Am 27. März um 2:00 werden die Uhren vorgestellt, “die Nacht wird eine Stunde kürzer”. Jeder Zweite in Deutschland reagiert auf diese Umstellung des Biorhythmus mit Schlafproblemen. Ein paar Verhaltenstipps können helfen, den Tag-Nacht-Rhythmus wieder zu stabilisieren.
Bei der Umstellung im Frühjahr von der normalen Zeit auf die Sommerzeit wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt. Das bedeutet: Stehen Sie normalerweise am Morgen um 7 Uhr auf, ist jetzt es eigentlich erst 6 Uhr. Die Ausschüttung des Melatonin hat sich noch nicht umgestellt. Der Glukokortikoidspiegel ist noch niedrig. Ihr Blutdruck und Ihre Pulsfrequenz sind noch im Dunkel-Rhythmus. Ihnen fehlt die eine Stunde Schlaf. Sie sind müde, unkonzentriert und fühlen sich schlapp. Abends dagegen fühlen Sie sich fit, obwohl es 23 Uhr ist und Sie normalerweise um diese Zeit Schlafen gehen. Aber Ihre innere Uhr weiß genau: Es ist erst 22 Uhr.
Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Zeitumstellung ähneln einem Mini-Jetlag. Der Tag-Nacht-Rhythmus ist einer der wichtigsten Rhythmusgeber des Körpers und wird durch Helligkeit und Dunkelheit gesteuert. Der Rhythmus ist bereits durch eine innere biologische Uhr in unserem Organismus angelegt, und bis sich der eigene Rhythmus und der Tagesablauf nach der Zeitumstellung wieder aufeinander eingestellt haben, können gesundheitliche Probleme auftreten.
Der Organismus braucht ungefähr 4 bis 14 Tage, um sich umzustellen. Menschen mit Schlafstörungen sollen aber nicht gleich zu chemisch-synthetischen Schlafmitteln greifen, sondern können ihren Biorhythmus auch mit anderen Methoden wieder in Balance bringen.
Tipps für einen sanften Übergang in die Sommerzeit:
1. Den Kreislauf morgens langsam hochfahren: Gemächlich aufstehen, sich auf die Bettkante setzen und dann ausführlich strecken und mit den Füßen wippen.
2. Ein paar tiefe Atemzüge am offenen Fenster bringen frischen Sauerstoff ins Blut.
3. Sanfte Übungen helfen beim Wachwerden, z.B. den Sonnengruß (Yoga) machen.
4. Tagsüber viel an der frischen Luft bewegen, das hilft, am Abend früher müde zu werden.
5. Keinen Mittagsschlaf während der Umstellungsphase machen.
6. An den Tagen nach der Umstellung abends leichte Speisen essen. Keine aufputschenden Getränke vor dem Schlafengehen trinken.
7. Vor dem Schlafengehen aufregende TV-Sendungen oder Computerspiele meiden, lieber ein Buch lesen oder entspannende Musik hören.
8. Ein Abendspaziergang sorgt für einen harmonischen Tagesausklang. man findet schneller zur Ruhe und der Organismus kann sich so schon auf die Ruhephase einstellen.
Bei Einschlafproblemen können Avena sativa comp. Streukügelchen mit natürlichen Pflanzenauszügen aus Hafer, Hopfen, Baldrian und Passionsblume helfen. Sie beruhigen überreizte Nerven und stabilisieren den Tag-Nacht Rhythmus.
Schon gewusst?
Warum schlafen wir?
Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. In der frühkindlichen Entwicklung hat Schlaf eine große Bedeutung für die Gehirnreifung. Nachts laufen wichtige Lernvorgänge ab. Und: Schlaf fördert Stoffwechselprozesse und kräftigt das Immunsystem.
Das Wichtigste am Schlaf ist, dass wir uns wieder erholen. Aber eine einfache Antwort auf die Frage, warum wir schlafen, gibt es aus heutiger Sicht der Schlafmedizin noch nicht.
Warum weiß man noch so wenig über ein Drittel unseres Lebens?
In den 50er-Jahren des 20. Jahrhundert haben Wissenschaftler begonnen, sich mit Schlaf zu beschäftigen. Davor galt Schlaf zeitweilig als ein Passivzustand. Schlafforschung in Schlaflaboren existiert erst seit 1980.
Eine Meinung zu “Umstellung auf die Sommerzeit”