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Buchtipps zum Vorlesen und Selberlesen

Buchtipps zum Vorlesen und Selberlesen

„Das Betrachten von großformatigen Bildern belebt das Lesenlernen und fördert die Konzentration – die Spannung der Kinder wächst von Seite zu Seite“, so Till Weitendorf vom Verlag Friedrich Oetinger. Wir stellen drei Erstlese-Titel und ein neues Lehrerportal für den Grundschulunterricht vor:

Loretta sucht das Gestern
Loretta Koschke stellt Fragen, die es in sich haben. So zum Beispiel die, wo das Gestern geblieben ist. Im Kühlschrank? In der Spielzeugkiste? Im Keller? Im Mülleimer? Nein, nicht einmal im Mülleimer. Das jetzt im Hinstorff Verlag erschienene Kinderbuch „Mama, wo ist eigentlich das Gestern hin?“ von Maja Bohn erzählt von Lorettas Suche nach Dingen „die nicht da sind, … die man nicht sehen und nicht anfassen kann.“ Aber kann man sie deshalb auch nicht vermissen und nicht finden?

Loretta, großäugig, rund bebrillt, schwarzhaarig, mit einer Vorliebe für die Geheimnisse des Lebens, macht sich auf die Suche nach dem Gestern. Voller Sprach- und Bildwitz erzählt Maja Bohn die erfrischende, turbulente und immer wieder Überraschungen bietende Geschichte des neugierigen und mutigen Mädchens. Und auch wenn die Mutter, der Haushering Bodo, der Nachbar Zapf, der Schmetterling, der Zauberer, der Hamster, der Polizist und – man glaubt es kaum – nicht einmal die Eintagsfliege eine befriedigende Antwort geben können: Loretta hält daran fest, noch heute dem Gestern auf die Spur zu kommen.

Ein wunderbares Bilderbuch, das auf spielerische Weise wagt, grundlegende, existenziellen Fragen zu stellen. Ein Bilderbuch für alle, die erst in einigen Jahren von ihrem Lehrer etwas über einen gewissen Einstein hören werden – und zugleich für jene, die meinen, die Relativitätstheorie begriffen zu haben. Zumindest, bis sie Loretta Koschke begegnen …

Maja Bohn (Text und Illustrationen): „Mama, wo ist eigentlich das Gestern hin?“, Hinstorff Verlag, 40 Seiten, Hardcover, ab 5 Jahren, 14,95 Euro,  ISBN 978-3-356-01420-4

Tschoingoing tro dumml trä plionk dä rii!
Die besten Gedichte des österreichischen Lyrik-Staatspreisträgers zum ersten Mal vereint.
„Es war einmal ein Hubschraubär,
der surrte überm Wald umher.
Er hatte ein Reh gern
und machte den Jägern
mit seinem Geknatter die Jagd schwer.“
Der Krüll schrillt, das Lied der Stadt erklingt, die Fee sucht das Morgen und das Rumpelstilzchen wär gerne bekannter. Im Zauberwald fährt der Riese Schi, in der Musikstunde macht man Mundmusik, der Tiger sorgt für Gerechtigkeit und die Wellen haben viele, viele Namen.

Eine bunte Vielfalt an Reimen, Ideen und Melodien bietet dieser Querschnitt durch Gerald Jatzeks poetisches Werk, das den Vergleich mit Klassikern wie Morgenstern und Ringelnatz nicht scheuen muss.
Unwiderstehlich phantasievoll und dynamisch illustriert von Andrea Steffen.
„Wir sind die wilden Drachen,
wir lassen Donner krachen,
wir lassen Funken spritzen,
durch die Wolken blitzen!“

Gerald Jatzek, Andrea Steffen (Illustratorin): „Rabauken-Reime“, Residenz Verlag, 64 Seiten, Hardcover, ab 4 Jahren, 16,90 Euro, ISBN 9783701720798

