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Rhodos: Göttliche Strände und antike Stätten

24. Juni 2011 Von: Thomas Meins Kategorie: Absolut-Reisen

Der Krise zum Trotz: Griechenland bleibt ein lohnendes Urlaubsziel. Zu den schönsten Feriendestinationen zählt Rhodos: Die Insel des Sonnengottes Helios bietet nicht nur viel Sonnenschein, sondern endlose Möglichkeiten, einen entspannten und inspirierenden Mittelmeer-Urlaub zu verbringen.

“Der Reichtum des Landes übersteigt die momentanen Schulden”, gibt sich Basile Minaides, Präsident des rhodischen Hotelverbandes entspannt. Ob dieser Reichtum auch zu barem Geld wird, hängt nicht zuletzt vom Tourismus ab. Fest steht: Rhodos ist reich gesegnet mit antiken Sehenswürdigkeiten, üppiger Natur und schönen Stränden.

Ob sandig oder kieselig, turbulent oder einsam, an der 220 Kilometer langen Küste der Mittelmeerinsel gibt es Strände und Badebuchten für jeden Geschmack. Sie liegen vor allem an der windgeschützten Ostküste, die raue, landschaftlich sehr reizvolle Westküste ist ein Surfer-Revier.

Weite Strände, stille Plätze

Das Touristenzentrum Faliraki mit seinen vielen Hotels und Bars hat einen feinen, fünf Kilometer langen, flach abfallenden Strand, dazu einen Waterpark mit Wasserrutschen, Wellenbad und Whirlpool, ein beliebter Familientreffpunkt. Ähnlich belebt und manchmal recht laut geht es an den Stränden von Rhodos-Stadt und Ialissos an der Nordspitze der Insel zu. Hoteltipp für Faliraki: das “Esperos Village” liegt oberhalb des Ortes auf einem Hügel, eine weitläufige Anlage mit komfortablen Villen, Pool, Garten und einer herrlichen Aussicht über die ganze Bucht.

Es geht auf Rhodos auch ohne Trubel – an eher stillen Plätzen, die sich an der gesamten Westküste finden lassen. Der Natursandstrand in der Tsambika-Bucht ist noch unverbaut. Ebenso wie die Ladiko-Bucht bei Faliraki, ein idyllisches, felsengesäumtes Plätzchen mit seichtem Wasser. Sehr speziell: unterhalb der Kalithea-Thermen unweit von Rhodos-Stadt gibt es eine kleine Felsenbucht mit Park, Beachklub und klarem Wasser zum Schnorcheln. Abgelegen, aber traumhaft: Prasonisi an der Südspitze ist eigentlich ein Surfer-Top-Spot, bietet aber mit seinem breiten Sandstrand ganz viel Platz zum Sonnenbaden, Spielen und Plantschen.

Im Tal der Schmetterlinge

Ein Ausflug ins ländliche Rhodos lohnt allemal. Wer Natur sucht, findet sie in den Wäldern, Hügeln und Tälern im ursprünglichen Hinterland. Durch das Tal der Schmetterlinge im Inselnorden führt ein schattiger Pfad vorbei knorrigen Bäumen, Bachlauf und Wasserfällen, im Sommer tummeln sich hier abertausende Schmetterlinge. Auch den höchsten Inselberg, den bewaldeten Ataviros (1215 m), kann man erwandern. Zur Einkehr verlockt das nahe Weindorf Embonas mit seinen Kellereien und Vinotheken.

Typisches griechisches Dorfleben findet noch in Psinthos statt: Das hübsche Städtchen mitten im Grünen bezaubert mit der Platia, um den sich gastfreundliche Tavernen gruppieren, in denen leckere, frische Landküche serviert wird. Schmale Gassen, weiß gekalkte Häuser, blühende Gärten – so präsentiert sich die Altstadt von Archangelos. Die traditionell geprägte Kleinstadt ist Zentrum alter Handwerke wie Töpferei und Teppichweberei.

Feine Küche unter der Akropolis

Griechen, Römer, Türken siedelten auf der Ägäisinsel, Rhodos-Stadt wurde vor 2400 Jahren gegründet. Der Koloss von Rhodos, eines der sieben Weltwunder, ist zwar längst versunken, aber viele andere Bauwerke zeugen noch heute von einstiger Größe. Die Akropolis von Lindos, malerisch auf einem Felsen gelegen, ist eine der bedeutendsten antiken Tempelanlagen Griechenlands. An den Hügel schmiegt sich die Stadt mit verwinkelten Gassen, prächtigen Kapitänshäusern, Bars und Läden. Autos sind verboten, auf die Akropolis geht es per Esel oder zu Fuß. Lindos ist überlaufen, sicher, aber ein Muss. Einkehrtipp für erschöpfte Stadtbummler: bei “Mavrikos” am Ortseingang gibt es erstklassig zubereitete griechische Spezialitäten.

Zu einem Spaziergang durch die Jahrhunderte verlockt auch die Inselmetropole Rhodos-Stadt. Vor den Toren ruhen die antiken Ruinen von Stadion und Tempel im Sand. Über der Stadt thront seit dem 14. Jh. der Großmeisterpalast des Johanniterordens, heute ein Museum mit Skulpturen und Mosaiken. Zu Füßen des Palastes liegt die Altstadt, umgeben von einer mächtigen Festungsmauer. Im Labyrinth der Gassen werden alte Zeiten lebendig: die Arä der Ordensmänner in der Ritterstraße, die türkische Epoche mit ihren Minaretten und Märkten. Die Fußgängerzone der Altstadt mit seinen Souvenirläden und Imbissbuden ist recht rummelig, Koberer bemühen sich, Touristen in ihr Restaurant zu locken. Dem kann man sich durch Flucht in die lauschigen Nebengassen entziehen und dabei manch versteckte Taverne entdecken.

Weitere Infos: Griechische Zentrale für Fremdenverkehr, Tel. +49 69 2578270 und unter rhodosisland.gr

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