Kitaausbau im Westen noch in den Kinderschuhen

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Ab August 2013 soll dem Willen der Bundesregierung nach der Rechtsanspruch auf ein Betreuungsangebot für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr umgesetzt werden. Von diesem Ziel ist die Republik zumindest in Teilen noch weit entfernt: Im Westen liegt die Betreuungsquote derzeit bei nur gut 17 Prozent.

Die alten Bundesländer haben beim Ausbau der Kleinkinderbetreuung weiterhin einen großen Aufholbedarf an Betreuungsplätzen für Kleinkinder. Während es in den neuen Bundesländern für fast jedes zweite Kind über ein Jahr (48,1 Prozent) ein Betreuungsangebot gibt, gilt dies im Westen erst für jedes sechste (17,4 Prozent).

Diese Zahlen nannte heute das Bundesfamilienministerium. Bisher besteht ein Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz erst für Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr. Die Jugendämter bemühen sich, bis zum Sommer 2013 bundesweit im Schnitt für 38 Prozent der Kleinkinder Betreuungsplätze zu schaffen. Im März 2010 waren bundesweit erst rund 23 Prozent der Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen oder in der Kindertagespflege untergebracht.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) gibt sich vorsichtig optimistisch: „Wir müssen den Ausbau der Kinderbetreuung gemeinsam vorantreiben.“  Fast überall gehe der Ausbau der Kinderbetreuung jetzt deutlich schneller voran als in vergangenen Jahren. Schröder: „Wir sind aber noch lange nicht am Ziel. Daher müssen wir alle – Bund, Länder und Kommunen – an einem Strang ziehen und die Ausbaudynamik gemeinsam vorantreiben.“

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Über Thomas Meins

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