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FREMD FISCHEN

FREMD FISCHEN

Eine Frau zwischen Liebe und Loyalität, zwischen Begehren und Verzicht, zwischen Wollen und Nicht-Dürfen. Die am 16. Juni im Kino startende Komödie mit Golden-Globe-Gewinnerin Kate Hudson basiert auf dem gleichnamigen Besteller von Emily Giffin.

Sie ist beliebt, erfolgreich und attraktiv. Und trotzdem immer noch Single. Kein Wunder, dass Rachel White (Ginnifer Goodwin) ihrem dreißigsten Geburtstag mit gemischten Gefühlen entgegen blickt. Es fehlt etwas im Leben der Junganwältin und sie ahnt auch, was oder besser wer das ist: Schon während des Studiums schwärmte sie für den gutaussehenden Kommilitonen Dex Thaler (Colin Egglesfield).

Doch beging sie den Fehler, Dex ihrer besten Freundin Darcy Rhone (Kate Hudson) vorzustellen. Darcy, frech, fröhlich und frivol, fackelte nicht lange und schnappte ihr Dex vor der Nase weg. Jetzt sind Dex und Darcy verlobt und werden heiraten.

Darcy lässt es sich natürlich nicht nehmen, Rachel eine Überraschungsparty zum Geburtstag zu schmeißen. Der Abend endet allerdings anders als gedacht: Darcy ist sturzbetrunken und Rachel landet mit Dex im Bett. Am nächsten Morgen verabschieden sie sich eilig und betreten voneinander – unschlüssig darüber, was die letzte Nacht zu bedeuten hat. Rachel weiß nur eins: Das „fremd Fischen“ war wirklich nicht geplant.

Für Rachel beginnt eine schwierige Zeit. Sie ist nicht nur Darcys beste Freundin, sie ist auch ihre Trauzeugin. Eine Trauzeugin voller Schuldgefühle aber auch Sehnsucht nach der unerreichten Liebe Dex. Jedes Gespräch mit der Freundin wird zum Balanceakt, bei dem zunächst nicht ganz klar wird, ob Darcy etwas ahnt.

Als Dex Rachel einen Strauß roter Rosen ins Büro schickt und vorschlägt, ein Wochenende allein mit ihm zu verbringen, zögert sie und schüttet ihrem – platonischen – Freund und angehenden Schriftsteller Ethan (John Krasinski) ihr Herz aus. Ethan redet ihr ins Gewissen: Sie solle keine Rücksicht auf Darcy nehmen. Wäre die Situation umgekehrt, würde Darcy keine Sekunde zögern und ihr Dex ausspannen.

Soll sie sich als loyale Freundin erweisen oder um ihre große Liebe kämpfen? Und wer ist Rachels Mr. Right?

Die Kunst von FREMD FISCHEN besteht darin, die richtige Balance zwischen Ernsthaftigkeit und komödiantischer Überspitzung zu finden, und in dieser Disziplin erweist sich Komödienspezialist Luke Greenfield als überaus souverän. Er tariert die Stimmungskurve des Films zwischen Romantik, Slapstick, Drama und Farce aus, wobei die drei Hauptfiguren eher ernsthaft und seriös daherkommen. Ginnifer Goodwin, dank überzeugender Nebenrollen in WALK THE LINE und A SINGLE MAN bereits stark im Kommen, meistert ihre erste große Hauptrolle mit verblüffender Selbstsicherheit. Ein „Girl Next Door“ ganz anderer Art, verleiht sie ihrer Rachel eine große Portion Natürlichkeit, die sie ungemein authentisch erscheinen lässt. Golden-Globe-Gewinnerin Kate Hudson dagegen legt ihre Darcy ausgesprochen übertourig an; lustvoll gibt sie die selbstverliebte Zicke, die trotz aller Manierismen und Eitelkeiten liebenswert genug ist, um Rachels freundschaftliche Verbundenheit nachvollziehbar zu machen. Newcomer Colin Egglesfield schließlich, schafft den Spagat zwischen Lover und Loser geradezu selbstverständlich.

Neben diesem Trio sind es vor allem die Nebenfiguren, die Witz und Chaos in die Geschichte bringen. John Krasinski als Rachels Schriftsteller-Freund Ethan muss sich der stürmischen Avancen der überkandidelten Claire (Ashley Williams) erwehren, und Steve Howey als dauerkiffender Marcus sorgt mit seinen schrägen Anmach-Sprüchen für die grelleren Momente des Films. Alle zusammen ergeben ein Ensemble, in dem jeder auf seine Weise „fremd fischt“ – und am Ende genau den Fang aus dem Wasser zieht, den er oder sie verdient.

Kinostart: 16. Juni 2011; Regie: Luke Greenfield; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 113 Minuten; Verleih: Tobis; Link: fremdfischen.de/


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