Film

THE KING’S SPEECH

THE KING’S SPEECH

Was soll man über einen Film noch sagen, der für die diesjährige Oscarverleihung in gleich 12 Kategorien nominiert ist? Anschauen: ab 17. Februar im Kino, und genießen: die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei höchst unterschiedlichen Männern königlich kurzweilig erzählt!


London, 1925: Der britische König George V. (Michael Gambon) bittet seinen zweiten Sohn Albert (Colin Firth), den Duke of York, die Abschlussrede für die die größte Ausstellung der Welt, deren Ziel eine Stärkung des Verbundenheitsgefühls zwischen den 58 Ländern des britischen Reiches ist, im Wembley-Stadion zu halten. Das riesige Stadion ist voll besetzt und die Rede wird live mittels des immer wichtiger werdenden Mediums Radio in den Rest der Welt übertragen. Für Bertie, wie der Duke of York von seiner Familie genannt wird, ist es die erste Live-Ansprache überhaupt – die im Desaster endet, denn seit seiner Kindheit leidet er an einem schweren Stottern und bringt unter der Anspannung so gut wie keinen Ton heraus.

Auch zu Hause in der Piccadilly Street wird der zurückhaltend-besonnene Bertie das Stottern nie vollkommen los – wenn er abends seinen beiden Töchtern Elizabeth und Margaret Gute-Nacht-Geschichten vorliest oder sich mit seiner Ehefrau Elizabeth (Helena Bonham Carter) Gedanken über die Beziehung seines großen Bruders David (Guy Pearce), des Prince of Wales, zu der verheirateten Amerikanerin Wallis Simpson (Eve Best) macht.

Kein Arzt und kein Psychologe können ihm helfen, frustriert und erniedrigt beschließt Bertie, das Thema ad acta zu legen und keine weiteren Behandlungen über sich ergehen zu lassen. Hinter seinem Rücken wendet sich Berties liebevoll sorgende Ehefrau an den exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Rush). Der energiegeladene, sehr direkte Australier stößt seinen adligen Patienten mit den eher unkonventionellen Behandlungsmethoden zunächst vor den Kopf. Bertie weigert sich, mit Logue Einzelheiten aus seinem Privatleben zu besprechen.

Widerwillig erklärt sich der Sprachtherapeut bereit, sich auf Übungen und Techniken zu beschränken und alles Persönliche außen vor zu lassen. Es werden tägliche Sitzungen vereinbart, und auch wenn bei einer öffentlichen Rede vor Fabrikarbeitern das Stottern noch längst nicht verschwunden ist, zeigen sich bald erste positive Ergebnisse.

Als König George V. nach schwerer Krankheit stirbt und David als nachfolgender König Edward VIII. wegen seiner Liebe zu Wallis Simpson abdankt, wird Bertie unter dem Namen George VI. 1936 unerwartet zu Englands neuem König. Öffentliche Auftritte und Radioansprachen lassen sich fortan noch weniger umgehen als zuvor, und nicht zuletzt der drohende Krieg erhöht den Druck auf den schüchternen Regenten. Die Zusammenarbeit und wachsende Freundschaft mit Logue hilft Bertie dabei erheblich. Doch kurz vor der offiziellen Krönung stellt eine unerwartete Enthüllung das gegenseitige Vertrauen und damit auch Berties Kampf gegen das Stottern auf eine schwere Probe.

„The King’s Speech“ erhielt 12 Nominierungen für die diesjährigen Oscars, darunter für „Bester Film“, „Bester Hauptdarsteller“ (Colin Firth), „Bester Nebendarsteller“ (Geoffrey Rush), „Beste Nebendarstellerin“ (Helena Bonham Carter), „Bester Regisseur“ und „Bestes Originaldrehbuch“.

Kinostart: 17. Februar 2011; Regie: Tom Hooper; FSK: ohne; Länge: ca. 118 Minuten; Verleih: Senator/Central; Link: thekingsspeech.senator.de/

Kommentare anzeigen (9)
Film

Mehr in Film

„Nellys Abenteuer“ fürs Heimkino

Barbara Leuschner17. März 2017

Kinotipp: MOONLIGHT

Barbara Leuschner9. März 2017

Musical-Abenteuer „Trolls“ fürs Heimkino

Barbara Leuschner7. März 2017

Disney Junior Mitmach-Kino am 5. März!

Barbara Leuschner2. März 2017

Andreas Bourani zu seiner Rolle in Disneys „Vaiana“

Thomas Meins23. Dezember 2016

Kinotipp: FINDET DORIE

Barbara Leuschner29. September 2016

Kino-Tipp: TSCHICK

Thomas Meins15. September 2016

Kinotipp: ELLIOT, DER DRACHE

Thomas Meins25. August 2016

Exklusiver Clip zu CONNI & CO

Thomas Meins2. August 2016

Kinotipp: GHOSTBUSTERS

Thomas Meins1. August 2016