis ca. 25 Euro


Nominiert und zum „Kinderspiel des Jahres 2011“ gekürt:

Da ist der Wurm drin
von Carmen Kleinert

In diesem Spiel wühlen sich bunte Würmer durch den doppelten Spielplan – und zwar um die Wette. Ein Farbwürfel bestimmt bei jedem Zug, mit welchem von sechs unterschiedlich langen Teilen man gerade den eigenen Wurm verlängern darf. Lange Stücke sind besonders beliebt, denn es gewinnt derjenige, dessen Wurm am Komposthaufen als Erster seinen Kopf aus der Erde reckt. Doch schon auf dem Weg dorthin stecken alle Würmer zweimal ihre Nasen aus dem Boden.

Kurz davor geben die Spieler Tipps ab, welcher Wurm diese Zwischenstopps wohl am schnellsten erreicht. Wer richtig wettet, darf seinen Wurm mit Gänseblümchen und Erdbeeren füttern, damit sich dieser noch schneller durch die Erde wühlt. Ein einfach erlernbares, sehr lustiges Wurm-Wettwühlen, das nicht nur kleinen Kindern Spaß macht!

Begründung der Jury:
Zwar bestimmt vor allem der Würfel, welcher bunte Wurm in der Runde die Nase vorn hat. Aber die Kinder haben durchaus die Möglichkeit, die Länge ihres Wurms ein wenig zu beeinflussen, indem sie ihn durch klug eingesetzte Wettkärtchen verlängern und somit einen kleinen Vorsprung erlangen können.

„Da ist der Wurm drin“ ist ein spannender Wettlauf, der sich durch einfache Regeln und den außergewöhnlichen, wunderbar gestalteten Spielplan besonders für jüngere Kinder eignet.

Die Autorin:
Carmen Kleinert (38) veröffentlicht mit „Da ist der Wurm drin“ ihr erstes Brettspiel. Die Mutter einer sechsjährigen Tochter lebt in der Nähe von Nürnberg und arbeitet nach langer kaufmännischer Tätigkeit heute in einem Fitnessstudio, wo sie sich besonders dem Thema Ernährung widmet.

Die Grafikerin:
Seit 1984 arbeitet die in der Oberpfalz lebende Heidemarie Rüttinger zusammen mit ihrem Mann Michael erfolgreich an der Entwicklung von Kinder- und Gesellschaftsspielen. Bei Zoch hat die Grafikerin und Malerin zuletzt „Husch Husch kleine Hexe“ neu umgesetzt.

Der Verlag:
Zoch überzeugt seit fast 25 Jahren mit kreativitätsfördernden und witzigen Spielideen. Bekannt für seine „tierisch schönen“ Gestaltungen, verbindet man den Münchner Verlag bis heute mit dem Kinderspiel „Zicke Zacke Hühnerkacke“, das 1998 den Sonderpreis „Kinderspiel des Jahres“ erhielt.

 

Verlag: Zoch (Vertrieb: Noris Spiele)
für 2-4 Spieler ab 4 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten
Preis: ca. 25 Euro


Empfehlungsliste 2011

Zusätzlich zu den nominierten Spielen veröffentlichte die Jury eine Empfehlungsliste. Damit weist die Jury auf das breite Spektrum sehr guter Spiele hin – mit einfachen Brettspielen, Lern- und Kartenspielen. Für jede Familie mit Kindern zwischen 4 und 8 Jahren ist etwas Passendes
dabei:


„Kinderspiel des Jahres“ – die bisherigen Gewinner:
2001 Klondike von Stefanie Rohner und lf (Haba)
2002 Maskenball der Käfer von Peter-Paul Joopen (Selecta)
2003 Viva Topo! von Manfred Ludwig (Selecta)
2004 Geistertreppe von Michelle Schanen (Drei Magier Spiele)
2005 Das kleine Gespenst von Kai Haferkamp (Kosmos)
2006 Der schwarze Pirat von Guido Hoffmann (Haba)
2007 Beppo der Bock von Peter Schackert und Klaus Zoch (Oberschwäbische Magnetspiele)
2008 Wer war’s? von Reiner Knizia (Ravensburger)
2009 Das magische Labyrinth von Dirk Baumann (Schmidt/Drei Magier Spiele)
2010 Diego Drachenzahn von Manfred Ludwig (Haba)


„Spiel des Jahres 2011“ und „Kennerspiel des Jahres 2011“
Bereits Ende Juni hatte die Jury „Spiel des Jahres“ die Gewinner der
beiden Kategorien bekannt gegeben:

Qwirkle
Farbenfrohe Kombinationen für 2 bis 4 Legefüchse ab 6 Jahren
(Empfehlung der Jury: ab 8 Jahren)
Autorin: Susan McKinley Ross
Verlag: Schmidt Spiele
Spieldauer: ca. 45 Minuten
Preis: ca. 30 Euro

7 Wonders
Zivilisation im Zeitraffer für 2 bis 7 Kartenschieber ab 10 Jahren
Autor: Antoine Bauza
Verlag: Repos Production (Vertrieb: Asmodee)
Spieldauer: ca. 30 Minuten
(Erfahrung der Jury: ca. 40 Minuten)
Preis: ca. 40 Euro

Mehr zum „Kinderspiel des Jahres“ und zu allen Spielen erfahren Sie unter spiel-des-jahres.com

Fotos: Barbara Leuschner

Kommentare anzeigen (3)

3 Comments

  1. Pingback: Absolut Familie | Gewinnspiel: “Monsterfalle” von KOSMOS

  2. Pingback: Absolut Familie | Gewinnspiel: “Da ist der Wurm drin”

  3. Pingback: Absolut Familie | Gewinnspiel: “Die kleinen Zauberlehrlinge”

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mehr in Familienleben

camera-1840

Die Dokumentation der Familienerlebnisse ist immer lohnenswert

Hans Wankl4. Juli 2018
rose-2335203_1280

Mit Kindern über den Tod reden: Wie ist es am leichtesten?

Hans Wankl25. Juni 2018
holzspielzeug

Spielzeug aus Holz: der Klassiker im Kinderzimmer

Hans Wankl23. Mai 2018
young-791849_1280

Arbeiten von zu Hause aus: Homeoffice, Familie und Beruf

Hans Wankl10. März 2018
little kid boy with school satchel, first day to school

Der Schultasche die nötige Aufmerksamkeit widmen

Hans Wankl28. Oktober 2017
house-2565105_1280

Die Familienküche – ein Ort, an dem die Generationen zusammenkommen

Hans Wankl20. August 2017
Sweet little girl

Tipps für eine ruhige Nacht im Kinderzimmer

Hans Wankl30. Juli 2017
festival-2456145_1280

Warum eine Kinder-Unfallversicherung so wichtig ist

Hans Wankl23. Juli 2017
wordpress

Home Sweet Home(-page): Eine eigene Webseite für die Familie

Hans Wankl7. Juli 2017
dog-1328585_1280

Tiere und Familien: Gesundheitstipps für das Zusammenleben

Hans Wankl6. Mai 2017