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Verrückter Föderalismus: Das Schulangebot in den Bundesländern

Verrückter Föderalismus: Das Schulangebot in den Bundesländern

 

Mal ehrlich, wer schaut da noch durch: Das Schulangebot der 16 Bundesländer ist ein bunter Flickenteppich. Fast jedes Land geht seinen eigenen Weg – und er führt nicht für alle Schüler zum Ziel.

Die deutsche Schullandschaft ist ein kunterbuntes Nebeneinander aus Traditionen, Experimenten und regionalen Eigenheiten. Unser im Prinzip dreigliedriges Schulsystem besteht seit über 130 Jahren, seither wurde in einigen Regionen so gut wie gar nichts daran verändert, in anderen wird seit Jahrzehnten immer wieder an der Schule herumgeschraubt. Mit manchmal zweifelhaftem Erfolg. Typisch Föderalismus.

Eine Aufstellung auf dem Fachportal bildungsklick.de gibt einen guten Überblick über die Landkarte der Schulbildung in Deutschland. Eine abenteuerliche Reise, die von konservativen Südstaaten zu schillernden Stadtstaaten und nüchternen Ostländern führt.

Während in Baden-Württemberg noch fast alles beim alten scheint – nach der Grundschule folgt die Realschule oder das Gymnasium – hat das Berliner Bildungsangebot auf den ersten Blick kaum noch etwas mit dem Schulsystem aus Kaisers Zeiten zu tun.

In der Hauptstadt gibt es zwei Oberschulen, die integrierte Sekundarschule mit mittlerem Schulabschluss und Abitur nach 13 Jahren, und das Gymnasium, das aber bereits nach zwölf Jahren zum Abi führt. Um die Verwirrung für die Berliner Schüler komplett zu machen, werden demnächst Gemeinschaftsschulen erprobt, in denen bis Klasse 10 alle Schüler gemeinsam lernen.

Die Thüringer lieben es dagegen übersichtlich: Nach der 5. Klasse geht es entweder aufs Gymnasium, das nach Klasse 12 mit dem Abitur endet, oder in die Regelschule, die Haupt- und Realschule in sich vereint.

Für Nordrhein-Westfalen bräuchte man eine eigene Bildungs-Landkarte: Das bevölkerungsreichste Land gönnt sich auch das wohl vielfältigste Schulsystem. Neben Haupt- und Realschule, Gymnasium und Gesamtschule tritt künftig noch die Sekundarschule. Und das Abi gibt es, je nach Schule oder Stadt, nach zwölf oder erst nach 13 Jahren.

Irre verschieden diese deutschen Schulen. Nur leider nicht irre gut.

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