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ZDF-Reportage: Was deutsche Schüler besser macht

24. März 2011 Von: Thomas Meins Kategorie: Schule

Seit dem sogenannten Pisa-Schock vor knapp zehn Jahren ist in der deutschen Bildungspolitik einiges in Bewegung geraten. In den 16 Bundesländern wird reformiert, herumprobiert und selten wirklich gute Schule gemacht. Die Sendung “ZDF.reporter unterwegs” beschreibt heute Abend (21.00 Uhr) ein Bildungssystem im Umbruch, benennt Konflikte, stellt Fragen und zeigt mögliche Antworten.

Schon heute leide unsere Wirtschaft unter Fachkräftemangel, sagen die Wirtschaftsverbände – und der Geburtenrückgang werde das Problem noch verschärfen. Wie kann eine Export- und Ingenieursnation wie Deutschland den vorhandenen Nachwuchs optimal fördern? Dies ist eine der Fragen, mit denen sich die ZDF-Sendung beschäftigt.

Eine weitere zielt auf den Druck, der auf den Schülern lastet. Deutschlands Schüler sind Mittelmaß, das zeigen die Ergebnisse aktueller Leistungsvergleiche. Unter den Siegern sind dagegen Shanghai, Korea, Hongkong und Singapur – Regionen, deren Schulen für radikale Leistungsorientierung bekannt sind. Ist der Drill vergangener Jahrhunderte der Königsweg zum Erfolg? Die Pisa-Erfolge liberaler Länder wie Finnland scheinen das zu widerlegen. Andererseits beobachten viele Eltern: Kinder wollen etwas leisten – und zu viel Freiheit kann auch Frust erzeugen. “ZDF.reporter unterwegs” beleuchtet unterschiedliche Lernkulturen in Deutschland.

Ist Chancengleichheit eine Illusion? Ein zentraler Kritikpunkt am deutschen Bildungssystem lautet, es ermögliche nur sehr wenigen den sozialen Aufstieg. Tatsächlich klafft die Schere zwischen Kindern der Mittel- und Oberschicht und denen aus “bildungsfernen” Familien immer weiter auseinander. Auf der einen Seite wird immer mehr in Kinder investiert, auf der anderen fehlt es an elementaren Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben, Rechnen.

Ein weiterer Aspekt der Reportage dreht sich um die Frage, ob Jungen die schulischen Sorgenkinder sind. Beim Lesen hinken sie ein halbes Jahr hinter den Mädchen her. Zwei Drittel der Schulabbrecher, drei Viertel der Sonderschüler sind männlich. Immer weniger Jungen machen Abitur. Liegt das auch an den zumeist weiblichen “Vorbildern” wie Erzieherinnen und Lehrerinnen?

“ZDF.reporter unterwegs”, 24.3., 21.00 Uhr

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