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Arbeitslos

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Jeder Fünfte zwischen 25 und 29 Jahren ist arbeitslos. Dieser hohe Wert geht aus einer Studie der Bertelsmann Stiftung hervor. Während die Jungen noch die Schulbank drücken, wächst der Anteil der Arbeitslosen bereits bei den 20- bis 24-Jährigen. Und viele haben die Jobsuche bereits aufgegeben.

Die Arbeitslosenquote bei den bis zu 19-Jährigen fällt sehr gering aus. Nur vier Prozent der Jugendlichen haben keinen Job. Diese niedrige Zahl kommt dadurch zustande, dass die allgemeine Schulpflicht in Deutschland vergleichsweise lang ist.

„Viele, die keine Ausbildungsstelle finden, kommen in staatliche Maßnahmen, die nicht weiterhelfen“, sagt Eric Thode, Arbeitsmarktexperte der Bertelsmann Stiftung. Durch diese Maßnahmen wird die Zahl der tatsächlichen Arbeitslosen verfälscht. Auffällig sei es, erklärt Thode, dass in der Altersgruppe von 25 bis 29 Jahren mehr als die Hälfte der Arbeitslosen die Suche nach einer Arbeit aufgegeben hat. „Insgesamt fällt auf, dass die Arbeitsmarkt- und Bildungsteilhabe in Deutschland mit zunehmendem Alter junger Menschen abnimmt“, sagte Thode.

In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen sind zwei von drei arbeitslosen Geringqualifizierten mindestens sechs Monate arbeitslos. Selbst bei den jungen Erwachsenen mit Abitur und ohne Studium sind etwa 60 Prozent über sechs Monate ohne Arbeit. Dennoch ist die Chance eingestellt zu werden bei besserer Qualifizierung größer. Abgesehen von der Bildung spielt auch der Wohnort eine Rolle. Junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern haben geringere Chancen als in Bayern, selbst wenn sie über eine gute Qualifikation verfügen.

Der demografische Wandel bringt auch hier Veränderungen mit sich. „Die Zahl der Bewerber um einen Ausbildungsplatz ist geringer“, sagt Thode. Es mache sich Entspannung breit auf dem Arbeitsmarkt. Das ändere nichts daran, dass schlecht qualifizierte junge Erwachsene eine „verengte Perspektive“ hätten. „Das liegt zum Teil daran, dass wir kaum mehr Durchmischung der Schichten in Deutschland haben“, sagt Thode. Es gibt immer mehr Stadtteile in den großen Städten, wo die bildungsferne Bevölkerungsteile unter sich sind. In so einer Umgebung finden die jungen Erwachsenen keine positiven Vorbilder und bereiten sich auf ein Leben mit Hartz 4 vor.

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