Keiner ist so anziehend wie Bob
Etna findet ihren Babybruder Bob völlig unbrauchbar, bis sie entdeckt, dass er ein nützliches Geheimnis hat: Er ist unheimlich anziehend! Geradezu magnetisch! Mit so einem magnetischen Bob kann man eine Menge Sachen anstellen, Kleingeld aufspüren, zum Beispiel, und es in Eislutscher investieren. Kurzerhand funktioniert Etna Bob zum Suchhund um und begibt sich mit ihm auf magnetische Streifzüge. Das klappt so lange wunderbar, bis Etna und Bob einem richtig echten Bankräuber begegnen, der sich soeben eine Tasche voller Münzen unter den Nagel gerissen hat. Es folgt eine turbulente Verfolgungsjagd inklusive Blechsalat und der unvermuteten Aufklärung von Bobs Geheimnis …

Ein spannendes Lesevergnügen mit flotten, lustigen Bildern; alle, die den faulen Kater Josef von Franziska Biermann mochten, werden Etna und Bob lieben!

Franziska Biermann: „Der magnetische Bob“, Residenz Verlag, 64 Seiten, Hardcover, ab 5 Jahren, 16,90 Euro, ISBN 9783701720835

Innovative Leseförderung:
Der Kinderbuchverlag Oetinger und Albert Hoffmann, Erfinder von Antolin, präsentieren das neue Lehrerportal Onilo.de. Es bietet digitalisierte Bilderbücher und Erstlese-Titel, die über interaktive Whiteboards oder Beamer großformatig und teilanimiert im Grundschulunterricht eingesetzt werden können. Zu jedem Titel steht didaktisches Unterrichtsmaterial bereit.

Zurzeit sind rund 30 als sogenannte Boardstorys aufbereitete Bücher online verfügbar, darunter so beliebte Titel wie Cornelia Funkes „Käpten Knitterbart und seine Bande“, „Josef Schaf will auch einen Menschen“ von Kirsten Boie oder Erhard Dietls „Die Olchis und das Piratenschiff“. Das Portal wird fortlaufend um neue Inhalte erweitert und steht auch anderen Verlagen offen.

Till Weitendorf, Geschäftsführer Verlag Friedrich Oetinger: „In einem Pilotprojekt wurde Onilo.de bereits getestet und wir konnten erfahren, wie das gemeinsame Betrachten der großformatigen Bilder das Lesenlernen belebt und die Konzentration fördert. Die Spannung der Kinder wächst von Seite zu Seite.“ Deshalb werden jeweils eine gekürzte und eine vollständige Version eines Buches angeboten. Die gekürzte Version bricht an der spannendsten Stelle des Buches ab und verweist auf das gedruckte Buch.

Albert Hoffmann über Onilo.de: „Eine alte Lehrerweisheit besagt, dass man die Schüler dort abholen muss, wo sie sich gerade befinden – und das sind in unserer Zeit die elektronischen Medien. Deren Sogwirkung ist ungebrochen. Vielleicht bedarf es nur eines zeitgemäßeren Zugangs zum Buch, um die Kinder von heute hierfür zu gewinnen. Ein solches Tor zum Buch und zu seinen wunderbaren Inhalten will Onilo.de sein.“

Kommentare anzeigen (3)

3 Comments

  1. Pingback: News zu Gesundheit, Familie, Senioren und Lebensberatung am 21.02.11

  2. Claudia

    22. Februar 2011 in 19:24

    Interessante Tipps. Wer in der Nähe von St. Pölten wohnt, sollte das Kinder- und Jugendbuchfestival im März nicht versäumen. Am 17.3. trägt Gerald Jatzek dort erstmals seine Rabauken-Reime zu diversen Instrumenten vor: http://www.kijubu.at/programm/11/rabaukenreime

  3. Sebastian

    3. März 2011 in 02:23

    Ich bin mitlerweile seit mehreren Tagen freudiger Inhaber des Ipad und finde es ausgezeichnet, dass die Seite im mobile Safari richtig angezeigt wird.

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