Familienleben

Zum Muttertag

Zum Muttertag

Millionen von Frauen werden heute wieder reich beschenkt: Zum Muttertag bedanken sich Söhne und Töchter bei ihren Müttern dafür, dass diese an den anderen 364 Tagen im Jahr eher selten an sich selbst und dafür sehr oft an die liebe Familie denken. Im Jahr 2009 arbeitete mehr als jede vierte erwerbstätige Mutter mit minderjährigen Kindern zumindest gelegentlich an Sonn- und Feiertagen. Dies teilt das Statistische Bundesamt zum Muttertag am 8. Mai mit.

Viele Mütter müssen auch sonntags arbeiten
Im Jahr 2009 arbeitete mehr als jede vierte erwerbstätige Mutter mit minderjährigen Kindern (26 Prozent) zumindest gelegentlich an Sonn- und Feiertagen. Von diesen Müttern suchten 42% ihren Arbeitsplatz regelmäßig und 12% sogar ständig an Sonn- und Feiertagen auf. 46% gingen ihrer Erwerbstätigkeit an diesen Tagen gelegentlich nach. Das zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.

Von den erwerbstätigen Vätern mit Kindern unter 18 Jahren übte fast jeder dritte (32%) eine Sonn- und Feiertagsarbeit aus. 32% dieser Väter waren regelmäßig und 13% ständig, also an jedem dieser Tage, erwerbstätig. Über die Hälfte der sonntags arbeitenden Väter (56%) tat dies zumindest gelegentlich, das heißt nur hin und wieder oder in unregelmäßigen Zeitabständen.

Im Vergleich zu 1996 hat die Sonn- und Feiertagsarbeit zugenommen: So lag damals der Anteil der sonn- und feiertags arbeitenden Mütter an allen erwerbstätigen Müttern mit minderjährigen Kindern noch bei 20%, bei den Vätern betrug er 26%.

Bei der Sonn- und Feiertagsarbeit unterscheiden sich Frauen und Männer, die keine Kinder im Haushalt betreuen, nur geringfügig von Müttern und Vätern mit Kindern unter 18 Jahren.

Was Frauen wirklich brauchen
Viele Frauen haben noch immer Hemmungen, sich mit Finanzthemen zu befassen. „Besonders beim Thema Finanzen rächt es sich, wenn Frauen zu wenig auf ihre eigenen Bedürfnisse achten“, glaubt Sabine Haase, Geschäftsführerin des unabhängigen Verbraucher- und Vergleichsportals FinanceScout24: „Sie nehmen sich zu wenig Zeit für ihre Finanzplanung, weil sie oft mit Doppelbelastungen zu kämpfen haben. Und sie haben noch immer Hemmungen, sich mit Finanz-Themen zu befassen.“ Das wiederum führe dazu, dass viele Frauen unterversichert sind und auch nicht ausreichend für das Alter vorsorgen, obwohl sie statistisch einige Jahre länger leben.

Eine repräsentative Befragung unter 1.002 Deutschen, die durch das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag der Hannoverschen Leben durchgeführt wurde, hat erst kürzlich gezeigt, dass mehr als 40 Prozent der befragten Frauen sich noch nicht um eine private Vorsorge für den Ruhestand gekümmert haben. Bei den Männern sind das nur 25 Prozent. Und da Frauen im Schnitt weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen und auch häufiger in Teilzeit arbeiten, fallen auch ihre Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung deutlich geringer aus.

Außerdem sind Frauen, die sich in Altersvorsorge-Fragen ausschließlich auf ihre Partner verlassen, im Falle einer Scheidung arm dran. Denn nach dem neuen Unterhaltsrecht sind sie stärker als früher selbst für ihre finanzielle Sicherheit verantwortlich. „Die Tatsache, dass mittlerweile jede dritte Ehe in Deutschland geschieden wird, verschärft das Problem“, erklärt FinanceScout24-Chefin Haase.

Genauso wie die Tatsache, dass die häusliche Pflege von Angehörigen nach wie vor primär Frauensache ist. Pflegebedürftigkeit ist Haase zufolge in doppelter Hinsicht ein Frauenthema: „Denn Frauen übernehmen häufiger die Pflege naher Familienangehöriger und werden auch selbst häufiger zum Pflegefall.“ Das Marktforschungsinstitut Forsa hat herausgefunden, dass 39 Prozent der befragten Frauen eine pflegebedürftige Person betreuen oder bereits betreut haben. Auf der Seite der Männer ist dieser Anteil mit 22 Prozent nur gut halb so groß. Darüber hinaus sind Frauen auch häufiger selbst auf Pflege angewiesen – sie machen 68 Prozent aller Pflegebedürftigen aus.

Die meisten Frauen sind auch unterversorgt, was ihren Versicherungsschutz angeht. Das belegt eine aktuelle Untersuchung des Marktforschungsinstituts Psychonomics. So sind die Damen zwar bei Krankenzusatzversicherungen und Wohn- beziehungsweise Hausratversicherungen in der Regel gut abgesichert. Bei Produkten zur Risikovorsorge wie Kapitallebens- und Rentenversicherungen sowie Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherungen sind Frauen im Vergleich zu Männern aber stark unterversorgt, so die Studie. „Besonders der unzureichende Schutz vor Berufsunfähigkeit ist gefährlich“, erklärt Haase. „Denn diese Versicherung gehört zu den wichtigsten Policen überhaupt.“

Nur wenige Versicherer richten sich mit speziellen Policen an die Zielgruppe Frauen. Spezial-Versicherungen seien auch gar nicht notwendig, findet FinanceScout24-Geschäftsführerin Haase. „Durchdachte und leistungsstarke Produkte kommen bei Frauen und Männern gut an. Wenn überhaupt ein Aspekt wichtiger für Frauen als für Männer ist, dann sind es flexible Verträge“, erläutert Haase. „Weil es immer noch meist Frauen sind, die für die Betreuung der Kinder beruflich zurückstecken, und ihre Männer nur selten bereit sind, solange die Bezahlung ihrer Verträge zu übernehmen, brauchen wir Produkte, die für mindestens drei Jahre beitragsfrei gestellt werden können.“

Gleichzeitig seien aber auch die Frauen selbst gefordert, ihre Finanzplanung zu optimieren. „Wir wissen aus Umfragen, dass Frauen das Thema Versicherungen emotionaler als Männer anpacken und öfter aus dem Bauch heraus entscheiden. Sie holen sich weniger Angebote, vergleichen seltener und verlassen sich häufiger als Männer auf Mund-zu-Mund-Propaganda“, erläutert Haase. Weil Frauen weniger Zeit mit Leistungsvergleichen verbringen, ließen sie Möglichkeiten zum Geldsparen eher verstreichen als Männer.

„Mit ein wenig Zeit lassen sich durch Tarifvergleiche bestehende Verträge leicht optimieren, dabei können Nutzer oft signifikant sparen. So bekommt das Haushaltsbudget Luft für den alltäglichen Luxus, wie zum Beispiel frische Blumen auch an Nicht-Muttertagen“, freut sich Haase. Deshalb hält es Haase für eine gute Idee, wenn sich Frauen ab und an eine kleine Auszeit gönnen und diese für einen kostenlosen Finanzcheck und Versicherungsvergleich nutzen.

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