Familienleben

Konto von Paaren: Besserverdiener hat das Sagen

Konto von Paaren: Besserverdiener hat das Sagen

Die meisten deutschen Paare verwalten ihr Haushaltseinkommen auf einem gemeinsamen Konto. Bisher gingen Sozialökonomen davon aus, dass beide Partner auch gleichermaßen davon profitieren. Diese Annahme ist im Rahmen einer Studie der Universität Bamberg widerlegt worden – Männer bestimmen meistens über Ausgaben.

„Wer mehr einzahlt, zieht auch den größeren Nutzen aus dem gemeinsamen Einkommen“, so Susanne Elsas, Diplom-Soziologin am Institut für Volkswirtschaftslehre.

Rund zwei Drittel der befragten Paare hatten ein gemeinsames Konto, über das beide Partner gleichermaßen verfügen konnten. Trotzdem zeigte sich ein Ungleichgewicht: Verglichen mit ihrem jeweiligen Partner waren die Befragten umso zufriedener mit dem Haushaltseinkommen, je größer ihr Beitrag dazu war. „Zwischen den Partnern gilt möglicherweise die stillschweigende Übereinkunft, dass derjenige, der mehr Geld zum Haushaltseinkommen beiträgt, auch weiter reichende Rechte daran hat“, erklärt Elsas und fügt gleichzeitig hinzu: „In den meisten Partnerschaften in Deutschland trägt der Mann den größeren Einkommensanteil bei.“

Überraschendes Ergebnis: Bildung spielt keine Rolle
Die Berücksichtigung des Bildungsstandes der Paare im Rahmen der Befragung hat zu einem weiteren, überraschenden Ergebnis geführt. „Wir sind von der Annahme ausgegangen, dass der Teil mit dem höheren Bildungsstand auch das Sagen über das Haushaltseinkommen hat. Auch das ist widerlegt worden.“ Demnach ist der gebildete Teil des Paares in der Diskussion um die Verwendung des Haushaltseinkommens nicht unbedingt in der stärkeren Position.

Die Wissenschaftlerin hat außerdem festgestellt: Getrennte Konten hatte nur knapp jedes fünfte der befragten Paare. In weniger als jeder zehnten Beziehung haben die Partner nur Teile ihrer Einkommen zusammengelegt. Noch seltener hat ein Partner das ganze Geld verwaltet und dem Anderen seinen Anteil zugeteilt. Für die Untersuchung sind zwischen 1999 und 2008 erhobene Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), die am längsten laufende multidisziplinäre Langzeitstudie in Deutschland, ausgewertet worden. An der Befragung im Rahmen der Studie haben insgesamt 5842 Paare teilgenommen.

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